Untersuchung an der Universität Salzburg
In Online-Gruppentrainings zu besserem seelischem Wohlbefinden

Das Team hinter dem Projekt: Raphael Schuster, Nathalie Napravnik, Chiara Jansen, Susanne Rockinger und Projektleiter Anton-Rupert Laireiter (v.li.). Das sechste Teammitglied, Nadine Steger, fehlt auf dem Bild krankheitsbedingt.
  • Das Team hinter dem Projekt: Raphael Schuster, Nathalie Napravnik, Chiara Jansen, Susanne Rockinger und Projektleiter Anton-Rupert Laireiter (v.li.). Das sechste Teammitglied, Nadine Steger, fehlt auf dem Bild krankheitsbedingt.
  • Foto: Privat/Universität Salzburg
  • hochgeladen von Daniel Schrofner

Aufklärung über depressive Symptome, Veränderung von ungünstigen Denkmuster und der Aufbau wertvoller Aktivitäten – das sind die Ziele, die das iFight-Depression Tele-Training verwirklichen soll. Ein Team von Forschern des Fachbereichs Psychologie und der Beratungsstelle der Universität Salzburg untersucht die Wirkung des Tele-Trainings in Gruppen. Für die Untersuchung werden noch Teilnehmer gesucht.

SALZBURG. Depression ist "ganz alltäglich. Es sind mehr Personen depressiv, als man denkt", erklärt Susanne Rockinger, die der Forschergruppe des Fachbereichs Psychologie und der Beratungsstelle der Universität Salzburg angehört. Geleitet wird das Projekt – das herausfinden möchte, ob ein Online-Gruppentraining genauso effektiv Menschen mit leichten depressiven Symptomen helfen kann wie eine normale Therapie mit dem Psychotherapeuten – von Verhaltenstherapeut Anton-Rupert Laireiter.

Die Depression ist eine psychische Störung, die unter anderem durch Traurigkeit, Interesselosigkeit, geringes Selbstwertgefühl, Schlafstörungen und Konzentrationsschwäche gekennzeichnet sein kann.

Erstes Online-Gruppentraining in Salzburg

In den Niederlanden zeigen Studien, dass die Online-Therapie von den Patienten gut angenommen wurde. Die Wirksamkeit von Online-Therapien soll laut weiteren Untersuchungen ähnlich hoch sein wie eine herkömmliche Psychotherapie. In den USA ist "e-therapy" seit längerem bereits etabliert und auch immer mehr europäische Psychologen nützen das neue Medium. Vor allem für Betroffene, die beispielsweise nicht mobil sind, nicht den Weg zu einem Therapeuten suchen möchten oder keinen Therapieplatz bekommen ist die Online-Therapie eine gute Alternative.

Das Forscherteam der Universität Salzburg geht noch einen Schritt weiter und erweitert das Online-Konzept hin zu einem Gruppen-Training. "Wir betreten damit Neuland, denn in Salzburg sind wir die Ersten", sagt Rockinger. Das Tele-Training läuft über die Plattform "iFight Depression" ab, die auf Initiative der Europäischen Allianz gegen Depression entstanden ist. Ziel ist Menschen beim Umgang mit Symptomen der Depression und bei der Genesung, mit Unterstützung von Psychotherapeuten, zu helfen.

Tele-Training ist kostenlos für die Betroffenen

Sechs bis sieben Teilnehmer bilden eine Gruppe, die sich wöchentlich mit zwei Gruppenleitern zu einem Tele-Training über den Bildschirm zusammen findet. Das Programm ist absolut einfach konzipiert, bei Schwierigkeiten steht aber das Forscherteam für Hilfe zur Verfügung. Das Ganze läuft über einen Zeitraum von sieben Wochen ab. Es wird immer ein "Thema der Woche" geben, zu dem es auch Online-Module für die Teilnehmer selbstständig zu bearbeiten gibt, die auf den Prinzipien der kognitiven Verhaltenstherapie basieren.

"Wir hoffen, dass sich die Teilnehmer durch die Gruppendynamik gegenseitig inspirieren und jeder für sich etwas mit nimmt. Das Programm zielt darauf ab, dass die Betroffenen ihre eigenen Potentiale wieder aktivieren und die depressiven Symptome abnehmen", erklärt Susanne Rockinger. Ebenfalls dem Forscherteam angehören Nathalie Napravnik, Chiara Jansen und Nadine Steger. Raphael Schuster ist der wissenschaftliche Leiter. Da das Tele-Training von der Universität Salzburg angeboten wird, ist es für die Teilnehmer gratis.

Teilnehmer werden noch gesucht

Es werden gezielt Menschen mit erhöhter psychischer Belastung (Zum Beispiel Mutlosigkeit, Angst oder innerer Leere). Notwendig ist auch eine ausreichend starke Internetverbindung, da die Trainings online stattfinden. Außerdem sollen die Teilnehmer aus dem Raum Salzburg und zwischen 20 und 65 Jahren sein.

Meldungen sind noch bis Ende März möglich, auf der Homepage www.ifd-salzburg.at oder sich per Mail an das Forscherteam für Fragen wenden: ifdsalzburg@eclipso.at.

Autor:

Daniel Schrofner aus Salzburg-Stadt

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