Baustellen auf den Salzkammergut-Straßen
Traunbrücke wird heuer generalsaniert

Die Traunbrücke passieren pro Tag 20.000 Fahrzeuge, das hinterlässt natürlich Spuren – das Bauwerk wird saniert.
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Auch heuer werden im Salzkammergut viele Straßen "überholt", das führt zu Verkehrsbehinderungen.

SALZKAMMERGUT. Der größte Baustellen-Brocken ist sicherlich die Sanierung der 384 Meter langen Traunbrücke an der Gmundner Umfahrung. 20.000 Fahrzeuge passieren das 1978 errichtete Bauwerk täglich und haben ihre Spuren hinterlassen. Es müssen der Asphaltbelag und die Brückenabdichtung sowie die Stahlbetonrandbalken, Leitschienen und Geländer auf der gesamten Brücke abgetragen und erneuert werden. In der ersten Bauphase von Mitte März bis Ende Juni/Anfang Juli wird der Verkehr einstreifig von Gmunden kommend in Fahrtrichtung Gschwandt über die Brücke geführt. Die Umleitungsstrecke der Gegenrichtung erfolgt über Steyrermühl und Ohlsdorf/Regau. In der zweiten Bauphase – ab Anfang Juli – können die Verkehrsteilnehmer in beiden Fahrtrichtungen die Brücke passieren, hier ist keine Umleitung mehr notwendig. Die Fertigstellung ist für Oktober geplant. "Mit der Totalsperre eines Fahrstreifens besteht die Möglichkeit, im ersten Bauabschnitt etwa zwei Drittel der Fahrbahnfläche zu erneuern, womit für den zweiten Bauabschnitt für die Gesamtdauer der restlichen Bauarbeiten dann eine zweistreifige Verkehrsführung am Bestand gegeben ist", so Marco Sterk, Sprecher von Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner. "Mit der Instandhaltung und dem Ausbau einer leistungsfähigen Infrastruktur wollen wir die Standort- und Lebensqualität im Bezirk Gmunden erhalten und noch weiter steigern", erklärt der Verkehrslandesrat.

Tunnelsanierung in Hallstatt

Nach der Tunnelsanierung ist in Hallstatt auch schon wieder vor der Tunnelsanierung: Bereits im Oktober 2019 hatten entsprechende Maßnahmen für ein große Verkehrsbelastung und langen Stau gesorgt. Von 17. Februar 2020 bis Ende April wird es hier die zweite Bauetappe geben. Wechselweise wird immer nur eine Tunnelröhre befahrbar sein. "Dieser lange Zeitraum wird wieder für unsere Bevölkerung aber auch für die Bevölkerung unserer Nachbargemeinde Obertraun eine enorme Belastung werden. Speziell die Osterwoche (Tourismus) wird uns wieder extrem fordern“, so Bürgermeister Alexander Scheutz. Während es um die Weihnachtsfeiertage meist eine Entlastung gab, herrschte Scheutz zufolge ein Betrieb wie in der Hochsaison. „ Alle unsere Parkplätze waren voll ausgelastet und wir mussten die ‚parkplatzsuchenden‘ Pkw weiter in Richtung Obertraun zu Stellplätzen am Ortsende von Hallstatt leiten.“ An solchen Spitzentagen sind bis zu 3.500 Touristen im Ort unterwegs. Verbessert hat sich die Situation trotz vieler Ideen bislang nicht. Es gab 2019 sogar noch eine Steigerung im Vergleich zum Jahr 2018. Weitere Maßnahmen sind bereits geplant: "Unser Busslotsystem wird im Mai starten. Der Busterminal ist zwischen 8 Uhr und 19.30 Uhr geöffnet“, so Scheutz. Sechs „Bewegungen“ – das heißt An- oder Abreise – sind pro Stunde möglich. Es muss mindesten für 2 Stunden und 20 Minutengebucht werden. Kürzer dürfen Bustouristen künftig nicht in Hallstatt verweilen. Am Abend darf der letzte Bus um 17.10 Uhr ankommen, denn ab 19.30 Uhr ist der Busterminal gesperrt. "Das wird neben der Mindestverweildauer sicherlich die größte Herausforderung. Maximal 54 Busse könnten dann am Tag nach Hallstatt kommen. Da müssten aber alle Slots nach den maximalen Kriterien gebucht werden. Es dürfte kein Bus länger als 2 Stunden 20 min bleiben – wird nicht der Fall sein, also werden wir die Zahl noch weiter nach unten bringen“, hofft der Hallstätter Ortschef auf eine Besserung. "Für die Zukunft ist zudem geplant, weiterhin viel mit unseren Bediensteten der Hallstatt PEB GmbH zu arbeiten, das persönliche Gespräch mit den Besuchern zu führen und so lenkend einzugreifen. Die Wohngebiete frei vom PKW Verkehr zu halten. Wenn die Parkplätze voll sind, werden die Gäste zu den Stellflächen am Ortsrand in Richtung Obertraun weitergeleitet."

Kreisverkehr für Pfandl erwünscht

Schon seit vielen Jahren beschäftigt die Bad Ischler Politik die Verkehrssituation bei der Pfandler Kreuzung. „Stau gibt es hier vor allem zu Stoßzeiten, also mittags und abends“, so Bürgermeisterin Ines Schiller. Teilweise staut es hier bis zum Kaiserparktunnel zurück. Das Tiroler Büro Planotpimo führte 2017 eine Verkehrszählung durch und lieferte Ursachen und Lösungsvorschläge. Vor allem die Abbieger und Auffahrer wurden damals als „Störfaktoren“ identifiziert. Als Lösungsansätze wurden neben einem Abbiegeverbot, einer Linksabbiegespur, einer optimierten Einfädelspur auch probeweise Ampel-Abschaltungen empfohlen. „Das Linksabbiegeverbot führ Verkehrsteilnehmer aus Salzburg kommend auf die Kreuterer Straße abfahren wollen, wurde umgesetzt“, so Schiller. Zudem sei künftig eine Abbiegespur Richtung alte Wolfgangseestraße geplant.
Wirklich Abhilfe würde dem Ischler Gemeinderat zufolge aber nur eines schaffen: ein Kreisverkehr. „Dieser war und ist immer unser Wunsch gewesen, doch das Land OÖ lässt das bislang nicht zu. Wir geben da aber trotzdem nicht auf“, verspricht die Bürgermeisterin. In Hof gebe es einen vergleichbaren Kreisverkehr und das Staupotenzial sei dadurch um einiges niedriger.

Weitere Baustellen im Bezirk Gmunden

Bestandsausbau Halsgraben: Ab März wird der zweite Bauabschnitt in halbseitiger Bauweise errichtet. Eine Baustellenampel ist im Einsatz, die Verkehrsteilnehmer müssen mit Wartezeiten rechnen.

Beschleunigungsstreifen Kleinreith Ost: Die Unfallhäufungsstelle an der B120 wird durch einen 300 Meter langen Beschleunigungsstreifen entschärft. Der Baubeginn ist für Ende April 2020 geplant.

Sanierung B145 in Altmünster: Zuerst steht die Entfernung und der Ersatz des Fahrbahnbelages am Zeitplan. Die Fräs- und andere Vorarbeiten werden unter Aufrechterhalten des Verkehrs einer Fahrtrichtung durchgeführt. Die Umleitung des Verkehrs der zweiten Fahrtrichtung führt über die L544 Großalm- bzw. L1300 Pichlhofstraße. Für die Aufbringung der Deckschicht ist eine Totalsperre erforderlich.

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