stadtNAH Salzburg
Die Nachfolger - Julia Gehmacher

Der Name Gehmacher ist in Salzburg nicht unbekannt. Der Name steht für gehobenes Design, qualitätsvolle Mode mit fachkundiger Beratung.
7Bilder

Der Name Gehmacher ist in Salzburg nicht unbekannt. Der Name steht für gehobenes Design, qualitätsvolle Mode mit fachkundiger Beratung.

SALZBURG. Das junge Gesicht dieser Salzburger Kaufmannsfamilie heißt Julia Gehmacher, ist seit kurzem 23 Jahre alt und prägt bereits jetzt das Bild einer jungen Generation, die nachrückt. Eines verbindet sie und ihre Eltern im Berufsleben besonders stark: die Liebe und das Bekenntnis zur Salzburger Altstadt. Man erkennt Julia Gehmacher – selbst wenn sie derzeit eine Maske tragen muss – sofort. Die junge Frau strahlt eine Selbstverständlichkeit und Gelassenheit aus, über die nicht jede Führungskraft verfügt.

Sie ist das junge Gesicht der Kaufmannsfamilie: Julia Gehmacher

„Mir ist schon bewusst, dass auf mir eine Verantwortung liegt. Es ist mir wichtig, unser Familienerbe weiterzutragen. Ich kann nur das machen, was ich kann, ich selber sein und einfach versuchen, das Beste aus den kommenden Herausforderungen zu machen“, meint Julia Gehmacher bescheiden.

Bei dieser Gelegenheit klären wir gleich eine Geschichte aus der Vergangenheit: Über dem Ein- gang steht seit Jahrzehnten die Aufschrift „M. Gehmacher“. 

„Wir werden oft gefragt, wer denn dieser M. Gehmacher sei“, erzählt sie lächelnd: „Das ist mein Ururgroßvater, der unser Unternehmen hier am Standort in der Judengasse hin zum Alten Markt gegründet hat.“

„Mir ist schon bewusst, dass auf mir eine Verantwortung liegt. Es ist mir wichtig, unser Familienerbe weiterzutragen. Ich kann nur das machen, was ich kann, ich selber sein und einfach versuchen, das Beste aus den kommenden Herausforderungen zu machen“, meint Julia Gehmacher bescheiden.
  • „Mir ist schon bewusst, dass auf mir eine Verantwortung liegt. Es ist mir wichtig, unser Familienerbe weiterzutragen. Ich kann nur das machen, was ich kann, ich selber sein und einfach versuchen, das Beste aus den kommenden Herausforderungen zu machen“, meint Julia Gehmacher bescheiden.
  • Foto: wildbild/Doris Wild
  • hochgeladen von Martin Schöndorfer STADTNAH, Geschäftsstelle Tennengau

Auf die Frage, ob schon einmal an eine Ahnengalerie gedacht worden sei, muss Julia lachen.

„Nein, wirklich nicht. Meine Oma hat ein Buch über die ganze Firmengeschichte zusammengestellt. Es ist schon sehr spannend sich immer wieder einmal vor Augen zu führen, was da an Geschichte und kleinen Geschichten geschehen ist.“

Unabhängig von dieser Familiengeschichte war es nicht immer Julias erklärter Wunsch, in das „Familienbusiness“ einzusteigen.

„Wir werden oft gefragt, wer denn dieser M. Gehmacher sei“, erzählt Julia Gehmacher lächelnd: „Das ist mein Ururgroßvater, der unser Unternehmen hier am Standort in der Judengasse hin zum Alten Markt gegründet hat.“
  • „Wir werden oft gefragt, wer denn dieser M. Gehmacher sei“, erzählt Julia Gehmacher lächelnd: „Das ist mein Ururgroßvater, der unser Unternehmen hier am Standort in der Judengasse hin zum Alten Markt gegründet hat.“
  • Foto: wildbild/Doris Wild
  • hochgeladen von Martin Schöndorfer STADTNAH, Geschäftsstelle Tennengau

„Eigentlich wollte ich Theologie studieren”

Vor dem Eintritt in das Familienunternehmen wollte die 1998 in Salzburg Geborene einmal „heraus“ aus Salzburg. Nach der Schule war ein Aufenthalt in den Vereinigten Staaten sowie ein Psychologie- oder Theologiestudium geplant.

„Eigentlich wollte ich in eine ganz andere Richtung. Aber bereits während meiner Matura habe ich viel nachgedacht und bin in mich gegangen. Ich bin ein sehr gläubiger Mensch. Wenn ich auf meine innere Stimme höre und reflektiere, dann kommen die richtigen Impulse dabei heraus. Es wurde mir bewusst, dass ich hier im Haus große Chancen und Möglichkeiten habe“, schildert sie den Einstieg ins Familienunternehmen 2018.

Die Aufgabengebiete der Familienmitglieder in der Firma Gehmacher sind klar verteilt. Während sich ihr Vater Helmut um die Finanzen kümmert, legt ihre Mutter Heidi den Fokus auf die Modegeschäfte. Das Aufgabengebiet von Julia umfasst die Geschäftsführung, das Marketing und die Rekrutierung von Mitarbeitern.
  • Die Aufgabengebiete der Familienmitglieder in der Firma Gehmacher sind klar verteilt. Während sich ihr Vater Helmut um die Finanzen kümmert, legt ihre Mutter Heidi den Fokus auf die Modegeschäfte. Das Aufgabengebiet von Julia umfasst die Geschäftsführung, das Marketing und die Rekrutierung von Mitarbeitern.
  • Foto: wildbild/Doris Wild
  • hochgeladen von Martin Schöndorfer STADTNAH, Geschäftsstelle Tennengau

Gleichzeitig begann sie ein berufsbegleitendes Betriebswirtschaftsstudium (BWL). Demnächst hat sie vor, noch eine Trainerausbildung und eventuell das BWL-Masterstudium zu absolvieren. Die Aufgabengebiete der Familienmitglieder in der Firma Gehmacher sind klar verteilt. Während sich ihr Vater Helmut um die Finanzen kümmert, legt ihre Mutter Heidi den Fokus auf die Modegeschäfte. Das Aufgabengebiet von Julia umfasst die Geschäftsführung, das Marketing und die Rekrutierung von Mitarbeitern. Manche Firmennachfolger klagen über mangelnde Kommunikation im Familienunternehmen. Und bei den Gehmachers?

„Es kommt schon manchmal vor, dass der eine oder die andere sagt, ’Das hast du aber nicht erzählt’, weil sich unser Tagesgeschäft nicht wirklich über- schneidet. Aber wir ergänzen uns und reden uns schließlich zusammen. Als vorteilhaft hat sich erwiesen, manche Themen bewusst an einem anderen Ort und nicht zu Hause zu besprechen“, verrät Julia Gehmacher ihre Strategie.

Mittlerweile umfasst das Familienunternehmen Gehmacher in Salzburg vier Geschäfte und seit Neuestem ein Café. 40 Mitarbeiter kümmern sich um Mode, Souvenirs und exklusive Möbel.

„Unser Herz gehört der Altstadt”

Mittlerweile umfasst das Familienunternehmen Gehmacher in Salzburg vier Geschäfte und seit Neuestem ein Café. 40 Mitarbeiter kümmern sich um Mode, Souvenirs und exklusive Möbel. Während im letzten Jahr einige Geschäfte im Zentrum der Stadt schlossen, geht die Familie Gehmacher einen anderen Weg.

„Unser Beweggrund für die Erweiterung ist wirklich unsere Verbundenheit und unser Herz für die Alt- stadt. Wir wollten immer schon größer werden als Firma. Es gab da die Idee eines Kaufhauses mit verschiedenen Abteilungen unter einem Dach“, erläutert die Geschäftsführerin die Expansionsschritte: „Aber da gab es während des Lockdowns die Situation: Wir spazierten durch die Altstadt und sahen, dass ein Geschäft nach dem anderen leer wird. Das wollten wir nicht. Es soll die ganze Stadt belebt sein, die Leute sollen gerne kommen. Da braucht es eben schöne Sachen und eine Vielfalt. Als sich dann die einzelnen Geschäfte in der Judengasse ergaben, haben wir schnell gemerkt, dass dieses ’Outdoor-Kaufhaus’ einen eigenen Charme besitzt. Wir haben jetzt ein Kaufhaus mit mehreren Geschäften. Dadurch gehen wir auch in Bereiche, an die wir vorher nicht gedacht haben – wie zum Beispiel unser Café im ehemaligen Maredo-Geschäftslokal mit seiner Gastronomiewidmung."

Mit dieser Einstellung des ständigen Wandels und der Marktanpassung liegt Julia Gehmacher ganz im Einklang mit der über 125 Jahre alten Firmengeschichte.

M. Gehmacher, Judengasse 7, 5020 Salzburg
stadtNAH, 3. Jhg., Nr. 1 2021 

Im Gespräch mit dem Redaktionsleiter vom Magazin stadtNAH, Martin Schöndorfer, verrät die junge Salzburgerin, daß sie eigentlich Theologie studieren wollte.

Weitere Beiträge vom Magazin stadtNAH Salzburg

Zum Beitrag "Die Nachfolger" HIER
Zum aktuellen Magazin stadtNAH, 3. Jhg, Nr. 1 2021 HIER
Zu stadtNAH-Beiträgen geht es HIER
Zu den stadtNAH - ePaper Ausgaben geht es HIER

Zum Beitrag "Vollmondspektakel: Wenn der Mond Pink trägt" HIER

Zu weiteren Beiträgen von Martin Schöndorfer HIER

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?

Werde Regionaut!

Jetzt registrieren

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?

Werde Regionaut!

Jetzt registrieren

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.