Staatssekretärin Duzdar im Salzkammergut: " Zusammenhalt der Gesellschaft auf allen Ebenen stärken"

Staatssekretärin Muna Duzdar (SPÖ) in Bad Ischl
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BAD ISCHL. Staatssekretärin Duzdar zeigt sich von dem im Salzkammergut und speziell in Bad Ischl gesehenen sehr beeindruckt.

"Wir müssen gefährlichen Tendenzen, die auf die Spaltung der Gesellschaft hinauslaufen entgegenwirken. Das muss auf allen Ebenen und Wegen funktionieren", so Duzdar, die im Salzkammergut unter anderem das Bildungszentrum in Ebensee oder das Jugendzentrum in Bad Ischl besuchte. "in der Frage der Integration von Menschen, die neu zu uns gekommen sind, gibt es nichts Wichtigeres als Bildung und Arbeit", ist Duzdar überzeugt. "Denn es gibt kaum etwas Schlimmeres als Perspektivenlosigkeit, die zu Frustration und Unmut führt. Dies muss unter allen Umständen zurückgedrängt werden, im Sinne der Menschen, die auf der Flucht zu uns gekommen sind, aber auch im Sinne der gesamten Gesellschaft."

Lob an Freiwillige für Engagement

Für den Zusammenhalt sei aber auch das Engagement zahlreicher Freiwilliger entscheidend. "Ich habe viele von ihnen in den beiden Tagen im Salzkammergut treffen dürfen und mich von ihrem Engagement und ihrem Einsatz überzeugen können. Dafür gebührt ihnen mein herzlichster Dank", sagte die Staatssekretärin, die nicht verwundert darüber war, dass viele Flüchtlinge kein großes Interesse verspüren in eine der großen Städte zu ziehen. "Wenn man, wie hier, gut aufgenommen ist und das Gemeinschaftsgefühl spürt, möchte auch hier bleiben und etwas zurück geben", so Duzdar.

Duzdar sprach mit Jugendlichen über Social Media

Duzdar wies aber auch auf das Thema Zusammenhalt in Bezug auf soziale Medien, in Bezug auf Digitalisierung hin. "Die sozialen Medien bieten eine Vielzahl von Vorteilen, aber man darf auch auf die Schattenseiten nicht vergessen. Hass im Netz, Cybermobbing und ähnliche Phänomene sind – vor allem unter Jugendlichen – stark verbreitet. Mit verschiedenen Initiativen – von digitaler Bildung, über erhöhte Zivilcourage im Netz bis hin zur Meldestelle gegen Hass im Netz – versuchen wir hier auch auf politischer Seite gegenzusteuern. Es war sehr interessant, all diese Themen mit den Jugendlichen im Jugendzentrum zu diskutieren", so Duzdar. Als Digitalisierungsstaatssekretärin hob sie aber auch die Vorteile der Digitalisierung, gerade auch für ländliche Gebiete hervor. "Die Digitalisierung kann uns neue wirtschaftliche Perspektiven bringen.

Arbeitslosen eine Chance geben

Diese Chance gilt es zu nützen, so Duzdar, die auch positiv betonte, dass Bad Ischl sich aktiv an der Aktion 20.000 beteiligen möchte. "Die letzten Arbeitslosenzahlen sind erfreulich. Aber der Aufschwung, den wir derzeit spüren, muss bei allen ankommen. Gerade Langzeitarbeitslose über 50 Jahre sind immer noch in einem viel zu hohen Ausmaß von Arbeitslosigkeit betroffen. Mit der Aktion 20.000 wollen wir diesen Menschen eine Chance geben, denn sie gehören nicht zum alten Eisen, sondern sind im Gegenteil, ein wichtiger Teil der Gesellschaft, auf deren Wissen und Erfahrung man nicht verzichten darf."

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