Überbrückungsfonds für Mietrückstände eingerichtet

Für immer mehr Salzburger stellt drohender Wohnungsverlust ein großes Problem dar. Gerade jetzt, wo die Folgen der Pandemie viele Menschen arbeitslos gemacht haben, kann die monatliche Miete zum Problem werden.
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Wenn das Bezahlen der Miete zum Problem wird, soll der "Innara"-Hilfsfonds helfen. Zinslose Mikrodarlehen sollen betroffene Salzburger vor der Zwangsräumung schützen.

SALZBURG. Für immer mehr Salzburger stellt drohender Wohnungsverlust ein großes Problem dar. Gerade jetzt, wo die Folgen der Pandemie viele Menschen arbeitslos gemacht haben und die Mietpreise dennoch weiter steigen, kann die monatliche Miete zum Problem werden, weiß man bei der „Fachstelle für Gefährdetenhilfe“ (Teil der Soziale Arbeit gGmbH).

Tausende Zwangsräumungen abgewendet 

Im 25-jährigen Bestehen der Fachstelle wurden laut eigenen Angaben mehr als 23.000 Salzburger Haushalte beraten. Mietrückstände in der Höhe von 7,8 Millionen Euro konnten abgedeckt und dadurch tausende Delogierungen (Zwangsräumungen) abgewendet werden.

Überbrückungsfonds für Mietrückstände eingerichtet

Zum 25-Jährigen Jubiläum hat die Fachstelle für Gefährdetenhilfe, die sich ab September „Fachstelle für Wohnungssicherung“ nennen wird, einen Überbrückungsfonds für Mietrückstände eingerichtet.  Der  „Innara-Solidarfonds“ soll Menschen, die sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden und dadurch von Wohnungsverlust bedroht sind, helfen. Ziel ist es, den Mietrückstand mit rückzahlbaren Unterstützungen auszugleichen und eine Zwangsräumung abzuwenden.

Zinsloses Mikrodarlehen 

"Bei dieser Unterstützung handelt es sich nicht um ein 'Geschenk', sondern um ein zinsloses 'Mikrodarlehen' in Höhe von bis zu 2.000 Euro. Die Betroffenen bewahren dadurch einen gewissen Grad an Autonomie und Selbstbestimmung in ihrem Leben und es soll ihnen ermöglicht werden, ihre Interessen wieder eigenmächtig, selbstverantwortlich und selbstbestimmt wahrzunehmen", sagt Christian Moik, Geschäftsführer der Soziale Arbeit gGmbH.

Christian Moik, Geschäftsführer der Soziale Arbeit gGmbh.
  • Christian Moik, Geschäftsführer der Soziale Arbeit gGmbh.
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Häufigster Grund für Überschuldung: Arbeitslosigkeit und Einkommensverschlechterung

Gründe für Überschuldungen in Österreich sind laut asb Schuldenreport 2020 folgende:

  • Arbeitslosigkeit und Einkommensverschlechterung (29,7 Prozent)
  • gescheiterte Selbstständigkeit (22,1 Prozent)
  • Umgang mit Geld (20,3 Prozent)
  • Scheidung/Trennung (14,1 Prozent)
  • persönliche Härtefälle (11,1 Prozent, meint z.B. Unfall, Tod von Angehörigen) 
  • Wohnraumbeschaffung (9,4 Prozent)

Salzburger Sparkasse gibt Starthilfe

Die Salzburger Sparkasse ermöglicht durch einen finanziellen Beitrag den Startschuss für den
„Innara-Solidarfonds". „Der Gründungsgedanke ist mit dem Sparkassengedanken #glaubandich verwandt und möchte ebenfalls den Menschen helfen, damit sie ihre Autonomie und Selbstbestimmung bewahren können", sagt Christoph Paulweber, Generaldirektor der Salzburger Sparkasse.

Christoph Paulweber, Generaldirektor Salzburger Sparkasse.
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Spender helfen vor drohendem Wohnungsverlust

"Um so viele Menschen wie möglich von einem drohenden Wohnungsverlust bewahren zu können, sind wir von Spenden abhängig. Unter www.innara-fonds.at kann man sich näher über die Abwicklung und die Möglichkeit zu Spenden informieren. Durch die Rückzahlung der ausgegebenen 'Mikrodarlehen' hilft eine gemachte Spende nicht nur einmal, sondern kommt Betroffenen wiederholt zugute", sagt Moik.

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