Folklore des Salzkammerguts
Zehn sehenswerte Steine mit Geschichte

Der Indianer im Fels.
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Das Salzkammergut bietet viele sehenswürdige Steinformationen mit Geschichte, die man besuchen kann.

SALZKAMMERGUT. Das Salzkammergut begeistert Wanderer und Naturverbundene mit seinen wunderschönen Berglandschaften und Felsformationen. Doch neben seiner Schönheit hat das Salzkammergut auch noch volkstümliche Geschichten und Erzählungen zu einigen Wanderrouten, Glücksplätzen und Bergaufstiegen zu bieten.

Beim Wildfrauenloch klafft ein großer Felsspalt etwa zehn Meter tief in den Berg hinein.
  • Beim Wildfrauenloch klafft ein großer Felsspalt etwa zehn Meter tief in den Berg hinein.
  • Foto: Elisabeth Grill
  • hochgeladen von Linda Hangweirer

Wildfrauenloch in Gosau
Dieser Glücksplatz befindet sich genau in der Mitte des Löckernmoos-Rundwegs in Gosau, oberhalb der Schleifsteinbrüche. Vor Ort klafft ein großer Felsspalt etwa zehn Meter tief in den Berg hinein. In der Folklore der Alpenbewohner lebten einst auf der Vorderen Grubalm weiblich-dämonische Waldwesen, im Salzkammergut unter der Bezeichnung „Salige“ bekannt, in dieser Felsspalte. Daher die Bezeichnung „Wildfrauenloch“. Sie hingen dort die Wäsche zum Trocknen in die Sonne. Zur Zeit des Getreideschnittes kamen sie vom Berg herab und halfen den Bauern bei ihrer Arbeit. Nähere Informationen finden Sie hier

Schatzgräberhöhle beim Goldenen Gatterl
In Neukirchen bei Altmünster rankt sich eine Venedigermandl-Sage um die Schatzgräberhöhle beim Goldenen Gatterl, welches sich unweit des Hochleckenhauses befindet. Die Sage erzählt von einem Erzsucher, welcher einen armen Holzknecht in einer Goldschlucht zurück lies.
Der Knecht grub sich anschließend mit den Händen durch den Berg bis ins Freie und berichtete vom goldenen Gatterl, durch welches man in eine Kammer mit Gold gelangt. Aufgrund seines langen Aufenthalts unter der Erde, machte er jedoch einen wirren Eindruck und stoß auf Missachtung. Nähere Informationen finden Sie hier.

Das Kreuz am Kreuzstein stammt von Julie Koch.
  • Das Kreuz am Kreuzstein stammt von Julie Koch.
  • Foto: Philipp Gratzer
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Jainzen, der Hausberg von Bad Ischl
Eine Teufelssage hat den Jainzen in Bad Ischl zum Schauplatz. Der Teufel habe bemerkt, dass die Zahl der Gläubigen zugenommen hatte und schleuderte aus Wut einen Teil des Jainzen-Gipfels in das Tal, um ein Hochwasser auszulösen. Da sein Plan nicht aufging, sei er nie wieder beim Jainzen erblickt worden. Auf den in die Traun geschleuderten Felsen ließ die Postmeisterin Julie Koch 1856 ein Kreuz setzen, weshalb sich der Name „Kreuzstein“ eingebürgert hat. Des Weiteren scheint der Jainzen in der Sagenliteratur als Werk- und Wohnstätte von Zwergen und Sonnenjungfrauen auf. Nähere Informationen finden Sie hier.

Geißwand und Baalstein bieten eine Aussicht über den Traunsee.
  • Geißwand und Baalstein bieten eine Aussicht über den Traunsee.
  • Foto: Norbert Stich (Regionaut)
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Baalstein und Geiswand
Oberhalb der Kirche am Kalvarienberg, beim "Zellerl" in Traunkirchen bot die überhängende Felswand des Baalsteins wohl schon in der vorchristlichen Zeit Schutz und diente den Protestanten während der Gegenreformation als heimliche Totengedenkstätte. Die Überlieferung berichtet außerdem von heidnischen Kultstätten auf dem Baalstein und der Geiswand. Die Johanneskirche soll sogar auf den Ruinen eines heidnischen Tempels stehen. Außerdem sei an einer Wand ein großer, aus Stein gehauener Kopf zu sehen. Der aus dem Alten Testament bekannte Baal, sei dort anwesend gewesen. Ein Felskopf mit Steinritzungen trägt daher heute den Namen „Baalstein“. Nähere Informationen finden Sie hier.

Zwängt man sich am Durchschlupfstein vorbei, so streift man angeblich alles Negative ab.
  • Zwängt man sich am Durchschlupfstein vorbei, so streift man angeblich alles Negative ab.
  • Foto: Wolfgangsee Tourismus Gesellschaft
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Der Durchschlupfstein am Wolfgangsee
Laut Erzählungen gelang der heilige Wolfgang auf der Flucht vor dem Teufel auf den Falkenstein am Wolfgangsee im Salzkammergut. Als Wolfgang um Hilfe bat, öffnete sich der Fels. Wolfgang lebte anschließend fünf Jahre lang in dieser Höhle, heute genannt Durchschlupfstein. Zwängt man sich daran vorbei, streift man angeblich alles Negative ab. Deshalb kommen bis heute viele Pilger an diesen Kraftort. Ein historischer Wallfahrerweg führt beispielsweise von Sankt Gilgen bis Sankt Wolfgang. Näher Informationen finden Sie hier.

Höllenloch bei Anzenau
Kein Karstobjekt im Inneren Salzkammergut ist so mit Legenden umwoben, wie diese Höhle bei Lauffen. So wird von verschwundenen Menschen, Deserteuren, Selbstmördern und heimlichen Zusammenkünften in der Reformationszeit erzählt. Tatsächlich wurden menschliche Skelette gefunden, was von manchen Menschen als Mahnung ausgelegt wird.
Laut Legenden sei hinter der Höhle ein Schatz, den ein böser Geist bewacht. In Gestalt eines schönen Jägers soll man ihn in der Umgebung herumstreifen sehen können. Nähere Informationen finden Sie hier.

Der Traunstein ist ein beliebter Gipfel im oberösterreichischen Salzkammergut.
  • Der Traunstein ist ein beliebter Gipfel im oberösterreichischen Salzkammergut.
  • Foto: Andreas Witek (Regionaut)
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Der Traunstein
In einer Volkssage gibt es den Riesen Erla, der im Gefels des Traunsteins gelebt haben soll.
Er habe sich in die Nixe des Laudachsees verliebt und für sie das Schloss Ort am jenseitigen Seeufer bauen lassen, in dem sie nach ihrer Hochzeit einige Zeit verbracht haben. Die Nixe habe jedoch immer stärkeres Heimweh nach der Unterwasserwelt bekommen und sei schließlich wegen  Kummer verschmachtet. Deshalb soll sich der Riese Erla wieder in die Felsen des Traunsteins zurückgezogen haben. Nähere Informationen finden Sie hier.

Der Einsiedlerstein befindet sich auf halber Höhe am Weg zum Siriuskogl.
  • Der Einsiedlerstein befindet sich auf halber Höhe am Weg zum Siriuskogl.
  • Foto: badischl.at
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Ein Relikt aus der Eiszeit
Der Einsiedlerstein ist ein Naturdenkmal und befindet sich auf halber Höhe am Weg zum Siriuskogl. Der Dolomit-Findilingsblock mit Versteinerungen ist ein Relikt aus der Eiszeit, in der das Ischler Talbecken noch einer hochalpinen Gletscherlandschaft glich. Nach dem Abschmelzen des Traungletschers blieb ein auf ihm transportierter Felsblock als „Einsiedler“ auf dem Siriuskogl zurück. Sein Name entstand in der Biedermeierzeit, als Henriette von Walter eine Einsiedelei in der Art einer Rindenkapelle aufbauen ließ, die anschließend zerfiel. Die Felsen wurden anschließend mit Märchenbildern bemalt, weshalb die Name „Adlerstein“ und „Drachenfels“ entstanden. Nähere Informationen finden Sie hier.

Der Indianer im Fels.

Der Indianer im Fels
Wenn man von der Goisererhütte zum Gipfelkreuz am Hohen Kalmberg wandert, erreicht man diesen Glücksplatz. Kurz vor dem Gipfel kann man die Felsformation, die dem Kopf eines Indianerhäuptlings ähnelt, bestaunen. Auf dem zum Gipfel findet man die Kalmooskirche, in der die Protestanten der Region während der Gegenreformation ihren Glauben heimlich ausübten. Die Gosauer sowie die Goiserer mussten einen über zweistündigen Marsch in Kauf nehmen, um ihrem Glauben nachzugehen. Vom Gipfelkreuz hat man einen Ausblick über Bad Goisern und das Gosautal. Nähere Informationen finden Sie hier.

Schlafende Griechin im Morgenrot.
  • Schlafende Griechin im Morgenrot.
  • Foto: Tina Hüller (Regionaut)
  • hochgeladen von Tina Hüller

Die schlafende Griechin
Dieses Felsengebilde liegt gegenüber von Traunkirchen, umrahmt von den Gasselkögeln und dem Spitzelstein. Die Volkssage erzählt, dass in dunkler Vorzeit der König Dachstein den Traunstein wegen seines Ungehorsams verbannte und ihn einsam am Rande seines Riesenreiches stehen ließ. Nachts schlich sich eine Frau aus der Felsenregion und biederte sich dem Traunstein an. Deshalb verfluchte König Dachstein die Frau und verbannte sie als leblosen Felsen für alle Zeiten an die Seite des Traunseegiganten. Von einer bestimmten Stelle auf der Fahrt von Traunkirchen nach Karbach glaubt man eine vornehme Griechin im Berg Erlakogel zu sehen. Nähere Informationen finden Sie hier.


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