20.10.2017, 09:21 Uhr

Stadt will Anreize zum besseren Mülltrennen schaffen

Starten Infokampagne: Maskottchen "Mülli", Jürgen Wulff-Gegenbauer und Vizebgm Harald Preuner. (Foto: Stadt Salzburg)

Durch ein neues Gebührenmodell soll die Restmüllmenge der Salzburger reduziert werden.

SALZBURG (lg). Restmüll, Plastik, Bio und Co: die Trennmoral der Salzburg ist zwar gut, dennoch landen in den schwarzen Restmülltonnen immer noch zu viele Dinge, die dort definitiv nicht hineingehören. "Jährlich landen 20.000 Tonnen an wiederverwertbaren Rohstoffen im Restabfall. Dabei handelt es sich vor allem um Bioabfall, Altglas, Plastikflaschen oder Getränkekartons. Das sind Materialien, die als Restmüll teuer entsorgt werden müssen und nicht weiterverarbeitet werden können. Das kostet jährlich 1,24 Millionen Euro mehr", erklärt Jürgen Wulff-Gegenbaur, Leiter des städtischen Abfallservice.

Finanzielle Anreize

Mit dem neuen Müllgebührensystem, das ab Jänner 2018 eingeführt wird, soll den Salzburger Haushalten ordentliches Mülltrennen schmackhaft gemacht werden. Und zwar in Form von finanziellen Anreizen. Ziel sei dabei, die Restmüllmenge so weit zu reduzieren, dass der Müll nur noch alle 14 Tage abgeholt werden muss. Ein Vierpersonenhaushalt etwa, der eine 120-Liter Restmülltonne mit wöchentlicher Entleerung hat, zahlt im Jahr 217 Euro. Durch bewusstes Trennen können die Familie auf eine 180-Liter-Tonne umsteigen, die nur mehr alle zwei Wochen abgeholt wird. Dadurch sinken die Kosten auf 166 Euro jährlich.

Individuelle Angebote

Welches Intervall und welche Tonnengröße für einen selbst am besten geeignet ist, lässt sich anhand des Müll-Checkers unter www.müllchecker.at ausrechnen. Das beste Angebot kann auch online bestellt werden. Ebenso im Müll-Checker zu finden sind sämtliche Sammelstellen der Stadt sowie eine automatische Terminerinnerung für die individuellen Anfuhrtage. "Um darauf aufmerksam zu machen, haben wir eine Info-Kampagne gestartet, von Plakaten bis zu Hausbesuchen, bei denen über die neuen Abfallgebühren informiert wird", führt Vizebgm. Harald Preuner (ÖVP) aus.
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