Restless-legs Syndrom
Wenn die Beine nicht zur Ruhe kommen wollen

Das Restless-legs Syndrom wird heutzutage noch oft verkannt und nicht ernst genommen. Dabei leiden die Betroffenen unter äußerst unangenehmen Missempfindungen, besonders in den Beinen.
  • Das Restless-legs Syndrom wird heutzutage noch oft verkannt und nicht ernst genommen. Dabei leiden die Betroffenen unter äußerst unangenehmen Missempfindungen, besonders in den Beinen.
  • Foto: Symbolbild: Pixabay
  • hochgeladen von Daniel Schrofner

Beim Restless-legs Syndrom leiden die Betroffenen unter äußerst unangenehmen Missempfindungen, besonders in den Beinen. Diese Beschwerden treten nur in Ruhe auf und klingen unter Bewegung sehr schnell ab. Zu diesem Thema sind zwei Vorträge Mitte und Ende November in den Landeskrankenhäusern Bad Ischl und Ried geplant.

SALZBURG/RIED/BAD ISCHL. Das Restless-legs Syndrom (RLS) wird heutzutage noch oft verkannt und nicht ernst genommen. Das extrem unangenehme Gefühl wie Reißen, Ziehen, Kribbeln, Jucken oder heiße Beine lässt die Betroffenen nicht schlafen, sie sind tagsüber todmüde, erschöpft, antriebslos und gereizt. Leistungsabfall, mangelnde Belastbarkeit und Konzentrationsschwierigkeiten, aber auch depressive Verstimmungen sind die Folge, so Johann Langthallner, Obmann der Selbsthilfegruppe Restless-Legs-Syndrom in Oberösterreich. Immer mehr Menschen leiden unter dem Restless-legs Syndrom, sie können sich nicht mehr entspannen, nicht schlafen.

Eisenmangel ist eine häufige Ursache

Es gibt heute eine ganze Reihe von Behandlungsmöglichkeiten beim RLS. "Eine Therapie sollte immer individuell abgestimmt werden. Daher erfordert es oft Zeit und Geduld, bis das optimale Medikament für den einzelnen Patienten gefunden ist", sagt Langthallner. Eine häufige Ursache von der Krankheit ist ein Eisen-oder Magnesiummangel. In solchen Fällen können entsprechende Präparate helfen. Nierenerkrankungen können ebenfalls das Syndrom auslösen. Bei Patienten, die an Nierenversagen leiden, führt die Transplantation einer Spenderniere häufig zum völligen Verschwinden der RLS-Beschwerden, so der Obmann.

Liegt keine solche Ursache vor, die behandelt werden kann, so ist in vielen Fällen eine medikamentöse Behandlung unumgänglich. Sie kann das RLS nicht heilen, aber die Beschwerden beseitigen oder zumindest lindern. "Es gibt inzwischen sehr gute Medikamente, durch die die Betroffenen wieder genügend Schlaf, Leistungsfähigkeit und dadurch Lebensfreude erlangen", erklärt Langthallner.

Erfolgsversprechende alternative Behandlung

Seit drei Jahren sind sehr gute Erfolge durch eine alternative Anwendung bekannt. Diese Behandlung basiert auf den Meridianen – wie Akupunktur, jedoch ohne Nadeln, und nur in bestimmten Bereichen.

Vorträge:
Zu all diesen Themen sind zwei Vorträge in den Landeskrankenhäusern Bad Ischl und Ried geplant. 
Der Eintritt ist frei.
Termine:
Fr., 15.11.2019 um 18:30 im Krankenhaus Bad Ischl
Fr., 29.11.2019 um 16:00 im Krankenhaus Ried

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