Salk & e-Health
ELGA soll einige medizinische Vorteile bringen

Die Digitalisierung hat durch die Corona-Pandemie einen gewaltigen Schub erlebt – auch im medizinischen Bereich durch die elektronische Gesundheitsakte. Vieles geht nun schneller und einfacher – wie das kontaktlose Rezeptieren  oder kompakte Übersicht über eine komplexe Medikation zu haben.
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  • Die Digitalisierung hat durch die Corona-Pandemie einen gewaltigen Schub erlebt – auch im medizinischen Bereich durch die elektronische Gesundheitsakte. Vieles geht nun schneller und einfacher – wie das kontaktlose Rezeptieren oder kompakte Übersicht über eine komplexe Medikation zu haben.
  • Foto: Symbolbild: Pixabay
  • hochgeladen von Daniel Schrofner

2017 wurde die elektronische Gesundheitsakte (ELGA) in Salzburg durch die Salzburger Landeskliniken (Salk) ausgerollt. Seither wird um dieses Thema heiß diskutiert. Paul Sungler, Geschäftsführer der Salk, sieht durch ELGA viele medizinische Vorteile. Aber das Projekt muss sich weiter entwickeln, weitere Bereiche des Gesundheitssystems sollen eingebunden werden und es bedarf weiterer Erklärungsarbeit.

SALZBURG. Sie garantiert einen schnelleren und einfacheren Kommunikationsaustausch im Gesundheitsbereich. In der komplexen Thematik der Medikation sorgt sie für eine Übersicht und bringt auch Vorteile für Operationen mit sich, da die Ärzte auf einen Blick alles notwendige einsehen können. Von diesen und weiteren Vorteilen, die die elektronische Gesundheitsakte (ELGA) mit sich bringt, spricht Paul Sungler, Geschäftsführer der Salzburger Landeskliniken, sowie Alexander Kollmann, Leiter eHealth und Telemedizin an den SALK. Mit ELGA wurde eine standardisierte und nationale Infrastruktur errichtet, die allen Bürgern, die im österreichischen Gesundheitssystem versorgt werden, zur Verfügung steht.

Corona befeuerte die Thematik eHealth

Die Digitalisierung hat durch die Corona-Pandemie einen gewaltigen Schub erlebt. Für Sungler ein sehr guter Fortschritt war zum Beispiel das kontaktlose Rezeptieren der niedergelassenen Ärzte. Man musste dann nur mehr zur Apotheke gehen, die bereits das notwendige Rezept hatten und sein Medikament abholen. Die e-Medikation ist ein wesentliches Thema bei der ELGA:

"Wir alle wissen wie komplex Medikation sein kann. Wenn man bedenkt, dass Patienten über 65 Jahre meist fünf oder mehr Medikamente einnehmen müssen. Personen bis 85 Jahren müssen sogar bis zu acht Medikamente einnehmen. Da ist es von Vorteil, wenn der behandelte Arzt oder Apotheker eine allumfassende Einsicht über die Medikation – wie in der ELGA-Datenbank – hat und dementsprechend handeln kann",

so Sungler. Die Apotheker können in ELGA nur die jeweilige Medikation sehen und sonst nichts, betont Kollmann. Ebenfalls der Ausdruck des e-Impfpasses funktioniert über das ELGA-Portal.

Rund 1,7 Millionen e-Befunde seit Roll-Out

Circa 440 niedergelassene (Kassen)ärzte im Bundesland nehmen an der e-Medikation teil – das sind nahezu 100 Prozent, wie Kollmann betont. Bei den Salzburgen Apotheken liegt die Zahl bei rund 90 und circa 30 Krankenanstalten wie die AUVA sind bei ELGA dabei. Seit dem Roll-Out vor vier Jahren sind circa 1,7 Millionen Befunde in der Gesundheitsakte gespeichert worden –

"eine große Menge an Daten, die man nutzen kann. Wichtig dabei ist aber, dass wir den Menschen erklären, wie wir diese Daten nutzen",

betont der eHealth-Leiter. Und nahezu 100 Prozent der Vertragspartner sind mit an Bord. Wer noch fehlt ist der Pflegebereich und die Wahlärzte, da gilt es laut SALK die Hebel in Zukunft anzusetzen, damit auch sie bei ELGA teilnehmen. Österreichweit haben sich rund 3,4 Prozent wieder von ELGA abgemeldet, in der SALK sind es circa 500 pro Monat. Durch das Ausdrucken des e-Impfpasses über das Portal sind aber viele wieder zurückgekommen.

Dokumente können auch gelöscht werden

Jeder Bürger hat die Möglichkeit der Zugriffssteuerung – er kann Dokumente löschen, Ärzten den Zugriff entziehen lassen oder nachsehen, wer hat wann was in seinem ELGA-Profil angeschaut.

"Transparenz ist ganz wichtig",

betont Kollmann. Bei Fragen oder Problemen kann man sich an die ELGA-Ombudsstelle wenden, die auch in Vertretung des Bürgers auf alle Daten zugreifen kann.

Die Digitalisierung vorantreiben

2021 hat die SALK zum "Jahr der Digitalisierung" ausgerufen.

"Wir wollen die SALK e-Health-Plattform für die regionale Vernetzung weiter aufbauen. Im Bereich des Bilddatenaustausches gibt es noch Verbesserungsbedarf und wollen mit der Entwicklung von zusätzlichen, regionalen eHealth-Anwendungen auf Basis der ELGA-Infrastruktur voran kommen",

erklärt der Experte. Er sowie auch Sungler sehen drei Bereiche in der Medizin als Zukunftsmodell: einerseits den bewährten stationären, "den wird man immer brauchen", den niedergelassenen sowie den digitalen.

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Die Digitalisierung hat durch die Corona-Pandemie einen gewaltigen Schub erlebt – auch im medizinischen Bereich durch die elektronische Gesundheitsakte. Vieles geht nun schneller und einfacher – wie das kontaktlose Rezeptieren  oder kompakte Übersicht über eine komplexe Medikation zu haben.
Paul Sungler, Geschäftsführer der Salzburger Landeskliniken: "Es ist nur von Vorteil, wenn der behandelte Arzt oder Apotheker eine allumfassende Einsicht über die Medikation – wie in der ELGA-Datenbank – hat und dementsprechend handeln kann."

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