70 Jahre OÖ Zivil-Invalidenverband
Gleich drei Gmundner Projekte mit dem "complemento"-Preis ausgezeichnet

Alle Preisträger des "complemento".
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SALZKAMMERGUT, LINZ. Eine wesentliche Institution in der heimischen Soziallandschaft feierte kürzlich seinen 70. Geburtstag: der OÖ Zivil-Invalidenverband. Im Rahmen dieser Großveranstaltung wurden auch die Auszeichnung „complemento“ überreicht. Diese wird an Personen vergeben, die sich mit außerordentlichem Engagement für Menschen mit Behinderungen einsetzen. Gleich drei Gmundner Projekte aus insgesamt 47 Eingereichten konnten beim „complemento“ punkten. Über einen Sieg in der Kategorie Freizeit konnte sich der integrative Segelverein „Mini 12“ freuen; Edi Scheibl aus Ebensee und das Projekt „Barrierefrei am Traunsee“ zählten zu den Nominierten.

600 Gäste feierten mit dem OÖZIV

Am 20. Oktober ging im Oberbank Donauforum in Linz das große Finale von „complemento 2018“ und die 70-Jahre-Feier des OÖ Zivil-Invalidenverband (OÖZIV) über die Bühne. Knapp 600 Besucherinnen und Besucher nahmen an der Veranstaltung teil. Zahlreiche hochkarätige Gäste aus Politik und Wirtschaft, darunter Landeshauptmann Thomas Stelzer und Landesrätin Birgit Gerstorfer, würdigten die Leistungen des OÖ Zivil-Invalidenverbandes in den vergangenen 70 Jahren. Gerhard Mayr, Landesobmann des OÖZIV, betonte die Wichtigkeit des positiven Blickwinkels und die Funktion als Brückenbauer für Menschen mit Behinderung, die der OÖ Zivil-Invalidenverband einnimmt. Als besonders wesentlich hob er die positive Vorbildwirkung all jener hervor, die mit dem „complemento“ ausgezeichnet wurden.

Mit dieser Auszeichnung, die bereits zum fünften Mal vom OÖZIV ausgelobt wurde, wurden Wirtschaftsbetriebe, Privatpersonen, Freizeitaktionen sowie Ämter, Behörden und Körperschaften geehrt, die sich in OÖ in besonderem Maße für Menschen mit Behinderung einsetzen. Die Jury war gefordert, aus insgesamt 47 Einreichungen die Nominierten und Sieger in vier Kategorien zu küren.

  • Kategorie Ämter, Behörden, Körperschaften: Nominiert: Barrierefrei am Traunsee

Die Idee entstand im Frühling 2017 im Rahmen einer offenen Projektwerkstatt des laufenden Agenda21-FollowUp-Prozesses der Marktgemeinde Altmünster. Mit Jänner 2018 startete das über die eigenen Gemeindegrenzen hinaus wirkende Projekt „Barrierefrei am Traunsee“. Projektziel war, auf die Barrieren im Alltag aufmerksam zu machen, aber durchaus auch bereits vorhandene Angebote und Möglichkeiten aufzuzeigen. Dazu wurden in allen vier Gemeinden Projektgruppen gebildet, die „Begehungen“ durchführen um auf diverse Barrieren für Menschen mit Beeinträchtigungen aufmerksam zu machen. Längerfristige Projektziele sind zum Beispiel das Entfernen von Barrieren und Hindernisse auf Straßen und Plätzen, in öffentlichen Gebäuden und in der Gastronomie sowie das Freizeitangebot für Menschen mit Behinderung zu erweitern.

  • Kategorie Freizeit: Gewinner: Mini 12 – integrativer Segelverein, Gmunden

Die Mitglieder des „Mini12-Integrativer Segel-Vereins“ engagieren sich im Rahmen von mehreren Veranstaltungen ehrenamtlich, um Menschen mit verschiedensten Behinderungen, den Spaß am Segeln, das Gefühl der Unabhängigkeit zu ermöglichen. Eine dieser Veranstaltungen ist die sogenannte „Traunseewoche“, die seit nunmehr 21 Jahren in der ersten Ferienwoche am Traunsee stattfindet. 2018 nahmen bei mehreren aufeinanderfolgenden Veranstaltungen am Traunsee insgesamt 35 Personen, mit teilweise schweren körperlichen oder mentalen Beeinträchtigungen teil, die verwendeten Boote (Mini12) sind kleine Ein-Mann-Boote, die nicht kentern und auch nicht sinken können. Neben therapeutischen Effekten bewirkt das Segeln ein erhöhtes Selbstvertrauen, welches sich auch auf andere Lebensbereiche positiv auswirkt.

  • Kategorie Einzelpersonen: Nominiert: Edi Scheibl, Ebensee

Edi Scheibl ist jahrzehntelanger Veranstalter des "Fit-Wochenende für Behinderte und deren Freunde" in Ebensee, er ist Gründer der – immer noch aktiven – integrativen Turn- und Akrobatikgruppe Flying Edis, Mitgründer von "Unser Ball", Initiator und langjähriger Leiter der oberösterreichweiten Initiative NoLimits, engagiert sich persönlich auch außerhalb vom Verein – macht viele Krankenbesuche, organisiert Informationsveranstaltungen etwa zum Thema Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigung etc.

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