Tipps der Polizei
Einbrecher nützen die Dämmerung

Aufmerksame Nachbarn und gegenseitige Hilfe sind einfache Maßnahmen, um Einbrecher abzuschrecken.
  • Aufmerksame Nachbarn und gegenseitige Hilfe sind einfache Maßnahmen, um Einbrecher abzuschrecken.
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  • hochgeladen von Kerstin Müller

BEZIRK (km). Vor allem in der Zeit zwischen 17 und 21 Uhr sind die Täter vermehrt unterwegs. Sie nützen die frühen Abendstunden, in denen die Bewohner noch unterwegs sind, es aber bereits dunkel genug ist, um unbemerkt handeln zu können. Ab September verzeichnet die Polizei mehr Einbrüche in Einfamilienhäuser und Wohnungen. Im Salzkammergut ist die Zahl in den letzten Jahren gesunken. "Wir sind auf einem niedrigen Niveau. Von September 2017 bis 2018 gab es im gesamten Bezirk in absoluten Zahlen 48 Einbrüche. Seit dem heurigen September verzeichnen wir 18 Dämmerungseinbrüche in Wohnungen und Häuser", so Markus Hufnagl, stellvertretender Bezirkspolizeikommandant. In dieser Statistik wird nicht unterschieden, ob es sich um einen Einbruchsversuch oder einen "gelungenen" Einbruch handelt. "Ebenso unterscheidet die Statistik nicht, ob der Einbruch von einer professionellen Bande aus dem Ostblock oder beispielsweise im Rahmen des Suchtgift-Milieus passiert ist. Im Rahmen der Ermittlungen wird sehr wohl unterschieden", erklärt Hufnagl.
Die Polizei setzt in der Hochsaison der Dämmerungseinbrüche auf verstärkte "Bestreifung" von gefährdeten Gegenden. Alle verfügbaren Beamten sind zwischen 16 und 21 Uhr mit Blaulicht- oder Zivilfahrzeugen unterwegs, um Wohngebiete entlang der Hauptverkehrsadern im Bezirk in der Dämmerungszeit zu kontrollieren.

Spezialist im Bezirk tätig

Weiters wurde nach längeren Verhandlungen ein Spezialist am Einbruchssektor vom Landeskriminalamt OÖ für den Bezirk Gmunden gewonnen. "Der Kollege ist seit November am Bezirkspolizeikommando Gmunden und stellt eine enorme Verstärkung für unsere Kollegen im gesamten Bezirk dar." Oft nutzen die Täter die einfachsten Möglichkeiten, um in ein Haus zu gelangen. Um dies zu verhindern und es den Einbrechern so schwer als möglich zu machen, bietet die Polizei ihre Hilfe an. "Unsere speziell ausgebildeten Beamten führen Beratungen über sicherheitserhöhende Maßnahmen durch – auch vor Ort. Interessierte können sich an die örtlich zuständige Dienststelle beziehungsweise an das Bezirkspolizeikommando in Gmunden wenden", so Hufnagl.

Verdächtiges melden

Generell können Dämmerungseinbrecher mit einfachen Maßnahmen abgeschreckt werden (s. Infokasten rechts). "Wichtig sind eine gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe. Eine Vertrauensperson, die bei Abwesenheit nach dem Rechten sieht und den Postkasten entleert, leistet wertvolle Dienste." Die Dämmerungseinbrecher kommen meist aus dem Osten, "aus Ungarn, Tschechien, Rumänien oder Polen. Die Täter kundschaften zuerst die Gegenden aus und schlagen dann gleich ein paar Mal in einer Nacht zu. Daher ist es auch wichtig, verdächtige Fahrzeuge, die durch Siedlungen fahren, bei der Polizei unter der Tel. 133 zu melden. Wir nehmen hier jeden Hinweis ernst", bittet der stellvertretende Bezirkspolizeikommandant.

Tipps der Polizei

• Gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe sind sehr wichtig. Zusammenhalt schreckt Täter ab.
• Vermeiden Sie Zeichen der Abwesenheit. Leeren Sie Briefkästen und beseitigen Sie Werbematerial, eventuell durch eine Vertrauensperson.
• Schließen Sie Fenster, Terrassen- und Balkontüren.
• Vermeiden Sie Sichtschutz, der dem Täter ein ungestörtes Einbrechen ermöglicht.
• Räumen Sie weg, was Einbrecher leicht nützen können, z.B. Leitern.
• Verwenden Sie bei Abwesenheit in den Abendstunden Zeitschaltuhren und installieren Sie eine Außenbeleuchtung.
• Sichern Sie Terrassentüren und lassen Sie nur hochwertige Schlösser und Schließzylinder einbauen.
Termine für Präventiv-Beratungen können bei der nächsten Polizeiinspektion vereinbart werden.

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