Bergauf & Bergab
Felstour auf den zweithöchsten der Stubaier Alpen: Schrankogel

Blick vom Schrankogel-Ostgrat in die Stubaier Alpen.
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  • Blick vom Schrankogel-Ostgrat in die Stubaier Alpen.
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SALZBURG/GRIES (neu/2019). Haben Sie wieder einmal Lust auf einen richtig fetten Dreitausender? Dann wollen wir an dieser Stelle den Schrankogel empfehlen – mit 3497 Meter der zweithöchste in den Stubaier Alpen. Bei günstigen Bedingungen ist der Schrankogel auch für ambitionierte Hochgebirgswanderer machbar, da die Tour keine Gletschererfahrung voraussetzt. Trotzdem bedarf ein Schrankogel-Wochenende etwas an logistischer Vorbereitung, weshalb die Tour auf den Felsriesen hier schon im Juni zu lesen ist. Beste Zeit ist üblicherweise Ende Juli bis Mitte September. Als Tagestour ist der Schrankogel auch mit Mountainbike-Unterstützung ein ziemlicher „Hammer“, deshalb ist eine Übernachtung auf der Amberger Hütte empfehlenswert.

Beste Zeit Ende Juli bis Mitte September.

Anforderung: Auch bei guten Bedingungen sehr anspruchsvolle Bergtour im hochalpinen Gelände. Einige Stellen II, öfters I. Hochtourenbewertung: PD-. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit obligat. Von der Hütte 1370 Höhenmeter, für die Gesamtrunde sind 8 – 9 Stunden zu veranschlagen. Nur bei stabilem Wetter, nur für geübte Alpinisten und Alpinistinnen.

Ausgangspunkt/Anfahrt: Mit dem Pkw bis Längenfeld im Ötztal, beim Kreisverkehr nach Gries abbiegen, am Ortsende Parkmöglichkeit (1569 m). Dann mit dem Mountainbike auf guter Almstraße 550 Höhenmeter zur Amberger Hütte (2136 m).

Gletscherfreie Überschreitung.

Route: Der Weg führt zuerst unterhalb der Hütte über eine Brücke, dann flach taleinwärts, ehe er über Wiesen steiler nach Osten in das Schwarzenbergtal hinaufzieht. Der weitere Anstieg – man passiert die Abzweigung zum Südwestgrat – wird durch die Seitenmoräne des weit zurückgewichenen Schwarzenbergferners vorgegeben. Ab dem Ende der Moräne nach etwas grobem Blockgelände weiter über teilweise unangenehm sandige Stellen auf den Ostgrat. Nun immer entlang des Grates über Platten und Blöcke, zum Schluss hin auch etwas schmäler und luftiger, hinauf zum Gipfelkreuz. Für den Abstieg über den Südwestgrat geht es anfangs ziemlich luftig und ausgesetzt über felsiges Gelände hinunter, ehe man nach rund 500 Höhenmeter in einfacheres Schuttgelände kommt und nach noch einer kurzen Stufe schließlich auf den Anstieg trifft. Retour zur Hütte und mit dem Bike das Tal hinaus.

  • Ausrüstung:  Hochgebirgstaugliche Bekleidung, Sonnenbrille, Sonnenschutz. Eventuell Steigeisen und Pickel (Bedingungen auf der Amberger Hütte erfragen). Mountainbike.
  • Karte:  AV-Karte 31/1, "Stubaier Alpen – Hochstubai", 1:25.000
  • Literatur:   Demel / Raffalt / Ritschel: "Austria Alpin – Die großen Gipfel in Österreich", Tyrolia, Innsbruck 2012
  • Einkehr: Amberger Hütte
  • Mehr zum Thema Wandern und Bergsteigen:www.meinbezirk.at/bergauf
  • Info:  Thomas Neuhold und die Bezirksblätter Salzburg GmbH übernehmen für die angeführte Tour keine Haftung. Im Zweifel soll man immer einen Bergführer engagieren.

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