Gesundheit
225 Betten weniger in den Krankenhäusern

Die Gesamtzahl der Akutbetten wird in den Salzburger Spitälern von derzeit 3.129 auf 2.904 reduziert. Gleichzeitig soll die Zahl der tagesklinischen und ambulanten Plätze von aktuell rund 100 auf über 300 ausgebaut werden.
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  • Die Gesamtzahl der Akutbetten wird in den Salzburger Spitälern von derzeit 3.129 auf 2.904 reduziert. Gleichzeitig soll die Zahl der tagesklinischen und ambulanten Plätze von aktuell rund 100 auf über 300 ausgebaut werden.
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Der Gesundheitsplan bis 2025 sieht vor, Akutbetten zu reduzieren. Denn ambulant sei immer mehr möglich.

SALZBURG. "Wenn man selber krank ist, wird einem noch bewusster, wie wertvoll unsere Gesundheit ist", sagt Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl nach seiner Genesung vom Corona-Virus. "Auf diese Erfahrung hätte ich – wie jeder Corona-Patient – gerne verzichten können. Vor allem während der ersten beiden Tage und Nächte habe ich deutliche Symptome wie starke Gelenkschmerzen und stechende Schmerzen im Herz- und Brustbereich verspürt. Zudem litt ich unter Atembeschwerden und hatte Kopfschmerzen und Fieber. Medizinisch gesehen bin ich jetzt wieder gesund, allerdings verspüre ich noch körperliche Nachwehen wie etwa Müdigkeit. Ich muss meinem Körper Zeit geben, um wieder zu Kräften zu kommen."

Noch während seiner häuslichen Quarantäne hat der Gesundheitslandesrat eine neue Gesundheitskampagne des Landes "Meine beste Medizin" sowie den Gesundheitsplan 2025 auf den Weg gebracht. 

Landeshauptmann Stellvertreter Christian Stöckl (li.) und Pfleger Michael Müller.
  • Landeshauptmann Stellvertreter Christian Stöckl (li.) und Pfleger Michael Müller.
  • Foto: Land Salzburg / Neumayr – Leopold
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Branche betrachten

Die Gesundheitskampagne holt Patienten und deren Ärzte bzw. Pfleger vor den Vorhang. Sie erzählen ihre Geschichte über Krankheit und Behandlung. "Wir wollen damit zeigen, wie das System ineinandergreift. Dazu wird das Thema aus Sicht von Patientinnen und Patienten wie auch von Ärzten und Ärztinnen und anderer Berufe der Branche betrachtet. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dadurch auch Interesse an den Gesundheitsberufen geweckt wird." Denn um alle Ziele im Gesundheitsplan 2025 umsetzen zu können, braucht es vor allem eines: Pflegekräfte und Mediziner.

Synergien nutzen

Der Gesundheitsplan betrachtet die vorhandenen Versorgungsstrukturen (zehn Spitäler, knapp 3.500 praktizierende Ärzte) erstmals standortübergreifend. So sollen regionale Unterschiede ausgeglichen und Synergien genützt werden. Ziel ist es, bis 2025 eine langfristig stabile Struktur zu gestalten und dauerhaft eine wohnortnahe und qualitätsvolle Versorgung zu bieten.

Primärversorgungszentren

Die Ziele des Gesundheitsplanes wurden für den ambulanten und stationären Bereich definiert. Im ambulanten Bereich nimmt die Entwicklung von mindestens fünf Primärversorgungseinrichtungen bis 2025 eine zentrale Rolle ein. Es soll je eine dieser Einrichtungen in den Bezirken Tennengau, Pinzgau und Pongau entstehen sowie zwei im Flachgau. "Konkret sind die Standorte St. Gilgen, Hallein/Rif und Saalfelden bereits im Gespräch", sagt Stöckl.

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Bündelung von Leistungen

Die Primärversorgungseinrichtungen sollen Akutfälle außerhalb der Notfallambulanzen versorgen können, aber auch Hausbesuche tätigen oder chronische Erkrankungen behandeln. Durch die Primärversorgungseinrichtungen sollen einerseits die Wege der Patienten durch die Bündelung von Versorgungsleistungen an einem Ort verringert werden. Andererseits sollen sie den Druck auf die ambulante Facharztversorgung reduzieren. 

Weniger Betten bis 2025

Der stationäre Gesundheitsplan sieht vor allem vor, Patienten eher ambulant als stationär zu versorgen. "Der Gesundheitsplan geht über die laut Experten überholte Konzentration auf die Anzahl der Betten hinaus. Aufgrund des raschen medizinischen Fortschrittes können heute viele Leistungen tagesklinisch oder ambulant erbracht werden", sagt Stöckl. Konkret wird die Gesamtzahl der Akutbetten in den Salzburger Spitälern von derzeit 3.129 auf 2.904 reduziert. Gleichzeitig soll die Zahl der tagesklinischen und ambulanten Plätze von aktuell rund 100 auf über 300 ausgebaut werden.

Mehr für die Senioren

Einen Ausbau der Kapazitäten und Betten sieht der Plan aufgrund des steigenden Durchschnittsalters der Bevölkerung für Akutgeriatrie und Remobilisation vor sowie eine Erweiterung der Kapazitäten für psychische Erkrankungen in den Bezirken Pongau, Lungau und Pinzgau. Außerdem müsse die Palliativmedizin in den Bezirken Hallein, Stadt Salzburg und Salzburg-Umgebung ausgeweitet werden.

>>HIER<< liest du mehr über Gesundheit in Salzburg.

Die Gesamtzahl der Akutbetten wird in den Salzburger Spitälern von derzeit 3.129 auf 2.904 reduziert. Gleichzeitig soll die Zahl der tagesklinischen und ambulanten Plätze von aktuell rund 100 auf über 300 ausgebaut werden.
Landeshauptmann Stellvertreter Christian Stöckl (li.) und Pfleger Michael Müller.

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