Flurreinigungsaktion im Bezirk Gmunden
Die Region startet den Frühjahrsputz

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Die OÖ Umweltprofis wollen mit der Aktion "Hui statt Pfui" das Land wieder von Müll und Abfall befreien.

SALZKAMMERGUT. Seit 2008 rufen das Umweltressort des Landes und der Landesabfallverband freiwillige Teilnehmer von Klein bis Groß, Schulen, Vereine und Privatpersonen auf, sich von März bis Mai an den "Hui statt Pfui"-Flurreinigungsaktionen zu beteiligen. Dabei wird achtlos weggeworfener Abfall entlang von Wegen, Straßen und Grünflächen eingesammelt, um Oberösterreich wieder ein wenig sauberer zu machen. Das Ganze passiert natürlich unter der Einhaltung der aktuellen Corona-Vorschriften.
In der Region packen wieder zahlreiche Gemeinden, Privatpersonen und Vereine mit an. Und das mit Erfolg: "Jährlich werden im Bezirk Gmunden rund acht Tonnen Abfälle im Zuge der Flurreinigungsaktion 'Hui statt pfui' gesammelt", erklärt Anita Kothmayr, Abfallberaterin beim Bezirksabfallverband Gmunden. Im Vorjahr sind die meisten Aktionen coronabedingt ausgefallen. "Man braucht aber nur bei den Wanderwegen oder am Straßenrand schauen, und man sieht, wie wichtig diese Aktion ist. Sollte es Verschärfungen bei den Corona-Regeln geben, können auch Familien oder Einzelpersonen sammeln gehen. Jeder, der die Aktion unterstützt, hilft auch unserer Umwelt!", so Kothmayr.

Schüler helfen fleißig mit

Die Volksschule Gschwandt ist fast jedes Jahr bei der Flurreinigungsaktion dabei. "Unsere Umwelt sauber zu halten und unseren Lebensraum zu schützen, ist die Motivation unserer Lehrer und Schüler. Den Kindern von Anfang an bewusst zu machen, wie schön unsere Natur ist und wie sehr sie vom Menschen zerstört und ausgebeutet werden kann – das wollen wir den jungen Menschen mit auf ihren Lebensweg geben", erklärt Annemarie Hauer von der Volksschule die Motivation. Jedes Jahr werden Tonnen an Müll an Oberösterreichs Straßen, Wegen und Wiesen achtlos weggeworfen. Dieses Phänomen heißt Littering und stellt eine große finanzielle Belastung dar: Für die Reinigung von Straßen und öffentlichen Plätzen wendet das Land jährlich rund drei Millionen Euro auf.
"Die Einführung eines Pfandsystems in Österreich ist eine ganz wesentliche Lösung, um das Littering und somit die zunehmende Vermüllung der Umwelt zu reduzieren. Wir wollen, dass das schädliche und achtlose Verschmutzen der Vergangenheit angehört", fordert der Vorsitzende des Landesabfallverbands Roland Wohlmuth. 2018 fielen allein auf Oberösterreichs Landstraßen 400 Tonnen gelitterter Abfall an. Der Grüne Klima- und Umweltlandesrat Stefan Kaineder betont daher: "Das gemeinsame Aufräumen von achtlos Weggeworfenem sensibilisiert die Menschen für einen nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt und Natur. Diese 'Frühjahrsputze' zeigen, es liegt nach wie vor jede Menge Dreck auf unseren Wiesen und Wäldern. Unsere Umwelt sauber zu halten, ist ein Auftrag an alle und stellt dabei auch einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz dar."

Zur Sache

• Die "Hui statt Pfui"-Kampagne findet von März bis Ende Mai statt. Es werden Abfallsäcke und Handschuhe verteilt, der Müll kann gratis entsorgt werden.
• Beim Gewinnspiel werden unter allen teilnehmenden Kindergärten, Schulen, Vereinen, Unternehmen und privaten Gruppen Gewinnsummen zwischen 300 und 500 Euro verlost.
• Beim Gemeindewettbewerb warten als erster Preis 3.000 Euro und für den zweiten Platz 1.500 Euro.
• Alle Infos zu den Aktionen und zum Gewinnspiel findet man unter huistattpfui.at, sowie bei den Gemeinden und den Bezirksabfallverbänden (BAV).
• Eine Anmeldung eigener Sammelaktionen ist online und bei den BAV oder Gemeinden möglich.
• Die BezirksRundschau berichtet regelmäßig über Sammelaktionen im Bezirk unter: meinbezirk.at/huistattpfui

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