Corona Situation in Finnland
Martin Täubel Mikrobiologe in Kuopio

Der Mikrobiologe Martin Täubel bei seiner Arbeit am National Institute for Health and Welfare in Kuopio.
  • Der Mikrobiologe Martin Täubel bei seiner Arbeit am National Institute for Health and Welfare in Kuopio.
  • Foto: Finish Institute for Health and Welfare
  • hochgeladen von Stefanie Habsburg-Halbgebauer

Der Auslandsösterreicher Martin Täubel lebt seit fünfzehn Jahren in Finnland. In Kuopio arbeitet er als Mikrobiologe am National Institute for Health and Welfare. Aufgabe seiner Abteilung ist es, die nationale Coronaepidemieüberwachung und -prognose zu erstellen

KUOPIO/FINNLAND. Martin Täubel lebt in Kuopio, in der drittgrößten Stadt Ostfinnlands. Nach dem Studium der Umwelt- und Biotechnologie in Wien, bekam er ein Jobangebot an der Universität in Kuopio. „Seit dem bin ich in Finnland hängen geblieben. Seit 2005 arbeite ich für das National Institute for Health and Welfare im Department für Gesundheitssicherung und bin im Bereich der Mikrobiologie tätig. Mein persönlicher Arbeitsbereich liegt in der Erforschung der positiven und negativen Auswirkungen von mikrobiellen Expositionen hinsichtlich speziell Asthma and Allergien," so Täubel. Das National Institute for Health and Welfare ist ein staatliches Forschungsinstitut, das unter dem Gesundheitsministerium operiert. "Aufgabe unserer Abteilung ist es die nationale Coronaepidemieüberwachung und -prognose zu erstellen und das beinhaltet auf der einen Seite COVID-19 Testungen in Finnland zu koordinieren und alles was damit zusammenhängt, wie die Koordination der Probensammlung und das Nachverfolgen von Infektionsketten infizierter Personen. Auf der anderen Seite generieren wir die Empfehlungen hinsichtlich notwendiger Maßnahmen in der Bevölkerung, von Händewaschen über social distancing bis hin zu Quarantänemaßnahmen in bestimmten Regionen, welche dann die Regierung zur Entscheidungsfindung und für ihre Weisungen verwendet," berichtet der Mikrobiologe.

Regeln werden eingehalten

Martin Täubel arbeitet seit dem Corona-Virus von zu Hause aus. Nebenbei kümmert er sich auch um seinen siebenjährigen Sohn Noah. Seinen Urlaub verbringt er am liebsten bei seiner Schwester in Bad Ischl. Dann geht er gerne in die Berge klettern. "In Finnland sind die Leute sehr diszipliniert. Die Geschäfte haben teilweise noch offen, dies ändert sich jedoch laufend. Die Bevölkerung vermeidet große Einkaufszentren. Es ist es etwas lockerer als in Österreich. Maßnahmen wie Plexiglasscheiben bei den Supermarktkassen und Atmenschutzmasken sind noch nicht verpflichtend. Der Corona-Virus verbreitet sich je nach Anzahl der Bevölkerung unterschiedlich im Land. In Finnland leben weniger Leute auf mehr Land. Es ist sehr viel Platz und einige haben Zweiwohnsitze in den Wäldern, das ist ein Vorteil. Ich persönlich mache mir keine Sorgen. Ich bin froh, dass vor allem Kinder nicht vom Corona-Virus betroffen sind," erzählt Täubel.

1 Kommentar

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!




Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen