Achtung Aprilscherz
"Hallstatt Airline" – Heli Salzkammergut plant Mini-Fluglinie mit Basis in Hallstatt

Per Helikopter-Rundflug sowohl Hallstatt, als auch die Luft genießen.
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Viele haben es sich schon gedacht: Leider – oder zum Glück – handelt es sich bei diesem Beitrag um einen Aprilscherz. Danke auch an Bürgermeister Alexander Scheutz, der die Berichterstattung sehr gelassen genommen hat :-)

HALLSTATT. Unzählige Touristen, die sich in den Gassen tummeln, tausende Busse, die den Verkehr zum Erliegen bringen und zunehmend entnervte Einwohner. Ein typischer Sommertag in Hallstatt. Mit einem neuen Verkehrskonzept will die Welterbegemeinde Abhilfe schaffen, doch das ist nicht genug. Zumindest, wenn es nach einem Unternehmer aus dem Inneren Salzkammergut geht. Er hat eine Lösung parat: Die – vornehmlich asiatischen – Gäste einfach direkt von den Flughäfen der Umgebung – Salzburg, Linz & Co – einfliegen. "So könnte man den zunehmenden Bus- und Autoreiseverkehr in und um Hallstatt erheblich eindämmen", ist sich Günter Lechner, Geschäftsführer von Heli Salzkammergut, sicher.

Hubschrauberflotte wird um Flugzeuge erweitert

Derzeit hat Heli Salzkammergut drei Hubschrauber für Rundflüge und Lastentransporte im Einsatz. Wenn alles klappt, könnte die Flotte schon bald um zwei Klein-Flugzeuge erweitert werden. Finanzielle Unterstützung beim Flugzeugankauf könnte der Gosauer aus Russland bekommen. "Ich hatte 2017 ein Projekt mit einer gut situierten Familie aus Moskau, die sich ein Luxus-Chalet in Gosau errichten ließen", erklärt Lechner. "Die ersten Gespräche sind sehr vielversprechend verlaufen." Über die Anschaffungskosten will Lechner aber Stillschweigen bewahren.

Rückendeckung auch aus Asien

Bliebe nur noch die Frage, wo man eine entsprechende Landefläche errichten könnte. "Mir würde hier das Echerntal vorschweben, wobei die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern erst ganz am Anfang stehen." Logischer Streitpunkt: Die finanzielle Ablöse. Doch wenn alles nach Plan läuft, könnte es auch hier bald zu einer Lösung kommen. "Ich wurde von einem asiatischen Konzern kontaktiert, der für seine Top-Manager einen Rundflug und eine Sondertour über und durch Hallstatt bei mir buchen wollte", so der Heli Salzkammergut-Chef. "Ich erklärte, dass es mit den Genemigungen alles eher kompliziert sei und dachte schon, dass das Gespräch damit vorbei sei." Doch weit gefehlt: "Stattdessen wurde ich zum CEO durchgestellt, der mir tatsächlich ein Angebot gemacht hat, das ich nicht ablehnen konnte." Geld dürfte – auch was die Errichtung einer Landebahn angeht – also keine Rolle spielen. Wer der potente Financier ist, wollte Lechner aber noch nicht verraten.

Lechner: "Muss die Hallstätter auf meine Seite bringen"

Die letzte große Hürde könnten die Einwohner selbst sein. "Natürlich wäre man dann den Flugzeuglärm über Hallstatt", so Lechner, "wobei das vermutlich jeder noch besser findet, als den unerträglichen Lärmpegel auf den Straßen." Vom Echerntal könnten dann – angepeilt wird derzeit Mitte 2020 – alle Gäste problemlos zu Fuß in die Welterbegemeinde gehen. Ergebnis: Weniger Belastung für alle. Bei einer Präsentation im Kultur- und Kongresshaus Hallstatt am 31. April will er die Einheimischen und die Vertreter von Politik und Tourismus ins Boot holen. Gespräche mit Bürgermeister Axel Scheutz hätte es bislang noch keine gegeben  – als Grund dafür nennt Lechner den Zeitdruck, den er von seinen Partnern auferlegt bekommt. Für Gespräche – und um mögliche Vorurteile zu zerstreuen – steht Lechner aber jederzeit zur Verfügung. "Die Idee mag zuerst unrealistisch klingen, aber wenn man genauer darüber nachdenkt, könnte das jene Lösung sein, nach der Hallstatt schon so lange gesucht hat." Vom touristischen Mehrwert einmal ganz abgesehen.

Name "Hallstatt Airline" war logische Wahl

Dass die Luft Hallstatts in Flaschen abgefüllt und an Touristen verkauft wird, hat Günter Lechner auf den Namen "Hallstatt Air(line)" gebracht. "Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, wie man diese coole Idee noch toppen könnte", so Lechner. "Darum biete ich nun 'Hallstatt Air' direkt aus der Luft über Hallstatt an." Soll heißen, dass Touristen bald die Möglichkeit haben werden, den Originalschauplatz von "Hallstatt Air" aus der Vogelperspektive zu erleben und gleichzeitig die Original-Hallstatt-Luft zu inhalieren. "Für besonders Mutige wird dazu auch eine Tür des Helikopters einen Spalt breit geöffnet." Ein genialer Marketing-Schachzug, der aber in erster Linie die Werbetrommel für die geplante Fluglinie rühren soll.

Per Helikopter-Rundflug sowohl Hallstatt, als auch die Luft genießen.
Im Echerntal könnte bis Mitte 2020 die Landezone für die Flugzeuge entstehen.

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