07.10.2014, 16:28 Uhr

Erste Schule für Medizinische Assistenzberufe eröffnet

Salzburg: BFI Salzburg |

Ab sofort Ausbildung zur „Ordinations- und Laborassistent/in“ sowie zur diplomierten „medizinischen Fachassistent/in“ am BFI Salzburg möglich

Die Schule für medizinische Assistenzberufe der AK Salzburg am BFI Salzburg wird in enger Kooperation mit der Ärztekammer, dem medizinisch-chemischen Laboratorium Dr. Mustafa, Dr. Richter und dem Krankenhaus Hallein geführt. Sie verfügt über ein gut ausgebautes Netzwerk von Gesundheitsdienstleistern im gesamten Bundesland Salzburg und steht für praktische Ausbildung nah am Wohnort der Ausbildungsteilnehmer/innen.

Die Einzigartigkeit der Schule liegt in der Einbettung in die berufliche Erwachsenenbildung. Im Vordergrund steht das positive Lernklima, das gute Lernerfolge begünstigt. Der modularisierte Aufbau der Ausbildung bietet höchste Flexibilität in der zeitlichen Umsetzung, die Anleitung an den Praktikumsstellen erfolgt im Einvernehmen und unter kontinuierlicher Rückkoppelung mit der Schule zur Erreichung eines optimalen Theorie-Praxis-Transfers. Die Kombination von engagierten Referent/innen und ausgewiesener Fachexpertise rundet die Ausbildung ab.

AK-Präsident Siegfried Pichler dazu: „Als AK ist es unser Kernanliegen für gute Arbeitsplätze, eine bestmögliche Ausbildung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und für faire Einkommen zu sorgen. Die Schule für medizinische Assistenzberufe am BFI Salzburg ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg dorthin und ergänzt in zentralen Punkten das schon bisher im Gesundheits- und pflegeorientierten Bereich bestehende Engagement der Arbeiterkammer an Fachhochschule und BFI Salzburg. Durch dieses neue Angebot kommen wir einem ganzheitlichen Bildungskonzept im Gesundheitsbereich näher und verbessern so die Chancen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer!

Die Besten der Besten: Ordinations- und Laborassistent/innen erfüllen hohe Maßstäbe

Die anspruchsvolle Aufnahmeprüfung bestanden insgesamt 27 hochmotivierte Teilnehmer/innen für die Ordinations- und Laborassistenz. Mit Inkrafttreten des neuen Rahmenlehrplans, dessen Ziel es war, die Ausbildung an die aktuellen Anforderungen anzupassen, fand eine grundlegende Neukonzeption der Ausbildung statt. Die Inhalte der neuen Ausbildung sind abwechslungsreich und optimal aufeinander abgestimmt.

„Es war mir wichtig die Ausbildung einerseits theoriefundiert und andererseits praxisorientiert aufzubauen. Ich freue mich, dass auf Anhieb das Interesse hoch ist und viele engagierte Teilnehmer/innen die Ausbildung absolvieren. Ich wünsche allen Referent/innen, dass sie dieses anspruchsvolle Konzept mit viel Erfolg umsetzen“, freut sich Rosina Klausner, Direktorin der Schule für medizinische Assistenzberufe.

Die Ordinationsassistent/in ist die erste Ansprechperson für Patient/innen und ist dabei auch Ratgeber/in in Fragen, Sorgen und Nöten von Patient/innen. Neben Höflichkeit, Teamfähigkeit und gepflegtem Auftreten ist Grundwissen im medizinisch-fachlichem Bereich ebenso wichtig wie die verantwortungsvolle Praxisorganisation. Aufgrund der neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen (MABG 2012) dürfen Tätigkeiten in der Ordinationsassistenz unter sorgfältiger Anleitung und Aufsicht bereits vor Abschluss der Ausbildung ausgeübt werden.

Die Laborassistent/in verfügt über Grundkenntnisse im medizinischen Bereich und führt verantwortungsvolle Tätigkeiten im Labor wie z.B. Blutabnahmen, automatisierte Analysen nach Anordnung und Aufsicht durch. Die Arbeit im Labor – als wichtiger Baustein in der Krankheitserkennung – bedingt einen verantwortungsvollen Umgang mit Geräten, erfordert Genauigkeit und Zuverlässigkeit.

„Die Ärztekammer Salzburg setzt mit dem BFI und der neuen Schule für Medizinische Assistenzberufe eine jahrelange sehr gute Kooperation fort. Es ist uns ein Anliegen, dass die nun deutlich erweiterte Ausbildung ein noch fundierteres Wissen und dieses durch erweiterte Praktika noch praxisrelevanter vermittelt werden kann. Ein modularer Aufbau des Stoffes garantiert eine bedarfsgerechte berufsbegleitende Ausbildung“, freut sich Dr. Guido Lehner von der Ärztekammer Salzburg.

Schritt für Schritt zum Diplom

Das Diplom zur medizinischen Fachassistent/in kann mit mind. drei Assistenzberufen erlangt werden. Mit einer Ausbildung in der Pflegehilfe, Sozialfachbetreuung oder des Medizinischen Masseurs besteht die Möglichkeit, in einer verkürzten Form den Abschluss in der Medizinischen Fachassistenz zu erlangen, der über den Zugang zur Berufsreifeprüfung den Weg an die FH oder Universität eröffnet.

Monika Quintus, Teilnehmerin des Lehrgangs, hat diese Ausbildung zu einer beruflichen Neuorientierung für sich persönlich genutzt und so ihren Traumberuf gefunden: „Ich war 30 Jahre bei einer Fluglinie beschäftigt, wo mit der Zeit alles langsam den Bach runter ging. Mit dieser Ausbildung bekam ich die Möglichkeit, Menschen zu unterstützen, sie zu beraten, ihnen zu helfen und als i-Tüpfelchen für mich persönlich die Chance, in einem positiven Umfeld zu arbeiten. Diese Dankbarkeit der Patient/innen ist unbezahlbar! Darüber hinaus ist diese Ausbildung aber auch eine Lebensausbildung für mich.“
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