So bleibt diesen Winter kein Auge trocknen

Trockene Luft im Winter belastet bei der Bildschirmarbeit die Augen
  • Trockene Luft im Winter belastet bei der Bildschirmarbeit die Augen
  • Foto: pexels.com
  • hochgeladen von Kerstin Müller

BEZIRK. Zu keiner anderen Jahreszeit wird das Auge bei der Arbeit im Büro so belastet wie in dieser: Die Luft ist durch die Heizung trocken. Das schwache Tageslicht strengt bei der Bildschirmarbeit an. Und Tastaturen und Computermäuse sind ein Paradies für Bakterien und Viren, die schließlich in die Augen geraten. Die Oberösterreichische Landesinnung der Augenoptiker / Optometristen verrät, wie man auch im Winter sein wichtigstes Sinnesorgan schützen kann.

Gegen Ende des Jahres arbeiten nicht nur wir selbst in Rekordzeit die Stapel am Schreibtisch ab, sondern auch unser wichtigstes Sinnesorgan betreibt Höchstleistungen: Das Auge, über das wir 80 Prozent aller Informationen erhalten. „Die trockene Luft im Büro setzt unseren Augen zu. Aber auch Bakterien auf unseren Computertastaturen, die auf unsere Hände geraten, mit denen wir uns dann in die Augen greifen, sind eine Belastung. Gerade jetzt im Winter sollten wir auf mehrere Ebenen für Schutz sorgen“, so Peter Gumpelmayer, Oberösterreichischer Landesinnungsmeister der Augenoptiker / Optometristen.

Diese 5 Tipps für die Büroarbeit entlasten in der kalten Jahreszeit ihre Augen:


1. Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit

„Das ständige Heizen im Büro führt zu einer trockenen Luft und das schadet wiederum den Augen“, so der Landesinnungsmeister. Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen und idealerweise einen Wert zwischen 40 und 45 Prozent zu erreichen können zum Beispiel große Pflanzen aufgestellt werden. Diese geben 95 Prozent des Wassers, mit dem sie gegossen werden, wieder an den Raum ab. Wer keinen Platz dafür hat, kann alternativ auch Schalen mit Wasser aufstellen. Ist die Luft draußen feuchter als im Inneren, nutzt auch regelmäßiges Stoßlüften – einmal pro Stunde, mehrere Minuten lang. Um die Luftfeuchtigkeit zu messen, können im Baumarkt günstig Hygrometer erworben werden. Fragen Sie Ihren Arbeitgeber, ob einer für das gesamte Büro angeschafft werden kann.

2. Kampf gegen das Büroaugensyndrom

Auch das sogenannte Büroaugen-Syndrom, das sich unter anderem durch Kopfschmerzen manifestiert, verschlechtert sich im Winter. Hervorgerufen wird es durch das lange Starren auf den Bildschirm. Besonders gegen Ende des Jahres herrscht in vielen Firmen Hochbetrieb. Dadurch verlängert sich die Zeit, die die Mitarbeiter vor den Bildschirmen verbringen und Pausen werden seltener und verkürzt wahrgenommen. „Bei der Bildschirmarbeit wird der Lidschlag langsamer. Durchschnittlich wird zirka zwölf Mal pro Minute geblinzelt. Beim Starren auf das Display reduziert sich diese Anzahl auf zirka fünf Mal pro Minute, was zur Folge hat, dass der Tränenfilm nicht in den richtigen Abständen erneuert werden kann und das Auge trocken wird“, erklärt Peter Gumpelmayer. Gönnen Sie Ihren Augen regelmäßige Pausen von allen Bildschirmen (auch von Handys).

3. Gesundes Essen in der Mittagspause

In der kalten Jahreszeit fällt es einem noch schwerer, sich in den ohnehin kurzen Mittagspausen gesund zu ernähren. Die ersten Gedanken an das leichte Essen und die Sommerfigur sind noch weit weg. Doch zur Sicherstellung der Gesundheit des Auges und der Vorbeugung von Augenkrankheiten gehört auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Auch im Winter gibt es viele Gemüse- und Obstsorten, in denen massenhaft Vitamine stecken. Brokkoli hat zum Beispiel viel Vitamin C, das für eine bessere Sehkraft sorgt. Paprika und Spinat liefern ebenfalls gesunde Nährstoffe. „Aber auch Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Linsen, Zitrusfrüchte und Süßkartoffeln halten das Auge fit“, sagt Peter Gumpelmayer.

4. Desinfizieren

Winterzeit ist Erkältungszeit. Bakterien und Viren werden in öffentlichen Räumen blitzschnell verbreitet. Hotspot der Bakterien am Arbeitsplatz ist die eigene Computertastatur. „Wer bereits angeschlagen ist, sollte auf jeden Fall vermeiden, sich selbst in die Augen zu greifen“, rät Peter Gumpelmayer. Denn brennen und jucken die Augen erst einmal, ist eine Bindehautentzündung schnell ausgelöst. Um dem vorzubeugen, sollte der Arbeitsplatz regelmäßig von Staub befreit und die Tastatur und die Maus desinfiziert werden. Selbiges gilt auch für das Firmentelefon. Regelmäßiges Händewaschen kann ebenfalls verhindern, dass Sie Bakterien direkt in ihre Augen reiben.

5. Eine Erleuchtung!

Beim Arbeiten bei Tageslicht sind die Augen am dankbarsten. Da der Winter damit nur beschränkt dienen kann, sollten Sie zumindest in den paar hellen Stunden gesund arbeiten. „Der Monitor sollte immer um 90 Grad angewinkelt zum Fenster stehen, um Spiegelungen zu vermeiden. Grelles Licht am Bildschirm sollte vermieden werden und der Kontrast möglichst hochgestellt sein“, verrät der Landesinnungsmeister. Natürliches Licht, das dem Tageslicht am nächsten kommt, geben warme Deckenlampen in einer Kombination mit einer Schreibtischlampe. Welche Leuchtmittel verwendet werden, ist abhängig vom Beruf. Energiesparlampen reichen beispielsweise für eine leichte Bildschirmtätigkeit vollkommen aus. Für Grafiker oder Designer, für die die korrekte Farberkennung wichtig ist, können Energiesparlampen die Farbwiedergabe verfälschen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen