Bundesstraße wieder geöffnet
Murenabgänge in Traunkirchen und Bad Ischl

Die Arbeiten auf der B145 beim Sonnsteintunnel in Traunkirchen laufen auf Hochtouren. Wenn alles klappt, kann die Sperre am Nachmittag des 21. Juni aufgehoben werden.
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  • Die Arbeiten auf der B145 beim Sonnsteintunnel in Traunkirchen laufen auf Hochtouren. Wenn alles klappt, kann die Sperre am Nachmittag des 21. Juni aufgehoben werden.
  • Foto: Schragl
  • hochgeladen von Philipp Gratzer

Die starken Regenfälle im Salzkammergut führten am 17. Juli und in der Nacht auf 18. Juli zu Murenabgängen auf der B145 zwischen Ebensee und Traunkirchen. Auch in Bad Ischl waren die Feuerwehren im Großeinsatz.


Update am 21. Juli, 14.58 Uhr

Erleichterung für Anrainer und Verkehrsteilnehmer: Durch rasches Handeln und großartige Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte kann die B145nur vier Tage nach dem Murenabgang bei Traunkirchen gesichert, gereinigt und heute, am 21. Juli, um 15 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden. „Erfreulicherweise kann die B145 als wichtige Verbindungsstraße nun wieder für den Verkehr freigegeben werden“, teilt Landesrat Günther Steinkellner mit.

Update am 20. Juli, 10.57 Uhr

Aktuell ist die B145 zwischen Ebensee und Traunkirchen für den Verkehr gesperrt, eine Umleitung über die Großalmstraße und das Weißenbachtal (B152 und B153) ist eingerichtet. Wie Bürgermeister Christoph Schragl mitteilt, soll die Sperre aber im Verlauf des Mittwoch-Nachmittages (21. Juli) aufgehoben werden."Die Sicherungs- und Aufräumarbeiten seitens der Spezialisten der Wildbach- und Lawinenverbauung, sowie der Strassen- und Brückenmeisterei laufen auf Hochtouren. Danke für die hervorragende Arbeit aller Beteiligten. Wenn alles so gut weitergeht, könnte die Straße am Mittwoch Nachmittag wieder freigegeben werden. Wir bitten um Verständnis, dass aufgrund der Komplexität kein absolut exakter Öffnungszeitpunkt genannt werden kann", erklärt er.

Ursprünglicher Bericht

SALZKAMMERGUT. Die B145 zwischen Traunkirchen und Ebensee bis auf Weiteres gesperrt. In der Nacht von 17. auf den 18. Juni ist vor dem Sonnsteintunnel eine Mure abgegangen und hat die Straße unter sich begraben. Die Straße ist derzeit auf unbestimmte Zeit gesperrt. "Gemeinsam mit dem Landesgeologen Harald Wimmer, Vertretern der Wildbach- und Lawinenverbauung, der Feuerwehr Traunkirchen, Strassenmeister Thomas Lahnsteiner und seinem Team, der Polizei und Gemeindevertretern wurde bereits heute Nacht die Sachlage erkundet und erörtert", erklärt Traunkirchens Bürgermeister Christoph Schragl. Am heutigen Sonntag werden weitere Begehungen durchgeführt, "erst danach kann eine detaillierte Aussage über die Gefahr und die Dauer der Sperre der B145 getroffen werden."

Auch Bad Ischl stark vom Unwetter betroffen

Die starken Regenfälle am 17. Juli bescherten ab 21 Uhr auch den Ischler Feuerwehren und Feuerwachen zahlreiche Einsätze. Ein Bewohner einer Dachgeschoßwohnung am Kreuzplatz bemerkte einen Wassereintritt in seiner Wohnung und rief die Florianis um Hilfe. Umgehend rückten die Kameraden zur Einsatzadresse aus. Mit einer großen Plane wurde die Dachterrasse, wo es offensichtlich zum Wassereintritt kam, abgedichtet. Somit konnte man wieder ins Gerätehaus einrücken In weiterer Folge begannen die ehrenamtlichen Helfer der Feuerwache Reiterndorf in einer Schottergrube mit dem Befüllen von Sandsäcken, welche immer wieder von den weiteren Einsatzkräften zu gefährdeten Objekten verbracht wurden.

Straßensperre auf B145 und B158


Kurze Zeit später standen mit der Hauptfeuerwache Bad Ischl, den Feuerwachen Ahorn-Kaltenbach, Reiterndorf, Rettenbach-Steinfeld-Hinterstein und der Freiwilligen Feuerwehr Pfandl, bereits fünf Ischler Einheiten im Einsatz. Es galt gefährdete Fahrzeuge aus Gefahrenbereichen zu bergen. Überflutete Keller mussten ausgepumpt und vermurte Verkehrswege frei gemacht werden. Außerdem galt es einzelne Uferbereiche von Bächen und Flüssen mit Sandsäcken zu sichern, um Überflutungen von Objekten und Straßen zu verhindern.
Neben kleineren Straßensperren wurde auch die B158 in der Ortschaft Steinbruch gesperrt und die B145 im Bereich der Kalkwerkkurve war für den Verkehr erschwert passierbar.  Mehr als hundert Mann im Einsatz
Insgesamt standen mehr als hundert Männer und Frauen der Hauptfeuerwache Bad Ischl Bad Ischl, der Freiwilligen Feuerwehr Pfandl, sowie der der Feuerwachen Ahorn – Kaltenbach, Reiterndorf und Rettenbach im Unwettereinsatz. Weiters war der städt. Wirtschaftshof der Stadtgemeinde Bad Ischl, die Polizeiinspektion Bad Ischl sowie die Straßenmeisterei im Einsatz.

Verklausung - brenzlige Situation in der Ortschaft Ramsau


Im Schöffaubach bildete sich eine Verklausung, welche dazu führte, dass das Wasser entlang einer Forststraße weiter floss. Dabei wurden die angrenzenden Gebäude gefährdet. Die Anwohner riefen die Freiwillige Feuerwehr zu Hilfe. Die Anfahrt zum Einsatzort war für die freiwilligen Helfer der FF Pfandl und der HFW Bad Ischl nicht ungefährlich, da den Einsatzkräften Einiges an Material entgegen geschwemmt wurde.  Mit hunderten von Sandsäcken wurden die betroffenen Objekte gesichert und Keller mit Pumpen ausgepumpt. Mittels Bagger wurde entlang des Baches gegraben um weiteren Schaden von den Häusern abzuwenden.  Neben den Kameraden der FF Pfandl und der HFW Bad Ischl steht aus der städt. Wirtschaftshof der Stadtgemeinde Bad Ischl mit 3 Fahrzeugen im Einsatz. Um 3.30 Uhr konnte der Einsatz beendet werden.

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