Mieter & Vermieter
Streitthema – die korrekte Verrechnung von Bewirtschaftungskosten

"Die korrekte Verrechnung von Bewirtschaftungskosten ist ein ständiges Streitthema zwischen Vermieter und Mieter", sagt Wolfgang Schrofner, Obmann des Wohnungseigentümerverein Österreich (WEVÖ).
  • "Die korrekte Verrechnung von Bewirtschaftungskosten ist ein ständiges Streitthema zwischen Vermieter und Mieter", sagt Wolfgang Schrofner, Obmann des Wohnungseigentümerverein Österreich (WEVÖ).
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Ein ständiges Streitthema zwischen Mietern und Vermietern sind unrechtmäßige Bewirtschaftungskosten, die vom Vermieter verrechnet werden. Welche Optionen hat bei dieser Diskussion der Mieter, um sich vor zusätzlichen Kosten zu schützen?

SALZBURG. Ein mögliches Szenario: Der Vermieter stellt für den Mieter unvorstellbar hohe Bewirtschaftungskosten (Heizung, Warmwasser, Betriebskosten) in Höhe von 300 Euro anstatt der üblichen 100 Euro in Rechnung. Für den Mieter eine unrechtmäßig hohe Summe. Was hat er nun für Optionen, diese 200 Euro-Draufgabe vom Vermieter nicht bezahlen zu müssen oder sie sich zurückzuholen. "Die korrekte Verrechnung von Bewirtschaftungskosten ist ein ständiges Streitthema zwischen Vermieter und Mieter", sagt Wolfgang Schrofner, Obmann des Wohnungseigentümerverein Österreich (WEVÖ).

Betriebskosten im Wohnrecht

Zu unterscheiden ist bei unrechtmäßigen Bewirtschaftungskosten zwischen dem Gesetz und abgeschlossenen Verträgen. Beim Mietrechtsgesetz (MRG), welches für Mietgegenstände gilt, die sich in Gebäuden befinden, die vor dem 09.05.1945 errichtet wurden (ohne Berücksichtigung bestehender Ausnahmen) oder einen Vertrag mit einer gemeinnützigen Bauvereinigung haben, "dürfen ausschließlich die im MRG angeführten Betriebskosten in Rechnung gestellt werden", erklärt Schrofner.

Neben der Beachtung der gesetzlichen Vorschriften gibt es auch noch vertraglich verrechenbare Betriebskosten, die die Vertragsparteien wechselseitig hinsichtlich berechenbarer Kosten binden. "Bei dieser Art von Mietverträgen dürfen vom Vermieter nur jene Kosten in Rechnung gestellt werden, die im Vertrag explizit vereinbart wurden", sagt der Mietrechtsexperte.

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