26.09.2016, 15:17 Uhr

Wie man es auch macht, ist es falsch

Redakteurin Lisa Gold

KOMMENTAR

Für minderjährige Asylwerber soll es ein verpflichtendes Bildungsprogramm geben – das machte auch Vizebgm. Anja Hagenauer (SPÖ) mit ihrer Forderung deutlich. Konkret soll die Ausbildungspflicht für junge Asylwerber bis zum 18. Lebensjahr gelten und ihnen die Möglichkeit gegeben werden, ihren Pflichtschulabschluss zu erreichen. Jetzt werden wieder so manche Stimmen laut, die befürchten, dass damit "falsche Signale" ausgesendet werden. Gemeint ist, dass eine Art "Einladung" ausgesprochen wird, die mit einer gewissen Erwartungshaltung einhergeht: Kommt nach Österreich, da bekommt ihr einen Ausbildungsplatz. Doch betrachten wir die Sache einmal aus einer anderen Perspektive: Wie sieht es aus, wenn die jungen Asylwerber kein Bildungsprogramm absolvieren? Wenn jegliche Struktur im Alltag fehlt? Und wenn sie dann als Asylwerber anerkannt werden – wird ihnen dann von denselben Leuten, die jetzt laut aufschreien, der Vorwurf gemacht, dass sie "nichts können, auf dem Arbeitsmarkt nicht vermittelbar sind und soziale Leistungen in Anspruch nehmen"? Ein Schelm, der hier Böses denkt.

Lesen Sie dazu den Bericht über die Forderung der SPÖ nach der Bildungspflicht für junge Asylwerber
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