Watzmann: Abschied mit Wehmut

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GMUNDEN. „Auf oder nit aufi“ – das war die Frage. Der Berg rief – und auch das Publikum. Doch es war ein Abend mit viel Wehmut: Der „Watzmann“ – legendäres Kult-Musical aus den 70er Jahren – wird von seinen Protagonisten mit Ende des Jahres in die Pension geschickt. Zum letzten Mal standen zwei der Schöpfer, der von einer schweren Operation gezeichnete Wolfgang Ambros und Joesi Prokopetz, mit ihrem legendären Werk auf der Bühne. Mit ihren kongenialen Partnern Klaus Eberhartinger und Christoph Fälbl, Ambros‘ Band „Die Nummer 1 vom Wienerwald“ und einer perfekten Showtruppe brachten sie die randvolle Sporthalle zum Kochen.
Die Persiflage auf die bigotte Scheinwelt eines Tiroler Bergbauerndorfes wurde neu inszeniert und aktualisiert. Da kamen jetzt auch Handys und Passwörter vor – und eine „Dame der Nacht“ mit entblößtem Oberkörper. Exzellent Klaus Eberhartinger als verführerische „Gailtalerin“, die allen Männern im Dorf den Kopf umdreht: „Alle hob i scho ghobt, alle!“ Kraftvoll bei Stimme wie eh und je Wolfgang Ambros. Hintergründig und hinterfotzig die Dialoge von Christoph Fälbl und Joesi Prokopetz. Standing Ovations bei der Zugabe, dem Ambroschen Kulthit „Schifoan“ – der ganze Saal sang und klatschte mit.

FOTOS: Wolfgang Spitzbart

Autor:

Kerstin Müller aus Salzkammergut

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