Schneechaos
Wem gibt die Bildungsdirektion schneefrei?

Eva-Maria Engelsberger (Stabstelle Kommunikation), Bildungsdirektor Rudolf Mair und BB Chefredakteurin Julia Hettegger (v.l.).
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SALZBURG. Seit gut einer Woche ist die neue Salzburger Bildungsdirektion im Vollbetrieb und muss schon mit einer echten Ausnahmesituation umgehen. Die heftigen Schneefälle im ganzen Land fordern rasche Entscheidungen in der neuen Behörde: Welche Schulen bleiben trotz angespannter Wettersituation offen und wo wird der Unterricht vorübergehend eingestellt?

So wird über die Schließung entschieden

"Das Telefon läutet seit einigen Tagen pausenlos", sagt der neue Bildungsdirektor Rudolf Mair. "Grundsätzlich entscheiden wir nach dem Sicherheitsaspekt. Wo der Schul- und Berufsweg sowie das Schulgebäude sicher sind, bleibt der Unterricht aufrecht. Wo der Schulweg durch gesperrte Straßen oder auch aufgrund der besonderen Gefährdung nicht zumutbar ist und das Gebäude gefährdet ist, sind Kinder wie Lehrer begründet entschuldigt." 

Folgende Schulen waren bereits, oder sind auch aktuell noch geschlossen:
VS und NMS Faistenau
VS und NMS Hof
VS Hintersee
VS Koppl – seit 8.1.2019 wieder geöffnet
VS Plainfeld
VS Radochsberg – seit 8.1.2019 wieder geöffnet
VS St. Koloman
VS Weißbach bei Lofer
WSH Felbertal – noch bis 14. Jänner geschlossen.

Bürgermeister und Schulleiter entscheiden

"Da die Situation regional sehr unterschiedlich ist, vertrauen wir auf die Einschätzung von Schulleitern und Bürgermeistern vor Ort", erklärt Mair. "Der Antrag auf Schließung wird dann von uns genehmigt." Meist sei es so, dass der Schulweg nur für einige Kinder wie Lehrer nicht gefahrlos zu absolvieren ist, der Rest aber problemlos in die Schule kommen kann. "Dann bleibt der Unterricht natürlich aufrecht. Wir haben schon von Schulen gehört, in die morgens nur zwei Kinder gekommen sind. Mit denen wurde dann ein Lesetag abgehalten."

Vor allem Pflichtschulen betroffen

Von Schließungen betroffen sei zu 95 Prozent der Pflichtschulbereich, da berufsbildende höhere Schulen und Gymnasien meist in den besser erreichbaren Bezirkshauptstädten und größeren Ortschaften "positioniert" seien. Eine Ausnahme sei das Werkschulheim Felbertal, das wegen der Straßensperren noch bis 14. Jänner 2019 geschlossen bleiben wird.

Etliche Schulskikurse betroffen

Aktuell berät die Bildungsdirektion auch darüber, welche Schulskikurse abgehalten werden können und welche verschoben werden müssen.

Eva-Maria Engelsberger (Stabstelle Kommunikation), Bildungsdirektor Rudolf Mair und BB Chefredakteurin Julia Hettegger (v.l.).
Wer den Schul- oder Arbeitsweg nicht gefahrlos antreten kann, darf begründet dem Unterricht fernbleiben.

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