Einsatzübung in der Ohlsdorfer Reifendeponie - 162 Einsatzkräfte übten den Ernstfall

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15 Feuerwehren mit 162 Einsatzkräften übten am vergangenen Samstag, 08. September 2012, den Ernstfall in der Ohlsdorfer Altreifendeponie.

Grund der Übung war die bevorstehende Räumung der Deponie. Im Jahr 2000 standen die Ohlsdorfer Feuerwehren und die der Umgebung zwei Mal im Einsatz, um Brände im Zwischenlager vier zu löschen. Gase, welche bei der Pyrolyse der Altreifen entstanden sind, entzündeten sich mit dem Luftsauerstoff an Oberfläche des Lagers. Daraufhin wurde das Zwischenlager vier geräumt und nach den gesetzlichen Bestimmungen wiederverwertet bzw. entsorgt.

Innovation mit Altreifen
Die Firma Asamer hat nach den Bränden sofort reagiert und entwickelte mit der ART (Asamer Rubber Technology GmbH) ein führendes Unternehmen der Altreifenentsorgung bzw. Wiederverwertung. Bei der ART werden Altreifen in ihre Bestandteile zerkleinert. Die daraus gewonnenen Gummigranulate finden sich nun in verschiedenen Bauteilen wieder. Neue, niedrige Lärmschutzwände aber auch Leitschienensysteme können aus den recyclierten Altreifen entwickelt werden. Diese Innovation wurde bereits mit zahlreichen Auszeichnungen prämiert.

Einsatzübung im Lager „Bienenhütte“
Um für einen eventuellen Ernstfall während der Räumung vorbereitet zu sein, fand eine Einsatzübung am 08. September 2012 statt. Die Alarmierung der 15 Feuerwehren aus Ohlsdorf und Umgebung erfolgte über die Bezirkswarnstelle Gmunden um 13:00 Uhr laut Sonderalarmplan mit drei Alarmstufen.

Angenommen wurde ein Brand im Lager „Bienenhütte“ am nördlichen Ende der Schottergrube in Unterthalham. Nach dem Eintreffen der Einsatzleitung unter Pflichtbereichskommandant HBI Ernst Pesendorfer wurde ein Brand lokalisiert und aufgrund der Größenordnung die Alarmstufe zwei und drei laut Sonderalarmplan über die Bezirkswarnstelle Gmunden ausgelöst. Dies bedeutet, dass um ca. 13:10 Uhr 15 Feuerwehren alarmiert waren.

Nach und nach trafen die Feuerwehren in Ohlsdorf ein und wurden - wie in einem Einsatzplan festgelegt - zu den jeweils vorgegebenen Positionen beordert. Da bei einem Brand Atemgifte entstehen, war das Betreten der Einsatzzone nur mit schwerem Atemschutz möglich. Dies bedeutete, dass von allen eintreffenden Feuerwehren Atemschutztrupps gestellt wurden. Im Laufe der Übung wurden 12 Trupps eingesetzt. Im Ernstfall kann der Brand nur mit Schaum gelöscht werden, welcher aber bei der Übung aufgrund des enormen Verbrauches eingespart wurde.

Löschwasser von mehreren Pumpenstandorten
Um genügend Löschwasser für die zahlreichen Tankwägen zur Verfügung zu haben, wurden an insgesamt vier verschiedenen Stellen im Firmengelände bzw. von der nahen Traun mehrere Löschleitungen gelegt - insgesamt 1800 Meter B- Schläuche und 560 Meter C- Schläuche. Mit den sechs eingesetzten Tragkraftspritzen wurden rund 432.000 Liter Löschwasser befördert.

Elf Strahlrohre und drei Wasserwerfer wurden eingesetzt, um einen effektiven Löscheinsatz zu garantieren. Dabei wurden die Rohre nicht nur vom Boden aus, sondern auch von einer Gelenkbühne und einer Drehleiter aus in Einsatz gestellt.

Nach rund 1,5 Stunden wurden alle Übungsziele erreicht und das Aufräumen befohlen.

Im Anschluss fanden sich alle Übungsteilnehmer bei der ART ein. Bei einer kleinen Jause und kühlen Getränken konnten sich die Übungsteilnehmer stärken.

Dankesworte der Übungsleitung und der Übungsbeobachter
Positive Dankesworte wurden seitens der Übungsleitung an alle teilnehmenden Feuerwehren gerichtet. Auch Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Christian Huemer dankte den Übungsverantwortlichen sowie den Teilnehmern für die geleistete Arbeit. Der Geschäftsführer Dr. Thomas Danner begleitete die Übung als Beobachter und sprach ebenfalls seinen Dank und Anerkennung für die Arbeit aus. Vor allem wünsche er sich niemals den Ernstfall, so Dr. Danner in seiner Ansprache. Diesen Wunsch teilen auch alle Feuerwehren mit ihm.

Im Übungseinsatz standen:
FF Ohlsdorf, 22 Mann, 5 Fzg.
FF Aurachkirchen, 13 Mann, 2 Fzg.
FF Wiesen, 16 Mann, 2 Fzg.
FF Pinsdorf, 14 Mann, 2 Fzg.
FF Gmunden, 12 Mann, 3 Fzg.
BTF Steyrermühl, 10 Mann, 3 Fzg.
FF Laakirchen, 9 Mann, 1 Fzg.
FF Oberweis, 10 Mann, 2 Fzg.
FF Altmünster, 9 Mann, 3 Fzg.
FF Gschwandt, 9 Mann, 1 Fzg.
BTF Hatschek, 12 Mann, 2 Fzg.
FF Desselbrunn, 8 Mann, 1 Fzg.
FF Sicking, 6 Mann, 1 Fzg.
FF Windern, 8 Mann, 1 Fzg.
RK- Gmunden, 2 Mann, 1 Fzg.
AFK Kdt., 1 Mann, 1 Fzg.
BWST Gmunden, 1 Mann

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