Auf spiritueller Reise
Alois Helmberger - Vom Verstand ins Herz

Alois Helmberger mit seiner eigens gefertigten Weltkugel.
  • Alois Helmberger mit seiner eigens gefertigten Weltkugel.
  • Foto: Wolfgang Spitzbart
  • hochgeladen von Laura Hofmann

Alois Helmberger ist alleine 300 Tage lang um die Welt gereist. Doch sein Weg führte nicht nur rund um den Globus, sondern auch von seinem Verstand ins Herz. Seine spirituelle Reise hat schon vor langer Zeit begonnen, jedoch ist sie noch lange nicht beendet. 

ALTMÜNSTER. Der 59-jährige Almtmünsterer Alois Helmberger ist Lehrer an der Höheren Technischen Lehranstalt (HTL) Vöcklabruck und in seiner Freizeit Künstler. Sich selbst beschreibt er als flexibel, kreativ, lebensfroh und am Weg in die tieferen Ebenen des Lebens. Lange Zeit hat er sich über seine Leistungen definiert. Doch heute ist er „ausgebrochen aus dem System“, er wollte nicht mehr nur auf die Früchte schauen. „Es ist mir egal was irgendwer sagt, es geht mir immer besser damit“, meint der vor drei Jahren geschiedene, dreifacher Vater. Erst, als er aufgehört hat, allen gefallen zu wollen konnte er zu sich selbst stehen. „Heute bin ich sehr glücklich, und sehr dankbar, dass ich mich dem Leben hingeben kann"

"Ich besuche meine Welt"

„Als ich auf Weltreise war, wurde ich manchmal gefragt warum ich das eigentlich mache. Meine Antwort war immer, `I visit my world´.“ In seiner Werkstatt hat er schon einmal eine Weltkugel hergestellt, aber er wollte sie auch wirklich einmal bereisen, das war auch seine Motivation für "in 300 Tagen um die Welt". Für Helmberger gehören sowohl schöne, als auch schlechte Erfahrungen zum Leben dazu. „Die Schönen sind für die Flügel, die Schlechten für die Wurzeln, ein Mensch braucht beides.“ Aus diesem Grund möchte er auch keine Erfahrung mehr vermeiden und im Leben „einfach da sein“.
Mehr zufällig als gewollt lag die Route seiner Reise zu großen Teilen auf dem Kondalini der Mutter Erde, das bemerkte er auch erst als ihm ein anderer Reisender ein Buch darüber zeigte. Viele seiner Haltestellen glichen sich mit den Chakrapunkten der Erde. Jedes Land, das er besuchte, bot ihm neue Erfahrungen. Trotz Sprachbarriere lernte er andere Reisende kennen, denen er "am offenen Herzen" gegenüber trat, und aus denen sich unglaubliche Begegnungen entwickelten. Während seines Sabbatical im Ausland gab es auch Zeiten in denen er nicht wusste ob er wieder als Lehrer in die Schule zurück wollte. Als er jedoch wieder bei den Schülern war, wurde ihm klar, dass er gerne mit Menschen arbeiten möchte. „Wir sind an einem kritischen Punkt in der Welt. Die Kinder werden in eine kollabierende Gesellschaft hinein erzogen." Helmberger möchte den Kindern vermitteln, was Sinn macht und was nicht.

"Es geht ums Besinnen"

Vor 20 Jahren hat Alois Helmberg zu drechseln begonnen, seine erste Austellung hatte er bereits fünf Jahre später. Der Ursprung seiner kreativen Arbeit wurde aber schon in seiner Lehrzeit gelegt. Dort wurde er immer schon mit kunstvollen Gegenständen konfrontiert, die ihn für das künstlerische begeisterten. Das Drechseln liebt Alois deswegen so, weil er dabei im Moment präsent ist und mit der Arbeit verschmelzen kann. Auch mit seinen Schülern in der HTL kreiert er so einige größere Projekte, wie zum Beispiel ein übergroßes Sonnensystem, welche in der Vöcklabrucker Schule dann auch ausgestellt werden. Für Helmberger geht es darum Gefühle zu erleben und zur "rohen, reinen Wahrheit zurückzufinden", doch er weiß auch, dass nicht jeder mit dem er arbeitet dem Leben so zugewandt sein möchte, wie er es ist. "Weck niemandem auf, der nicht wach sein möchte". Er versucht seinen Schülern beizubringen nach "innen zu hören", vom Verstand in das Herz zu kommen, und sich nicht darauf zu konzentrieren was andere möchten, sondern herauszufinden welcher Weg der ihre ist. Helmberger sieht es als Gnade, dass er ein langsames Erwachen erlebt. "Die meisten leben nicht sich selbst, und wissen auch eigentlich nicht was sie möchten. Der Mensch hat ein rießen Potenzial, er muss es nur richtig einsetzen. Wenn man erst einmal begonnen hat sich zu bewegen öffnet der Horizont seine Pforten." 
Alois Helmberger sieht seinen Weg vom Verstand ins Herz noch nicht als beendet, doch seine Richtung ist klar. Er möchte dem Leben nicht im Wege stehen.

Autor:

Laura Hofmann aus Salzkammergut

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