Bewegungskonzept
Humorvolle Illustrationen für ein aktiveres Leben

Konrad Höfinger und Jochem Härtel (v.li.) bei der Präsentation ihrer Illustrationen, die sich dem Thema Bewegung und Entwicklung des Körpers auf humorvolle Weise nähern.
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  • Konrad Höfinger und Jochem Härtel (v.li.) bei der Präsentation ihrer Illustrationen, die sich dem Thema Bewegung und Entwicklung des Körpers auf humorvolle Weise nähern.
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Ein Großteil der Bevölkerung bewegt die dem menschlichen Körper zur Verfügung stehenden Gelenke und Knochen höchstens noch zu 5 - 10 %. Daher nehmen Verspannungen und damit einhergehende Schmerzen immer mehr zu. Sportwissenschaftler Konrad Höfinger will dagegen angehen und hat sich mit dem deutschen Comic Illustrator Jochem Härtel zusammen getan, um die Gesellschaft mit humorvollen und detailreichen Bildillustrationen wieder zu mehr Aktivität zu bewegen.

SALZBURG. "Unser Ziel ist, auf einfache Art und Weise den Leuten verständlich machen, wie man raus aus der Komfortzone kommt und Sport betreibt", erklärt Konrad Höfinger, Sportwissenschaftler aus Linz. Gemeinsam mit Jochem Härtel, einem Comic Illustrator aus dem Erzgebirge, will er das komplexe Thema des grassierenden Bewegungsmangels einer breiten Öffentlichkeit mit humorvollen Illustrationen zugänglich machen und diese zu mehr gesundheitsorientierter sportlicher Betätigung motivieren. Ein weiterer Punkt ist die Vernachlässigung der notwendigen Gelenkswinkeln – "unsere Steifigkeit nimmt zu. Wir werden zu Robotern. Wir müssen die Gelenkschmiere auch in die letzten Winkeln bringen und dies wird am meisten vernachlässigt", sagt der Sportwissenschaftler.

Lustige Figuren zeigen auf, wie es gehen kann

Durch zu wenig Bewegung steigen Blutdruck, Cholesterin- und Triglyceride und Zuckerwerte und Herz-Kreislauferkrankungen werden zu Volkskrankheiten. Höfinger und Härtel, die sich seit 22 Jahren kennen, wollen mit ihren Illustrationen einen Weg aus dieser drohenden Misere aufzeigen. Die Bewegung soll nicht nur für das Herz-Kreislauf-System wichtig sein, sondern auch die Muskulatur und das Wirbelsystem stärken. Dabei werden modernste wissenschaftliche Erkenntnisse zur Bedeutung der Faszien (Bindegewebe) und der Myokine in das Gesamtkonzept integriert.

Auf den verschiedensten Illustrationen des deutschen Karikaturisten ist immer die Figur Oskar zu sehen, die Härtel 1997 zum ersten Mal zeichnete. Unter anderem zeigt er auf unterhaltsame und leicht zugängliche Weise, wie die körperliche Entwicklung des Menschen ohne Bewegung ist. Andere Themen der Illustrationen sind unter anderem Kräftigung, Dehnung, Koordination oder die verschiedensten Sportarten wie Walken, Joggen oder Tennis, aber auch die Faszien haben ein eigenes Bild. "Das Fasziengewebe zu trainieren ist wichtig, damit Verspannungen, Verklebungen oder Verhärtungen verhindert werden", sagt Höfinger.

Mit den Illustrationen in die Gemeinden

Der Sportwissenschaftler will mit den Illustrationen, die sich durch eine lebendige Bildsprache auszeichnen, in die Gemeinden und Schulen gehen und dabei sein Bewegungskonzept für die Zukunft vorstellen und den Leuten näher bringen. "Es ist wichtig zu zeigen, dass nicht nur mehr Bewegung das Ziel ist, sondern auch die Prävention vor Verletzungen. Bei so vielen tollen Sportarten wie Tennis, Golf oder Joggen werden die notwendigen Basisübungen (Kräftigung, Dehnung, tiefe Muskulatur) vernachlässigt", betont Höfinger. Dadurch können häufige Verletzungen von zu hoher Spontanbelastung vermieden werden.

Konrad Höfinger und Jochem Härtel (v.li.) bei der Präsentation ihrer Illustrationen, die sich dem Thema Bewegung und Entwicklung des Körpers auf humorvolle Weise nähern.
Härtel mit seiner Figur Oskar, die er 1997 gezeichnet hat und auf die alle anderen Figuren aufbauen. Höfinger zeigt die Illustration mit dem Titel "Krankmachendes Sitzen".

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