Dialogforum zum fünften Mal in Gmunden

Gudrun Biffl von der Donau-Universität Krems und der Gmundner Bürgermeister Heinz Köppl bei der Eröffnungspressekonferenz.
  • Gudrun Biffl von der Donau-Universität Krems und der Gmundner Bürgermeister Heinz Köppl bei der Eröffnungspressekonferenz.
  • Foto: Cem Firat
  • hochgeladen von Felix Schifflhuber

KREMS/GMUNDEN. Mit einer der wohl drängendsten gesellschaftspolitischen Frage startete am 29. Juli das fünfte Dialogforum zu Migration und Integration in Gmunden. „Jugend, quo vadis?“ lautete die Frage des ersten Programmtags. Dabei wurden die Themen Identität, Arbeit und Bildung erörtert. Sie hoffe, damit etwas anstoßen zu können, betonte die Initiatorin der Plattform, Univ.-Prof. Dr. Gudrun Biffl von der Donau-Universität Krems, bei der Eröffnung in Gmunden.

Patchwork-Identitäten
Die Suche nach der eigenen Identität wird infolge von Globalisierung, Individualisierung und Migration zunehmend zu einer Herausforderung. Der Wandel im Bildungssystem spielt dabei eine Rolle. Die Phasen der Bildung und beruflichen Qualifizierung werden länger. „Daher ist die persönliche Identitätsfindung für Kinder und Jugendliche schwieriger geworden“, erklärte Migrationsforscherin Biffl in Gmunden. Das gelte insbesondere für Jugendliche mit Migrationshintergrund. Um ein „Verlorensein der Jugend“ aufzuhalten, so Biffl, müssten hybride Identitäten erkannt und gefördert und in das Bildungssystem implementiert werden.

Neugestaltung des Gemeinwesens
In den Vereinigten Staaten stellen „Patchwork Schools“ die Modellprojekte für Schulen des 21. Jahrhunderts dar. In diesen wirken Kinder unterschiedlichen Alters, Lehrer, Eltern und die Gemeinden zusammen, um ein System des lebenslangen Lernens aufzubauen. Damit könnten Bildungseinrichtungen zu neuen kommunalen Zentren werden. Mag. Barbara Herzog-Punzenberger vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (bifie) unterstrich die Integrationsfunktion der Schulen bei einer Podiumsdiskussion: „Die Schule ist der Integrationsort für die Gemeinschaften - ein Viertel der Erstklässler ist mehrsprachig“, erklärte die Wissenschaftlerin. Auch Kurt Nekula, MA, Sektionschef im Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (bm:ukk), betonte im Rahmen der Diskussion die Notwendigkeit, soziale Unterschiede im Schulwesen auszugleichen. „Die Herausforderung besteht darin, Kinder aus bildungsfernen Schichten zu fördern und dadurch ihre Chancen zu erhöhen“, betonte Nekula.

Bildung bis Kunst
Neben Bildungsfragen standen beim Dialogforum Gmunden, das jährlich von der Donau-Universität Krems veranstaltet wird, noch die Themenschwerpunkte „Working Poor“, Religionslandschaft in Bewegung, Transnationalität und Migration sowie Migration in der Kunst auf dem Programm.

Autor:

Felix Schifflhuber aus Salzkammergut

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r
Die wichtigsten Nachrichten per Push Mitteilung direkt aufs Handy! Jetzt für Deinen Bezirk anmelden!

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.