Marktforschung
Salzburg ist "Wohlfühl-Bundesland" Nummer eins

Für das Jahr 2022 würden knapp fünf von zehn (46 %) der befragten Salzburger davon ausgehen, dass sich ihr persönliches Wohlbefinden positiv entwickeln wird.
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  • Für das Jahr 2022 würden knapp fünf von zehn (46 %) der befragten Salzburger davon ausgehen, dass sich ihr persönliches Wohlbefinden positiv entwickeln wird.
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Eine österreichweite Studie zum Wohlbefinden der Österreicher, der Billa Österreich Report, zeigt, dass die Salzburger überdurchschnittlich zufrieden sind. Genuss von selbst gekochtem Essen soll für drei Viertel der Salzburger einen starken Einfluss auf das Wohlbefinden haben. 

SALZBURG. Billa Österreich hat zum dritten Mal in Folge im November 2021 ein Umfrage in Österreich gestartet. 3.013 Frauen und Männer haben daran teilgenommen. Rund 190 davon aus Salzburg. Die Ergebnisse daraus wurden als "Billa Österreich Report 2022" veröffentlicht.

Laut Presseinformation ergeben sich daraus 2022 für Salzburg folgende Ergebnisse:

  • Das Wohlbefinden liegt 2021 etwa auf dem Niveau des Vorjahres – 62,9 von 100 Punkten auf der Wohlfühl-Skala (2020: 62,3; 2019: 65,8)
  • Salzburg ist neues "Wohlfühl-Bundesland" Nummer 1 (2020: Platz 3)
  • Salzburg-Stadt führt erstmals Landeshauptstadt-Ranking an
  • Salzburg-Umgebung steht 2021 im österreichweiten Bezirks-Ranking an erster Stelle, Hallein und Tamsweg belegen den vierten Platz
  • Freude an Hobbys steigt, im Freundeskreis, in der Familie und in der Partnerschaft fühlt man sich am wohlsten
  • Salzburger:innen sorgen sich am meisten um Konflikte in der Welt sowie um die politische Lage in Österreich, individuelle Situation belastet weniger
  • Zukunftswünsche: Fokus auf Fitness, das Leben bewusster genießen und gesund sein
  • Kochen und bewusster Genuss wirken positiv auf das Wohlbefinden

36 Prozent melden persönliche wirtschaftlichen Folgen

In der Presseinformation "Billa Österreich Report 2022" ist zu lesen, dass laut Umfrageergebnis rund 15 Prozent der Salzburger:innen selbst und 65 Prozent im engeren Umfeld von einer Corona-Erkrankung betroffen sind . 24 Prozent der Befragten Salzburger waren in Kurzarbeit und 8 Prozent haben ihren Arbeitsplatz verloren. Ganze 36 Prozent würden die wirtschaftlichen Folgen spüren.

Elke Wilgmann, Vorständin BILLA, Stefan Schiel, Director marketmind.
  • Elke Wilgmann, Vorständin BILLA, Stefan Schiel, Director marketmind.
  • Foto: BILLA/HARSON
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52 Prozent melden psychische Belastung

Psychisch hat das Virus bei 52 Prozent Spuren hinterlassen. Im Großen und Ganzen haben die Salzburger:innen aber gelernt, mit der Situation umzugehen. Laut Umfrage gehe es den Menschen im Bundesland trotz dieser Umstände gut. Das Wohlbefinden habe sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres gehalten. Wiederaufgenommene Hobbys und Freizeitaktivitäten hätten positiver auf die Stimmung gewirkt.

Unternehmen will Kunden besser kennenlernen

Hannes Gruber, Vertriebsdirektor Salzburg bei Billa: "Mit dem Billa Österreich Report haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die Menschen im Bundesland besser kennenzulernen und zu verstehen. Durch die vorliegenden Studienergebnisse wollen wir in Zukunft noch individueller auf ihre Bedürfnisse eingehen und damit auch einen Beitrag zu ihrem persönlichen Wohlbefinden leisten.“

"Salzburger fühlen sich wohler"

Der aktuelle "Wohlfühl-Index" (vom Studien-Auftraggeber so bezeichnet) der Salzburger liegt bei 62,9 von 100 Punkten im Vergleich zu 62,3 Punkten in 2020 sowie 65,8 Punkten in 2019 und befindet sich damit etwas über dem Österreich-Schnitt (2021: 61; 2020: 60,7; 2019: 64,4). Insgesamt würden sich die Salzburger:innen in vielen Bereichen ihres Lebens wieder wohler fühlen als zuletzt, heißt es in der Presseinformation zur Studie. Der Freundeskreis, die Familie und  Partnerschaft sind jene Lebensbereiche, in denen sich die Salzburger:innen am wohlsten fühlen. 

Für das Jahr 2022 würden knapp fünf von zehn (46 %) der befragten Salzburger davon ausgehen, dass sich ihr persönliches Wohlbefinden positiv entwickeln wird. Damit sind sie österreichweit am optimistischsten (Österreich: 40 %). 

"Salzburger haben sich arrangiert"

Stefan Schiel, Managing Director bei marktmind, dem durchführenden Marktforschungsinstitut, sagt: „Im Dreijahresvergleich sieht man zwar einen Rückgang des Wohlbefindens der Salzburger:innen aber 2021 hat sich die Gefühlslage stabilisiert. Die Menschen haben sich bis zu einem gewissen Grad mit der Situation arrangiert. Auch zeigen die Ergebnisse, dass wir uns zurückholen, was wir verloren haben: Hobbys auszuüben, Freund:innen zu treffen, Kaffee zu trinken oder ein Kinobesuch – all diese Aktivitäten waren in einem gefühlt normalen Sommer und Frühherbst möglich und das daraus gewonnene Wohlbefinden zeigt offenbar auch im Winter noch Wirkung.“

Wir sind "Wohlfühl-Bundesland" 

Salzburg klettert von Platz 3 auf Platz 1 und ist Österreichs neue Nummer eins. Dass sich die Salzburger:innen laut Studie in vielen Bereichen ihres Lebens wieder etwas wohler fühlen, mache sich laut Schiel auch im Bundesländer-Ranking bemerkbar: So konnte Salzburg zwei Ränge dazugewinnen und holt sich 2021 die Goldmedaille (2020: Platz 3). Vorjahressieger Vorarlberg rutscht auf Rang 7 ab und bildet gemeinsam mit dem Burgenland (2020: Platz 9) und Wien (2020: Platz 8) das Schlusslicht.

Wir sind auch "Wohlfühl-Landeshauptstadt"

Auch das Landeshauptstädte-Ranking habe Salzburg für sich entscheiden können, heißt es in der Presseaussendung: Mit einem Plus von 0,7 Indexpunkten verzeichne die Stadt Salzburg  einen kleinen Zugewinn und lande auf dem ersten Platz (2020: Platz 4). Auf dem zweiten Platz folgt unmittelbar dahinter Klagenfurt (2020: Platz 3). Bronze geht an Vorjahressieger Bregenz.

"Im Flachgau fühlt man sich österreichweit am wohlsten" 

Insgesamt habe sich das Wohlbefinden in fast allen Bezirken in Salzburg im Vergleich zum Vorjahr verbessert – am meisten in Salzburg-Umgebung (+0,9 Punkte). Der Flachgau habe im österreichweiten Bezirks-Ranking die meisten Plätze – nämlich 15 – aufholen können und sei damit Österreichs Wohlfühl-Bezirk Nummer eins. Auch Hallein und Tamsweg hätten im Österreich-Vergleich sehr gut abgeschnitten und teilen sich den vierten Platz – so die Studienautoren. 

Das bereitet Sorgen

Darüber sorgen sich die Salzburger am meisten:

  • Mehr als jeder zweite Salzburger Befragte (52 %; Österreich: 48 %) sorgt sich laut Studie am meisten um Konflikte in der Welt.
  • 50 Prozent sind beunruhigt um die politische Lage im Land (Österreich: 53 %), was einem Zuwachs von zehn Prozentpunkten im Vergleich zu 2020 entspricht. 
  • Die Lage von Klima und Umwelt bereitet in Salzburg tendenziell mehr Personen Sorgen als im restlichen Land (50 %; Österreich: 40 %). 
  • Während die heimische Wirtschaft 2020 noch das größte Sorgenkind war, liegt diese nach einem Rückgang von 16 Prozentpunkten nun auf Platz 4 mit 46 Prozent. 
  • Hatten die Salzburger:innen 2021 noch mehr Bedenken um die Gesundheit ihrer Mitmenschen (40 %) so sind diese ein Jahr später etwas weniger präsent (32 %). Dafür steigt die Sorge um die eigene Gesundheit im Jahresvergleich um vier Prozentpunkte an (31 %; 2020: 27 %). 
  • Familie (16 %) und Freundschaften (9 %), die eigene Mobilität (9 %) sowie Ausbildung (7 %) und mögliche Unfälle (7 %) besorgen die Befragten vergleichsweise weniger. 

Partnerschaft in den Salzburgern wichtig

Am wenigsten zufrieden sind die Salzburger:innen laut Umfrage mit ihrer körperlichen Fitness und Gesundheit (57 Punkte). Mehr als sechs von zehn (67 %) möchten daran in Zukunft etwas ändern und diesem Lebensbereich mehr Zeit widmen. Auch ihre Freizeit (64 %) planen sie künftig noch stärker auszukosten, um Hobbys und Unternehmungen nachzugehen. 63 Prozent möchten mehr Zeit in ihre Partnerschaft investieren. Die Salzburger sollen damit am weitesten über dem Österreich-Schnitt von 57 Prozent liegen.

Das will Salzburg für die Zukunft: 

Kaum verändert hätten sich laut Pressemeldung die Lebensträume und -ziele der Salzburger:innen:

  1. Das Leben bewusster zu genießen, steht bei mehr als der Hälfte (57 %) nach wie vor an erster Stelle (2020: 59 %; 2019: 56 %). 
  2. Sich öfter zwischendurch eine Auszeit zu nehmen, davon träumen 49 Prozent der Salzburger:innen (2020: 39 %; 2019: 41 %) und liegen damit deutlich über dem Österreich-Schnitt von 38 Prozent. 
  3. Dahinter folgt mit 48 Prozent der Wunsch Gewicht zu verlieren (2020: 46 %; 2019: 40 %).
  4. Im bundesweiten Vergleich legt man in Salzburg weniger Wert auf das Sparen von Geld (19 %; Österreich: 31 %) dafür mehr auf die Work-Life-Balance (35 %; Österreich: 27 %).

Mehr als die Hälfte der Befragten habe angegeben, dass auch der Kauf von regionalen (62 %) sowie Tierwohl-Produkten (64 %) auf das Wohlbefinden wirke.
  • Mehr als die Hälfte der Befragten habe angegeben, dass auch der Kauf von regionalen (62 %) sowie Tierwohl-Produkten (64 %) auf das Wohlbefinden wirke.
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Das wirkt positiv auf das Wohlbefinden:

Genuss von selbst gekochtem Essen habe für drei Viertel (74 %) der Salzburger:innen einen starken Einfluss auf das Wohlbefinden, so die Studie. Mehr als die Hälfte der Befragten habe angegeben, dass auch der Kauf von regionalen (62 %) sowie Tierwohl-Produkten (64 %) auf das Wohlbefinden wirke.

Salzburger kochen am liebsten

Insgesamt kochen 65 Prozent der Salzburger:innen gerne und befinden sich damit österreichweit im Spitzenfeld der leidenschaftlichen Köch:innen (Österreich: 60 %). Mit Kochen werden vor allem Werte wie Genuss (83 %), Lebensqualität (79 %), Gesundheit (74 %) aber auch Familie und Wohlbefinden (jeweils 71 %) verbunden.

"Beim Kochen und beim Einkauf der Zutaten achten die Salzburger:innen besonders auf Frische (76 %), Saisonalität und Regionalität (jeweils 71 %). Tierwohl liegt den Befragten in Salzburg am Herzen (71 %; Österreich: 65 %) und eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung (70 %) spielt ebenso eine wichtige Rolle", heißt es in der Presseaussendung.

Bio-Lebensmittel seien für 59 Prozent der Befragten wesentlich (Österreich: 54 %). Beim Thema Regionalität wollen 91 Prozent der Salzburger:innen vor allem bei Frischeprodukten wie Obst, Gemüse und Fleisch auf die Herkunft achten. Auch, dass Fleisch zu 100 Prozent aus Österreich stammt, sei den Befragten in Salzburg sehr wichtig (83 %; Österreich: 76 %).

Das kommt auf die Teller:

Heimische, traditionelle Küche ist unter den Befragten klarer Favorit (81 %), gefolgt von italienischer (65 %) und mediterraner Küche (60 %). Beim Großteil der Befragten (68 %) werden sowohl Fleisch, Fisch als auch vegetarische Gerichte zubereitet, bei 14 Prozent hauptsächlich Fleischgerichte und bei 17 Prozent überwiegend vegetarische oder vegane Speisen. 

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DATENQUELLE DER STUDIE:
Billa Österreich Report 2022
Ausführende Gesellschaft: Marktforschungsinstitut marketmind
Abfragezeitraum: 2. bis 22. November 2021 (Vergleichszeitraum 26.11.-18.12.2020 und 26.11.-18.12.2019)
Sample: 3.013 Frauen und Männer im Alter zwischen 18 und 65 Jahren – 185 davon aus Salzburg.
Keine Angaben zur Methode und Schwankungsbreite vorhanden
Weitere Informationen unter billa.at/oesterreich-report.

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