Gesundheit
Volkskrankheit Bluthochdruck

Mag. Susanne Sokoll-Seebacher
  • Mag. Susanne Sokoll-Seebacher
  • Foto: Land Apotheke Pinsdorf
  • hochgeladen von Martina Winkler

Bluthochdruck, auch Hypertonie genannt, ist eines der häufigsten Krankheitsbilder in Österreich – rund ein Viertel der Bevölkerung ist betroffen. Zwar verursacht die Volkskrankheit zu Beginn keine Beschwerden, ernst genommen werden muss sie trotzdem. Susanne Sokoll-Seebacher, Leiterin und Eigentümerin der Land Apotheke Pinsdorf klärt auf.

„Je höher der Blutdruck, desto kräftiger muss das Herz arbeiten, um das Blut in die Aorta und den ganzen Körper zu pumpen. Auf Dauer führt dies zu einer Verdickung der Herzmuskelfasern und der Herzmuskel wird insgesamt steifer“, erklärt die Apothekerin. „Dadurch verengen sich die Arterien am Herzmuskel, was Beschwerden wie Kurzatmigkeit, Engegefühl und Herzrhythmusstörungen nach sich ziehen kann.“ Auch die Netzhaut des Auges, sowie die Niere und Gefäße in den Beinen können durch zu hohen Blutdruck dauerhaft beschädigt werden, warnt Susanne Sokoll-Seebacher. Ebenso ist das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle erhöht. Die Ursachen von Bluthochdruck sind vielfältig: organische Erkrankungen der Gefäße oder der Niere, genetische Vorbelastung, sowie Rauchen, Alkohol, zu wenig Bewegung und Stress können eine Rolle spielen. „Normalerweise spricht man bei einem Wert von über 140/90mmHg von Hochdruck. Vor allem Menschen, die an einer Grunderkrankung wie Diabetes leiden oder erblich vorbelastet sind, sollten schon ab diesen Werten schon in ärztliche Behandlung“, empfiehlt die Expertin.

Gesunder Lebensstil
Ob eine medikamentöse Behandlung notwendig ist, muss immer ein Arzt entscheiden. Oftmals stellt diese gerade zu Beginn eine Belastung für die Patienten dar: „Wird der Blutdruck durch Medikamente abrupt gesenkt, sind die Betroffenen oft von Müdigkeit und Erschöpfung geplagt. Meistens braucht der Körper in etwa zwei Wochen, um sich umzustellen“, gibt Sokoll-Seebacher zu bedenken. Sie hat auch einige Tipps parat, wie das Risiko für Bluthochdruck gesenkt werden kann: „Eine ausgewogene, vollwertige Ernährung mit wenig Salz, Zucker und tierischen Fetten kann vorbeugend wirken. Ebenso wichtig sind aber regelmäßige Bewegung und vor allem genügend Schlaf, um innere Anspannung und Stress zu reduzieren.“ Ist der Blutdruck nur leicht erhöht, können auch pflanzliche Zubereitungen Abhilfe schaffen. „Mistel senkt den Blutdruck leicht und ist vor allem bei Gefäßverkalkung und in Kombination mit Schwindel wirksam. Weißdorn stärkt das Herz, Melisse hilft gegen Nervosität und Lavendel bei stressbedingten Herz-Kreislauf-Beschwerden“, weiß die erfahrene Apothekerin.

Blutdruckmessen, aber richtig
Idealerweise misst man den Blutdruck mit einem Oberarm-Messgerät. „Hier wird automatisch auf Herzhöhe gemessen“, sagt Sokoll-Seebacher. „Vor dem Messen sollte man sich in Ruhe hinsetzen und etwa fünf bis zehn Minuten warten. Auf Alkohol, Zigaretten und koffeinhaltige Getränke soll vor der Messung außerdem verzichtet werden.“

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