Coronavirus in Salzburg
Innerhalb weniger Tage wieder im Krisenmodus

Schwester Katharina Laner, Geschäftsführerin des Kardinal Schwarzenberg Klinikums: „Ein Haus, das offen für alle ist, ist plötzlich abgeriegelt – das war für uns eine herausfordernde Situation.“
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  • Schwester Katharina Laner, Geschäftsführerin des Kardinal Schwarzenberg Klinikums: „Ein Haus, das offen für alle ist, ist plötzlich abgeriegelt – das war für uns eine herausfordernde Situation.“
  • Foto: Kardinal Schwarzenberg Klinikum/Schiel
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Den Ordenskrankenhäusern Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach und Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Salzburg kamen in der Corona-Situation besondere Ausgabe zu.  

SALZBURG. Österreichweit steht jedes fünfte Spitalsbett in einem der 23 Ordenskrankenhäusern. Ordensspitäler sind nicht profitorientiert. Sie haben private Träger, sind aber in den öffentlichen Versorgungsauftrag eingebunden. Im Unterschied zu anderen privaten Spitälern stehen sie auch Patienten ohne Zusatzversicherung zur Verfügung. Im Vorjahr wurden 542.357 Patienten stationär und tagesklinisch in Ordensspitälern betreut. 

Besondere Aufgaben in der Corona-Situation 

In Salzburg gehören das Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach sowie das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in der Stadt Salzburg zu den Ordensspitälern. In der Corona-Situation kamen beiden besondere Ausgabe zu. 

Speisesaal umgebaut

Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Salzburg wurde von Seiten der Landesregierung als „Non-Covid Haus“ ausgewiesen. Der Auftrag an da Haus war es, die akute chirurgische Versorgung aufrecht zu erhalten. Im Kardinal Schwarzenberg Klinikum wurden 100 Betten für Covid-Patienten bereitgestellt, damit das Land Salzburg für den Worst Case gerüstet ist. Diese stehen noch immer leer. Der gesamte Speisesaal wurde dafür umgebaut. Schwester Katharina Laner, Geschäftsführerin des Kardinal Schwarzenberg Klinikums: „Ein Haus, das offen für alle ist, ist plötzlich abgeriegelt – das war für uns eine herausfordernde Situation.“  

Im Kardinal Schwarzenberg Klinikum wurden 100 Betten für Covid-Patienten bereitgestellt, um das Land für den Worst Case zu rüsten.
  • Im Kardinal Schwarzenberg Klinikum wurden 100 Betten für Covid-Patienten bereitgestellt, um das Land für den Worst Case zu rüsten.
  • Foto: Kardinal Schwarzenberg Klinikum
  • hochgeladen von Julia Hettegger

Gynäkologie und Onkologie ohne Einschränkung

Eingriffe im Rahmen der Geburtshilfe und Onkologie wurden im Klinikum Schwarzach auch währenddes Corona-Shutdowns durchgeführt. Das heißt, die Abteilung der Gynäkologie und Geburtshilfe hat neben dem Akutgeschehen auch vermehrt geplante Operationen bewältigt.
Seit Mai nähert sich die Anzahl der Eingriffe wieder dem Niveau vom Vorjahr an (ca. 80 Prozent der
Eingriffe). 

Patientenzahl in Notaufnahme um 50 Prozent gesunken

Die Anzahl der Aufnahmen in der Zentralen Notaufnahme in Schwarzach sind während des Shutdowns im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent gesunken. Im Klinikum vermutet man, dass die geltenden Corona-Maßnahmen einen Einfluss auf die Bereitschaft hatte, bei Beschwerden einen Arzt bzw. die Klinik aufzusuchen. Seit Mai verzeichnet man wieder einen deutlichen Anstieg (ca. 80 Prozent des Vorjahresniveaus erreicht).

Unfälle auf zwei Drittel-Niveau des Vorjahres

Auch die Frequenzen auf der Unfallambulanz sind während des Shutdowns deutlich zurückgegangen (ca. 30 Prozent der Frequenzen des Vorjahrs). Insbesondere Sportunfälle seien fast völlig ausgeblieben. "Ebenfalls einen deutlichen Rückgang sehen wir bei Verkehrsunfällen und Arbeitsunfällen", heißt es vom Klinikum. Seit Mai werden wieder etwa zwei Drittel des Volumens vom Vorjahr in der Unfallambulanz versorgt. 

24 Stunden-Telefonseelsorge 

Um das seelische Wohl der Menschen in der Region in der Krisenzeit zu wahren. Hat das Kardinal Schwarzenberg Klinikum eine 24 Stunden Seelsorge-Rufbereitschaft für Patienten und Mitarbeiter eingerichtet. Außerdem gab es Ausnahmeregelungen für Besuche bei Palliativ-Patienten sowie telefonische Betreuung von Mitarbeitern in Quarantäne.

Österreichweite Mitarbeiter-App

Auch das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Salzburg hatte für seine Mitarbeiter eine eigene Hotline eingerichtet. Patienten und Mitarbeiter hatten auch die Möglichkeit eine eigens eingerichtete Telefonseelsorge zu kontaktieren. Die Arge Ordensspitäler hat außerdem eine Mitarbeiter-App online geschalten. Ausgehend von Wien wurde diese App in den anderen Bundesländern innerhalb einer Woche ausgerollt. 

Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Salzburg hatte für seine Mitarbeiter eine eigene Hotline eingerichtet.
  • Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Salzburg hatte für seine Mitarbeiter eine eigene Hotline eingerichtet.
  • Foto: VOGL-PERSPEKTIVE.AT – Mike Vogl
  • hochgeladen von Julia Hettegger

Innerhalb weniger Tage in Krisenmodus schalten

Adolf Inzinger, Sprecher der Arge Ordensspitäler: „Unser Ziel war es, zwei Schritte voraus zu sein. Rückblickend waren wir vier Schritte voraus und im Falle einer weiteren Ausbreitung der Corona-Virus-Pandemie können wir innerhalb weniger Tage in den Krisenmodus zurückkehren. Die bereits seit Jahren umgesetzte Digitalisierung in der Prozessbeschleunigung und -optimierung hat sich vor allem in der Krisenzeit bewährt.“ 
Derzeit werden im Austausch mit der Politik die Folgekosten der Corona-Pandemie eingeschätzt.

>>HIER<< lesen Sie mehr über das Klinikum Schwarzach.

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