Unsere Erde
Nachhaltig Bauen und Wohnen

Der Gebäudesektor als Schlüsselbereich zur Erreichung der Klimaziele

Die Art und Weise, wie Gebäude errichtet bzw. saniert werden, ist aufgrund ihrer jahrzehntelangen Nutzungsdauer ein wichtiger Baustein zur Erfüllung des Klimaschutzauftrags. Generelle Ziele sind die Verringerung des Gesamtenergieverbrauchs und „Zero Emissionen“ im Gebäudebereich. Ein weiterer relevanter Schritt ist der Ersatz fossiler durch erneuerbare Energieträger. Das erfordert eine Auseinandersetzung mit nachhaltigem Bauen und den notwendigen Rahmenbedingungen dafür. Denn wie wir heutzutage bauen und sanieren, wird in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts die Treibhausgasbilanz beeinflussen.

Auf Siedlungsstrukturen nicht vergessen 

Nachhaltig zu bauen bedeutet auch, Strukturen zu schaffen, die den Gesamtenergieverbrauch niedrig halten, etwa durch optimierte Siedlungsstrukturen, die möglichst keine Abhängigkeit von Individualverkehr auf Basis von fossiler Energie erzeugen.

Zahlen, Daten und Fakten:

33 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen fallen dem Gebäudesektor zu.
10 Prozent der heimischen Emissionen* werden dem Gebäudesektor zugerechnet. (*ohne Berücksichtigung des gebäuderelevanten Anteils in der Fernwärme- und Stromerzeugung und der bei der Errichtung entstehenden Emissionen.
46 Prozent aller Wohnsitze in Österreich sind Ein- oder Zweifamilienhäuser.
27 Prozent des Endenergieverbrauchs machen in Österreich Raumwärme und Warmwasser (inkl. Klimatisierung) aus.
3 Prozent statt derzeit 1 Prozent jährlicher Sanierungsrate würden zusätzliche 30.000 Arbeitsplätze in Österreich schaffen. 
4 bis 6 Prozent bauliche Mehrkosten gegenüber dem Mindeststandard führen zu 75 Prozent weniger Primärenergiebedarf.
76 Prozent Energieeinsparung erreicht man nach umfassender Sanierung; 90 Prozent Energieeinsparung nach Sanierung auf Passivhausstandard.  
Einsparpotential des Heizwärmebedarfs – und damit Einsparpotential Energie/Energiekosten/ CO₂ – bei einer Sanierung:
Dach/Decke: 10 bis 25 Prozent
Außenwände: 20 bis 30 Prozent
Fenstertausch: 10 bis 30 Prozent
Heizung: 10 bis 25 Prozent 

Mach mit ...

Unsere Tipps für nachhaltiges Bauen und Sanieren:

  1. Tipp: Bauen Sie gleich energieeffizient. Die geringen Mehrkosten bei der Errichtung werden im Lebenszyklus durch die verringerten Energiekosten mehr als ausgeglichen. 
  2. Tipp: Führen Sie eine thermische Sanierung durch. Die Hälfte des Endenergieeinsatzes geht durch geringe Qualität der Gebäudehülle verloren. Thermische Sanierungen sind sehr effizient und erhöhen gleichzeitig Wohnkomfort und Wertigkeit Ihrer Immobilie. 
  3. Tipp: Wählen Sie eine ökologische Wärmedämmung. Es gibt eine Vielzahl an Naturdämmstoffen wie Flachs, Hanf, Zelluloseflocken, Holzfaserdämmplatten etc. 
  4. Tipp: Für einen besseren Wärmeschutz spricht wirtschaftlich auch, dass die Preise für Öl und Gas instabil und kaum prognostizierbar sind. 
  5. Tipp: Investieren Sie in eine Wohnraumlüftungsanlage. Sowohl die CO₂-Werte als auch die gemessene Konzentration an flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) sind in Wohnungen mit Wohnraumlüftungsanlagen signifikant geringer als dort, wo nur durch Öffnen der Fenster gelüftet wird.

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Quelle: Der gesamte Factsheet entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Klima- und Energiefonds; www.klimafonds.gv.at

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