Gesunde Ernährung
Aktive Darmflora sorgt für starkes Immunsystem

Gesunde Ernährung fördert den Erhalt einer funktionierenden Darmflora.
  • Gesunde Ernährung fördert den Erhalt einer funktionierenden Darmflora.
  • Foto: Symbolbild: Unsplash
  • hochgeladen von Johanna Janisch

Der Darm ist ein wichtiger Teil des Verdauungstraktes von höheren, vielzelligen Lebewesen einschließlich des Menschen. Außerdem ist er ein sehr wichtiger Teil des Immunsystems. Unser Organismus wehrt sich mithilfe von Antikörpern gegen schädliche Bakterien und Viren. Nur wenn im Darm Gleichgewicht herrscht kann sich der Körper effektiv gegen Erkrankungen wehren. 

SALZBURG. Viele dieser wertvollen Zellen, die die Antikörper produzieren, befinden sich in der Darmschleimhaut. Das bedeutet, dass man mit einer intakten Darmflora meist auch ein starkes Immunsystem hat. Seit dem Jahr 2010 wird in Oberndorf bei Salzburg durch Prof. Dr. Christian Datz intensiv zum Thema Darmkrebs geforscht. In einer groß angelegten Studie, die zwischen Ende 2010 und Ende 2020 durchgeführt wurde, und die vor kurzem im „Scientific Report“ veröffentlicht wurde, zeigte sich, dass Männer viel früher an einer Vorstufe von Dickdarmkrebs erkranken. Bei Frauen lag die Häufigkeit nur bei 17 %, bei Männern hingegen bei 30 %. Besonders ein Aspekt fiel dem Studienautor auf: Das Risiko in der Altersgruppe 55 bis 60 Jahren bei Frauen war gleich hoch wie bei Männern zwischen 45 und 50 Jahren.

In Österreich wird derzeit ab dem 50. Lebensjahr die Vorsorge-Darmspiegelung von der Krankenkasse bezahlt: „Die Altersgrenze für die bezahlte Vorsorgeuntersuchung soll auf 45 Jahre sinken. Österreich würde damit auch mit den USA gleichziehen. Dort wurde die Altersgrenze schon im Jahr 2018 auf 45 Jahre gesenkt“, sagt Sebastian Huber.

Corona hat Einfluss auf Verdauungstrakt

Am Magen-Darm-Tag sollten auch die Auswirkungen einer COVID-19 Infektion auf den Magen-Darm-Trakt erwähnt werden. Obwohl die durch das Corona-Virus ausgelöste Erkrankung COVID-19 vor allem mit Beschwerden des Respirationstraktes einhergehen bestätigen aktuelle Forschungen der Med-Uni Wien einen Zusammenhang einer COVID-19 Infektion mit gastrointestinalen Beschwerden. Ungefähr 15% der COVID-Patienten leiden auch an Beschwerden wie Erbrechen, Übelkeit, Durchfall oder Appetitlosigkeit und sind anfangs teilweise frei von respiratorischen Symptomen. Dadurch kann unter Umständen auch die Diagnose einer COVID-Erkrankung verzögert werden.

„Man sollte in diesen Fällen deshalb durchaus auch an Corona denken, bevor es zu respiratorischen Symptomen kommt, vor allem bei Kindern. Da das Coronavirus an verschiedenen Organen unseres Körpers andocken kann, sind die Ursachen dafür in jenen Andockstellen, die am Gastrointestinal-Trakt am Epithel vorhanden sind, zu finden. Auch spielt die Darmbakterienzusammensetzung eine Rolle, diese scheint bei Corona-Patienten, wie beispielsweise auch bei Patienten mit Adipositas, verändert zu sein und kann zu einem schweren Verlauf führen. Bisherige Daten geben Grund zu Annahme, dass eine gesunde faserreiche Ernährung gerade in der momentanen Situation von großer Bedeutung für den Verlauf von COVID-19 ist. Eine ausreichende Vitaminzufuhr spielt zusätzlich eine wichtige Rolle, um auch die Darmbakterien zu unterstützen und gesund zu bleiben“, infomiert Huber.

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