Hubschrauberbergung
Linzer Schülergruppe auf Krippenstein verirrt

Zur Bergung der Schülergruppe musste auch Luftunterstützung angefordert werden.
  • Zur Bergung der Schülergruppe musste auch Luftunterstützung angefordert werden.
  • Foto: danielreitz54/Fotolia (Symbolfoto)
  • hochgeladen von Philipp Gratzer

Die Bergrettung Obertraun wurde am 13. Februar um 12.30 Uhr zu einem Alpineinsatz im freien Skigelände am Krippenstein alarmiert. Eine Schulgruppe aus dem Bezirk Linz-Land von zwölf Kindern im Alter zwischen zwölf und 14 Jahren waren gemeinsam mit ihrem 27-jährigen Lehrer von dem Routenverlauf der Variante Schönberg abgekommen und konnten im steilen, felsdurchsetzten Gelände nicht mehr aus Eigenem abfahren.

OBETRAUN. Nach der genauen Ortsbestimmung durch die Bergrettung wurde die Flugpolizei Linz alarmiert, um einen Abtransport der Personen aus dem unwegsamen Gelände mittels Hubschrauber zu organisieren. Im Zuge des Einsatzes stellte sich heraus, dass zwei der zwölf Kinder leicht verletzt waren. Um die beiden ärztlich versorgen zu können, wurde zusätzlich der Notarzthubschrauber Martin 1 alarmiert. Die zwei Leichtverletzten konnten sicher ins Tal und weiter ins Krankenhaus Bad Ischl transportiert werden. Sieben der restlichen elf Personen befanden sich in einem Gelände, in dem nur noch eine Rettung mit dem 20 Meter Bergetau durch die Flugpolizei möglich war.
Die übrigen vier Personen, darunter der Lehrer, konnten gemeinsam mit der Bergrettung Obertraun, nach einem kurzen Aufstieg, noch mit den Skiern bis zur Mittelstation Schönbergalm und von dort weiter mit der Seilbahn abfahren.

Rettungaktion dauert 2,5 Stunden

Die gesamte Rettungsaktion zog sich aufgrund der vielen Personen über einen Zeitraum von 2 ½ Stunden. Erst gegen 14.45 Uhr waren alle Personen sicher im Tal. Dort wurde die Schulgruppe wieder gesammelt und von Seilbahnmitarbeitern bzw. deren Lehrern betreut. In weiterer Folge wurde noch das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuz zugezogen, um die Erlebnisse der Kinder aufzuarbeiten. Die zwei Leichtverletzten wurden im Krankenhaus ambulant behandelt und konnten noch am selben Tag wieder zu ihren Schulkollegen zurückkehren. Die Kinder und ihr Lehrer hatten lediglich eine Ausrüstung für den organisierten Skiraum mitgeführt. Trotz erheblicher Lawinenwarnstufe (Stufe 3) oberhalb der Waldgrenze wurden kein Lawinenverschüttetensuchgerät, keine Lawinensonde und keine Lawinenschaufel mitgeführt.

Autor:

Philipp Gratzer aus Salzkammergut

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