Analoge Spiele
"Brettspiele sind etwas Besonderes"

Adele Liedl und ihr Lebensgefährte Harald Brandner, Geschäftsführer der Spielzeugschachtel, sehen nicht schwarz, was die Zukunft der Brettspiele angeht.
  • Adele Liedl und ihr Lebensgefährte Harald Brandner, Geschäftsführer der Spielzeugschachtel, sehen nicht schwarz, was die Zukunft der Brettspiele angeht.
  • Foto: Daniel Schrofner
  • hochgeladen von Daniel Schrofner

Im Zeitalter von zahlreichen digitalen Spielkonsolen wie Play Station, Xbox oder Nintendo stellt man sich automatisch die Frage, wird mit den "alten" Brettspielen überhaupt noch gespielt? Die Geschäftsführer der Spielzeugschachtel Adele Liedl und ihr Lebensgefährte Harald Brandner, sagen "Ja, auf jeden Fall."

SALZBURG. Die Brettspiele sagen der Play Station, der Xbox und den Nintendos den Kampf an und das nicht erst seit gestern. Denn auch Gesellschaftsspiele können genauso für Unterhaltung sorgen wie die digitalen Spiele. Zusätzlich vereinen sie eine große Anzahl an positive Effekten, die natürlich von Spiel zu Spiels anders sind, wie zum Beispiel die Verbesserung der eigenen Kreativität oder des logischen Denkens. Aber im Allgemeinen "lernt man beim Spielen immer etwas dazu", bestätigen auch die beiden Geschäftsführer der Spielzeugschachtel, Adele Liedl und ihr Lebensgefährte Harald Brandner. "Man lernt wie man mit Siegen und Niederlagen umzugehen hat."

Das Um und Auf: ein Spiel muss Spaß machen

Brettspiele sind nicht mehr nur Kindersache. Immer mehr Erwachsene kommen bei sogenannten "Spieletreffs" zum Spielen zusammen. "Wir veranstalten zum Beispiel Spiele-Nachmittage in Seniorenheimen oder einmal im Monat findet ein Spielecafe statt, zudem man seine eigenen Spiele mitbringen kann. Das sind immer total lustige Abende", erklärt Liedl. Für die beiden Geschäftsführer ist das Wichtigste bei einem Brettspiel: "Es muss einfach Spaß machen."

Ein Spiel muss gewisse Standards erfüllen

Es kommt bei einem Brettspiel auch immer auf die Länge an. Zwischen einer und eineinhalb Stunden soll sich die Spielzeit in Grenzen halten. Neben überschaubaren Preisen für die Spiele muss aber auch die Qualität entsprechend sein. "Wir schauen uns jedes Spielzeug/Spiel genau an, ob es etwas gescheites ist. Dabei kommt es auf den Spielinhalt, das Material und auch die Idee hinter dem Ganzen an", wissen Liedl und Brandner genau, auf was sie bei neuen Spielen achten müssen.

Ein No-Go: Trend verpassen

Derzeit absolut beliebt sind die "Escape-Brettspiel". 2018 gingen die "Exit-Room-Spiele" in der Spielzeugschachtel weg wie warme Semmel. Ebenfalls gibt es einen Relaunch von Spielen, die vor 20 Jahren angesagt waren. Die Spielzeug-Geschäfte müssen die Trends mitgehen. Ein fataler Fehler wäre einen zu übersehen. "Wir versuchen immer auf dem aktuellsten Stand der Dinge zu sein und nutzen dabei auch den direkten Kontakt mit den Kunden oder den Kindern, um zu wissen, was ist gerade im Kindergarten oder in der Schule im Trend."

"Es muss ein Miteinander sein"

Den Lauf der Zeit merkt man auch bei den Brettspielen. "Die Digitalisierung haben wir natürlich gespürt, aber Brettspiele wird es auch weiter geben", betont Brandner, für den der Mensch und seine Bedürfnisse bei Spielen im Mittelpunkt stehen muss. "Alleine vor dem Bildschirm zu sitzen ist auf Dauer schlecht. Es muss ein Miteinander sein und das ist bei Brettspielen gegeben", meint auch Liedl. Also Play Station und Xbox hin oder her, analoge Spiele sind nicht wegzudenken und erobern auch immer mehr die Erwachsenenwelt.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen