Krippenstein
Franzose verfolgte Gämse und musste Nacht in Felswand verbringen

Beim ersten Tageslicht konnte der Mann vom Notarzthubschrauber leicht verletzt aus der Wand gerettet und am Fuße des Krippensteins abgesetzt werden.
  • Beim ersten Tageslicht konnte der Mann vom Notarzthubschrauber leicht verletzt aus der Wand gerettet und am Fuße des Krippensteins abgesetzt werden.
  • Foto: Fotokerschi (Symbolfoto)
  • hochgeladen von Elisabeth Klein

Der Aufstieg auf den Krippenstein und die Verfolgung eines Gämse endete für einen 26-jährigen Franzosen mit einer Nacht in einer Felswand.

OBERTRAUN. Nachdem ein 26-jähriger Franzose gestern, 25. Oktober 2021, mit dem Zug von Salzburg angereist war, machte er sich im Gemeindegebiet von Obertraun zu Fuß Richtung Aussichtsplattform "5 Fingers" auf den 2100 Meter hohen Krippenstein auf den Weg. Seine Tourenplanung sowie seine Ausrüstung waren für dieses Vorhaben nicht ausreichend. Als der Mann beim Aufstieg eine Gämse bemerkte, wollte er diese genauer beobachten und folgte ihr, weg vom markierten Aufstiegsweg, in felsiges wegloses Gelände. Trotz der bereits einsetzenden Abenddämmerung versuchte er noch weiter durch das steile Terrain aufzusteigen.

In Felswand gefangen

Erst als es völlig dunkel war, bemerkte er, dass er mitten in einer Felswand gefangen war und weder vor noch zurück konnte. Er suchte sich einen sicheren Platz und versuchte dort, vorerst ohne fremde Hilfe, die Nacht zu überstehen. Erst gegen Mitternacht verständigte er seine Freundin in Salzburg und teilte dieser seine missliche Lage mit. Die 29-jährige Frau, ebenfalls aus Frankreich, informierte die Polizei. Gegen 0.30 Uhr konnten so die Einsatzkräfte im Salzkammergut erst beginnen, den Mann zu lokalisieren und eine Rettung vorzubereiten. Der nachtflugtaugliche Hubschrauber konnte den verstiegenen Wanderer schnell orten, ihn jedoch in der Dunkelheit nicht von seiner Position retten. Deshalb stiegen Bergretter und ein Alpinpolizist in Richtung des Franzosen auf. Aufgrund des weglosen, steilen und felsdurchsetzten Geländes war eine bodengebundene Rettung in der Nacht für die Einsatzkräfte jedoch zu gefährlich. Dem unverletzten Mann wurde durch Zurufe mitgeteilt, dass ein sicherer Abstieg erst bei Tageslicht durchgeführt werden kann und er die Nacht in der Wand ausharren müsse.

Rettung erst bei Tagesanbruch

Beim ersten Tageslicht konnte der Mann vom Notarzthubschrauber leicht verletzt aus der Wand gerettet und am Fuße des Krippensteins abgesetzt werden. Seine Rettungsmannschaft blieb die gesamte Dauer in Rufweite des Mannes und konnte gegen 7.30 Uhr den Einsatz beenden.



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