Katholische Kirche im Salzkammergut
Predigt am Sonntag, 29. März: Evangelium: Johannes 11,1-45

Die Predigt für Sonntag, 29. März 2020
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SALZKAMMERGUT. Die Predigt für Sonntag, 29. März, hat P. Franz Ackerl, Benediktiner von Kremsmünster und Pfarradministrator von Vorchdorf, für die Leser der BezirksRundschau Salzkammergut zur Verfügung gestellt.

Evangelium: Johannes 11,1-45
„Das Leben ist nicht fair“ … so denken manche Menschen wohl auch derzeit und man darf ihre Sorgen auch nicht so einfach wegwischen. Ja, es stimmt, es ist oft hart, was alles auf uns zukommt. Da wundert es nicht, dass man sich manchmal nach dem „Warum“ fragt. Diese Frage, warum es das Leid gibt und konkreter noch, warum ein angeblich guter Gott zulässt, dass Menschen krank, einsam, verzweifelt, ja tot sind, ist so alt wie die Menschheit. Schon Marta stellt im Evangelium fest: „Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder Lazarus nicht gestorben.“ Und auch die Umstehenden werfen ein: „Hätte er nicht verhindern können, dass dieser hier starb?“
Ja, Jesus hätte es verhindern können und er erweckt ja letztendlich den, der schon vier Tage im Grab liegt. Bevor wir jetzt aber einfach in eine fromme Wundergläubigkeit verfallen, müssen wir etwas wichtiges im Text bedenken. Zweimal ist da die Rede davon, dass Jesus zutiefst erschüttert ist. Ja, es ist Gott-Jesus keineswegs egal und es gefällt ihm schon gar nicht, wenn wir Menschen leiden und sterben. Und wir wissen, Gott könnte das Leid von uns nehmen. Die Basis dafür ist der Glaube. Marta bekräftigt im Gespräch ihren Glauben an die Auferstehung und daran, dass dieser Jesus wirklich der ist, der Leben bringt. Glaube aber ist eine andere Kategorie, als das was uns Menschen im Alltag umgibt. Der Mönch-Poet Andreas Knapp hat einmal gesagt „Der Tod sucht seine Ursache. Das Leben seinen Grund.“ Als Glaubende haben wir eine andere Sichtweise auf das Leben, da geht es nicht mehr nur um logisch-Nachvollziehbares, sondern vor allem darum, was uns Halt gibt. Leider werden wir, auch wenn wir glauben, nicht verschont vor den Herausforderungen des Lebens, wir wissen uns aber getragen von dem, der der Grund unserer Hoffnung ist. Weil Gott selbst in Jesus den Kreuzweg gegangen ist, haben wir Grund zu der Annahme, dass ER da ist und uns heilen will. Meist halt nicht so augenscheinlich, wie damals. „Löst ihm die Binden,“ fordert Jesus auf. Auch wir sollen uns, nicht nur in diesen Tagen der Fastenzeit von manchen Fesseln lösen und uns befreien von dem, was uns bindet. Das Selbstmitleid, das negative Selbstbild, die Unversöhntheit, … Dann geschehen Wunder. Auch heute noch und in unserem konkreten Leben, sodass wir sagen können, was mein liebster Postkartenspruch sagt: „Das Leben ist schön. Von einfach war nie die Rede.“

Die Predigt für Sonntag, 29. März 2020
P. Franz Ackerl OSB


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