Helios Apotheke
Kein Grund zur Panik bei Kopfläusen

Mag. Gerhard Kaniak, Inhaber der Helios Apotheke in Laakirchen.
  • Mag. Gerhard Kaniak, Inhaber der Helios Apotheke in Laakirchen.
  • Foto: Helios Apotheke
  • hochgeladen von Martina Winkler

Wenn es draußen kühler wird, und Schal und Haube wieder zur täglichen Standardausstattung gehören, haben Kopfläuse Hochsaison. Gerade in Schulen und Kindergärten breiten sie sich schnell aus. Ein Kopflausbefall ist aber kein Grund zur Panik, erklärt Apotheker Gerhard Kaniak, Inhaber der Helios Apotheke.

LAAKIRCHEN. Es gibt für Kinder und Eltern kaum unangenehmere Dinge als einen Kopflausbefall. Doch peinliche Betroffenheit ist vollkommen fehl am Platz: Nicht mangelhafte Hygiene, sondern schlicht und ergreifend das Zusammenstecken der Köpfe in Schule und Kindergarten ist „Schuld“ an einer Übertragung. „Die Läuse krabbeln geschwind und geschickt von einem Haar auf das andere und machen es sich nahe der Kopfhaut gemütlich. Hier stechen sie zu, das verursacht dann auch den Juckreiz. Ihre Eier („Nissen“) kleben sie an die Haarschäfte“, erklärt Apotheker Gerhard Kaniak. Obwohl Kopfläuse in etwa nur vier Wochen leben, legt ein Weibchen in dieser kurzen Zeit rund 100 Eier, sodass es unbehandelt binnen weniger Wochen auf betroffenen Köpfen nur so wimmelt.

Wirksame Mittel gegen Kopfläuse
Ein Kopflausbefall lässt sich aber leicht behandeln, und mit ein paar Tricks kann man diesem sogar vorbeugen. „Zur Prävention eignen sich bestimmte ätherische Öle in Sprays oder Shampoos, welche die Läuse nicht mögen. Noch einfacher und ebenso effektiv ist das zusammenbinden der Haare zu einem Zopf oder Dutt“, erklärt der Apotheker. „Die vorbeugende Behandlung mit Insektiziden ist auf Grund der Resistenzentwicklung bei den Läusen und der potentiellen Reizung der Kopfhaut aber nicht empfehlenswert.“

Wird ein Läusebefall festgestellt, rät der Apotheker zu einer umgehenden Behandlung der gesamten Familie, um Wiederansteckungen zu vermeiden: „Bestens geeignet sind spezielle Kriechöle, welche nicht nur erwachsene Läuse, sondern auch die Nissen und Larven zuverlässig ersticken.“ Auch wenn theoretisch eine einzige Behandlung ausreichen würde, sollte sicherheitshalber nach circa einer Woche eine weitere Behandlung aller Betroffenen durchgeführt werden. „Denn nach 9 Tagen ist eine übersehene, geschlüpfte Nisse wieder fortpflanzungsfähig und die Plage beginnt von neuem“, sagt Kaniak.

„Hauben, Polster und Kuscheltiere, welche nicht mit den öligen Mitteln behandelt werden können, packt man am besten in einen luftdichten Beutel und lässt sie gut einen Monat liegen. In dieser Zeit ist jede potentiell vorhandene Laus verhungert. Ein Einfrieren, wie es oft empfohlen wird, ist aus meiner Sicht nicht nötig“, so der Apotheker.

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