14.11.2016, 15:51 Uhr

Silvester ohne die große Party

Das genaue Silvesterprogramm in der Altstadt ist noch nicht fix, Besprechungen gibt es diese Woche. (Foto: Neumayr)

Geht es nach Inga Horny vom Altstadtmarketing, soll die große Silvesterfeier heuer anders ablaufen.

SALZBURG (lg). Die große Silvesterparty in der Salzburger Altstadt soll in diesem Jahr anders ablaufen, jedoch nicht abgeschafft werden. Das betonte Inga Horny vom Altstadtmarketing, die die Kritik an "den neuen Plänen" nicht nachvollziehen kann. "Das Konzept der vergangenen Jahre mit der Riesenbühne auf dem Residenzplatz und den geballten Massen dort ist überholt. Die Leute nehmen das in dieser Form auch nicht mehr an, vielmehr kommen sie in die Stadt, um sich zu Mitternacht das große Feuerwerk anzuschauen", erklärt Horny, die auch den Aspekt der Sicherheit mehr in den Fokus rücken möchte: "Nach den Vorfällen im letzten Jahr fühlen sich viele bei derartigen Massenansammlungen nicht mehr sicher. Wir als Veranstalter sind dafür verantwortlich und wollen allen Besuchern ein schönes Feiern ermöglichen."

Klangmeile an Neujahr statt Party zu Silvester

Geht es nach Horny, soll es die große Konzertbühne heuer nicht mehr geben. Dafür soll am Neujahrstag die Klangmeile entlang der Salzach stattfinden. "Diese öffentliche Übertragung des Neujahrskonzerts wird von Touristen und Einheimischen immer wieder gewünscht", so Horny, die sich auch vorstellen kann, die Silvesterfeier künftig an den Konzepten der Altstadtfeste wie dem Kaiviertelfest oder dem Linzergassenfest anzulehnen. "Es soll kleinteiliger werden, mit einem Programm auf verschiedenen Plätzen, wo für jeden Geschmack etwas geboten wird. Dabei könnte man auch mit Lichtinstallationen arbeiten, die verschiedene Gebäude oder Kirchen in ein schönes Licht tauchen. Es ist vielleicht auch einmal an der Zeit, etwas leiserzutreten", argumentiert Horny.

Kritik von SPÖ, Neos, FPÖ

Kein Verständnis für eine etwaige Absage der großen Silvesterparty rund um den Residenzplatz hat SPÖ-Klubobmann Bernhard Auinger: "Ich kann das absolut nicht verstehen. Sollen wir jetzt die einzige Landeshauptstadt sein, in der die Menschen zu Silvester keine Party feiern können? Die Strategie dahinter ist mir unklar. Eine Klangmeile am Neujahrstag ist gut und schön und spricht auch ein anderes Publikum an, aber das kann keineswegs die Silvester-Party ersetzen. Es braucht jetzt eine rasche Entscheidung und ich hoffe, dass die Einheimischen wie Touristen wie in den letzten Jahren in Salzburg richtig feiern können", so Auinger. Aus dem Büro von Vize-Bgm. Harald Preuner (ÖVP) hieß es, dass "die Entscheidung klar beim Altstadtverband liegt. Und man muss sagen, dass es genug Lokale gibt und es der ausgelassenen Silvester-Laune kaum einen Abbruch tut, wenn keine Riesenbühne am Residenzplatz ist." Geht es nach Kornelia Thöni, Altstadt- und Tourismussprecherin der Neos, sollte das Programm zu Silvester "eher ausgebaut und erweitert werden, anstatt es zu reduzieren. Mit einem eigenen Silvesterpfad in Salzburg nach dem Vorbild Wiens könnte man den Salzburgern und hoffentlich auch vielen Touristen ein unvergessliches Silvester-Erlebnis bieten." FPÖ-Klubobmann Andreas Reindl hofft, dass die Feierlichkeiten am Residenzplatz wie gewohnt stattfinden: "Gerade zu Silvester wollen die Menschen feiern. Die Innenstadtlokale sind ausgebucht, ich frage mich, wo die Leute hingehen sollen."
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