B158: Studie weist Kreuterer Straße als "Mitverursacher" des Staus in Pfandl aus

Im Winter relativ wenig Verkehr – meistens zumindest. In den Sommermonaten ist auf der Pfandler Kreuzung aber meist sehr viel los
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  • hochgeladen von Philipp Gratzer

BAD ISCHL. Vor allem im Sommer ist er ein großes Ärgernis für Touristen und Einheimische: Der Stau bei der Pfandler Kreuzung, der sich zu Stoßzeiten teilweise sogar bis zu Kaiserpark-Tunnel hinzieht. Um die Ursachen dafür herauszufinden wurde am 24. und 25. August das Tiroler Büro Planotpimo beauftragt. Dabei wurde mit fünf Verkehrskameras das Verkehrsgeschehen auf der B158 im Pfandler Kreuzungsbereich, aber auch die Kreuzungen Richtung Kreutererstraße, die Ampelregelung bei der "Hofer-Kreuzung" und die Abbiegespur "Billa/Jet-Tankstelle" untersucht.

Abbieger als Spielverderber

Nun wurden der Stadt Bad Ischl die Ergebnisse vorgelegt. "Als Störfaktor wurde zum einen die Verkehrseinmündung Kreuterer Straße identifiziert", erklärt Verkehrsstadtrat Andreas Laimer (FP). "Weil hier immer wieder Abbieger – aber auch Lenker, die auf die B158 auffahren wollen – den Verkehrsfluss unterbrechen, können so nur Teile der Grünphasen auf der Hauptkreuzung genutzt werden." Das Ergebnis an verkehrsreichen Tagen: Stau. Ebenso sei die Verkehrseinmündung Untere Lindaustraße, in die auch immer wieder Fahrzeuge abbiegen bzw auch auf die B158 auffahren wollen, mitverantwortlich. Wenn auch in einem geringeren Ausmaß.

Maßnahmen: Abbiegeverbot, Linksabbiegespur, optimierte Einfädelspur und Ampel-Abschaltung

Mit einem Analysevideo lieferte Planoptimo auch gleich einige Lösungsansätze mit, die nun im Verkehrsausschuss diskutiert werden müssen: Ganz oben steht eine Testsperrung der Kreutererstraße in besagtem Bereich, was das Verkehrsaufkommen von stark reduzieren würde. Zudem könnte eine Erweiterung der Linksabbiegespur auf die Unere Lindaustraße zur Lockerung des Stauaufkommens beitragen. Auf Höhe der Jet-Tankstelle könnte die Einfädelspur noch weiter optimiert werden. Zudem empfehlen die Experten eine Testabschaltung der Ampel bei der "Hofer-Kreuzung".

Heide & Laimer weiter für Kreisverkehr-Lösung

"Ich bin für einen Kreisverkehr und um diesen endlich umsetzen zu können, hat sich die Stadtgemeinde auch an dieser Verkehrsstudie beteiligt", äußert sich Bürgermeister Hannes Heide via Facebook zu dem Thema. "Leider stößt diese Idee bei den Verantwortlichen in Linz nicht auf die nötige Gegenliebe. Es wird also zäh und sicher einige Zeit dauern, um entsprechende Überzeugungsarbeit zu leisten und den Kreisverkehr umsetzen zu können". Die Anregungen des Verkehrsplaners für mögliche Sofortmassnahmen würden aber sicher diskutiert werden. "Einer Verlagerung des Verkehrs in Wohngebiete bzw. vor der VS Pfandl stehen die Gemeindevertreter von Bad Ischl jedenfalls ablehnend gegenüber", so Heide weiter. Dem pflichtet auch Andreas Laimer bei.

"Knochenkreis" für Laimer am besten geeignet

"Mir persönlich gefällt die Idee eines 'Knochen-Kreisverkehrs' am besten." Dabei würde es gleich zwei Kreisverkehre geben: Einen, der die Ampelanlage der Pfandler Kreuzung ersetzt, und einen zwischen Jet-Tanskstelle und Exmanco. "So dürften Verkehrsteilnehmer, die von der Kreutererstraße kommen und Richtung Bad Ischl fahren wollen, nicht beide Spuren kreuzen sondern müssten zuerst den Kreisverkehr auf der Pfandler Kreuzung umrunden, ehe sie dann in die "richtige" Richtung fahren können. Ähnlich würde es sich bei Verkehrsteilnehmern verhalten, die von der Unteren Lindaustraße nach Salzburg wollen: Zuerst Richtung Kreisverkehr Exmaco, diesen umrunden und erst dann Richtung Salzburg (siehe Abbildung). "Ein zähfließender Verkehr ist mir aber viel lieber, als eine komplette Stockung", so Laimer, der weiß, dass der Knochen-Kreisverkehr aber auch die kostenintensivste Maßnahme ist.

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