OÖ: Über vier Tonnen Altstoffe werden wiederverwertet

Wie Elektroschrott wiederverwertet werden kann, soll die "Rund Geht's"-Bewusstseinskampagne zeigen.
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OÖ. Insgesamt 180 Altstoffsammelzentren (ASZ) gibt es derzeit in Oberösterreich. Rund 4,3 Tonnen der in den ASZ abgegebenen Altstoffe werden wiederverwendet – darunter Textilien, Schuhe, Cartridges und Tintenpatronen, ReVital-Waren (ohne Elektro-Großgeräte) und Elektro-Großgeräte. Die Tendenz ist klar steigend – vor zehn Jahren waren es noch 1,5 Tonnen weniger. Über 80 verschiedene Alt- und Problemstoffe werden in den oberösterreichischen ASZ übernommen. Sortenrein getrennt werden die Stoffe von mehr als 660 ASZ-Mitarbeitern, die damit eine stoffliche Verwertung und ein ökologisches Recycling ermöglichen.

Oberösterreich ist Vorbild
Abfalltrennung und -vermeidung hat in Oberösterreich einen hohen Stellenwert. Das zeigte die Wirkungsanalyse zur Kampagne "Trenna is a Hit" : Mehr als die Hälfte der Oberösterreicher erachtete dieses Thema als sehr wichtig, ein weiteres Drittel als einigermaßen wichtig.

"Oberösterreichs Abfallwirtschaft hat sich in den letzten Jahren zu einer nachhaltigen Stofffluss- und Ressourcenwirtschaft entwickelt. Noch vor 25 Jahren wurden die Abfälle aus Haushalten fast ausschließlich deponiert – heute werden sie zu mehr als zwei Dritteln wieder verwertet", sagt Landesrat Rudi Anschober. Um diesen Trend zu unterstützen, starten Land OÖ, Wirtschaftskammer OÖ, Energie AG, Linz AG sowie die heimischen Abfallverbände die Kampagne "Rund Geht's".

Vorzeigeprojekte sollen über Verwertung informieren
"Rund geht´s" widmet sich besonders der Verwertung von Abfall: Anhand von Best-Practice-Beispielen und interessanten ReUse-Projekten soll aufgezeigt werden, was mit “Abfällen“ nach der Entsorgung passiert und wie Stoffe wieder verwendet werden können. So soll das Sammelengagement in der Bevölkerung weiter bestärkt werden.
Im Vordergrund steht unter anderem das Projekt "ReVital. Hier stellen die Sammelstellen Altwaren wie Möbel, Elektrogeräte oder Freizeitgeräte bereit, die dann von einem der Partnerbetriebe, großteils soziale Beschäftigungsprogramme, repariert und günstig über ReVital-Shops in ganz Oberösterreich zurück auf den Markt gebracht werden. So sollen Ressourcen geschont und gleichzeitig Qualitätsprodukte und Jobs geschaffen werden.

"Aufklärung über Mülltrennung muss bei Kindern beginnen"
"Aktive Bewusstseinsarbeit und Aufklärungsarbeit über Mülltrennung muss schon bei Kindern beginnen. Nur so kann ressourcenschonendes Verhalten nachhaltig gefestigt werden", sagt Elisabeth Giehser von der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle Austria GmbH. Mit dem EAK- und Altbatterien-Schulkoffer gibt es seit drei Jahren das Angebot, Schüler im Rahmen von Workshops über Themen wie Rohstoffknappheit, Recycling und Auswirkungen auf die Umwelt zu unterrichten. 130 Koffer sind in ganz Österreich derzeit im Einsatz. Interessierte Schulen können bei den Abfallberatern in jedem Bundesland bestellt werden. Die Workshops sind kostenlos.

Weitere Informationen zu den Projekten zu "Rund geht´s" :
www.rundgehts.at
Projekt "ReVital"
EAK-Schulkoffer

Wie Elektroschrott wiederverwertet werden kann, soll die "Rund Geht's"-Bewusstseinskampagne zeigen.
(V. l.) Erich Ehrentraut, Karl-Heinz Gratz, Landesrat Rudi Anschober, Josef Moser, Roland Richter und Elisabeth Giehser mit dem EAK-Schulkoffer.

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