Wildwarner verhindern Wildunfälle
Vermehrte Wildwechselgefahr

Achtung Wildwechselgefahr
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Im Jagdgebiet Laakirchen gibt es pro Jahr 70 bis 100 Wildunfälle, erklärt der Bezirksjägermeister.

SALZKAMMERGUT. Im Herbst steigt das Risiko eines Unfalls mit Wildtieren stark an. Einer der Gründe: Die Maisfelder werden geerntet. Sie sind Schutz und Rückzugsgebiet für die Tiere. Das Wild ist daher obdachlos und geht auf Wanderschaft. Besondere Wildunfallgefahr droht bei Dämmerung und am Waldrand – durch Rehe, Hasen und vereinzelt sogar Wildschweine. „Die am meisten betroffenen Gebiete im Salzkammergut sind Kirchham, Vorchdorf, Laakirchen, Oberweis sowie die Umfahrung Ost“, berichtet Bezirksjägermeister Johann Enichlmair. „Im Jagdgebiet Laakirchen kommt es zu 70 bis 100 Wildunfällen pro Jahr", erklärt der Bezirksjägermeister. Spezielle Wildwarngeräte helfen, die Unfälle an stark befahrenen Straßen zu verhindern. Sie sind an Leitpflöcken montiert, werden mit Solarenergie gespeist und geben Lichtblitze sowie ein akustisches Signal ab, das die Menschen nicht hören können.
Als Autofahrer ist es vor allem wichtig, bei Warnschildern wie „Achtung Wildwechsel“ seine Geschwindigkeit der Sicht anzupassen und vorausschauend zu fahren. Viel zu oft werden die Verkehrsschilder am täglichen Weg zur Arbeit aus reiner Routine übersehen.

Reaktion bei Wildunfall

„Erblickt ein Autofahrer ein Reh, so rate ich ihm, das Tempo zu verringern und nicht zu hupen“, so Enichlmair. Das Wild ist oft nicht alleine unterwegs, sondern in der Gruppe. Laut Straßenverkehrsordnung darf ein Fahrzeuglenker nicht für den nachfolgenden Fahrer überraschend abbremsen. „Wer wegen eines Tieres bremst, riskiert im Falle eines Auffahrunfalles ein Mitverschulden“, so Chefinspektor Franz Mühlbacher vom Bezirkspolizeikommando Gmunden. Bei einem Wildunfall muss der Autofahrer verpflichtet anhalten und sofort die Polizei verständigen. Der Verkehrsunfall ist bei der Polizei über den Notruf 133 anzuzeigen. Von der Leitzentrale werden eine Streife, der zuständige Jäger und im Bedarfsfall der Rettungsdienst verständigt. Mühlbacher rät, die Unfallstelle mit Warnblinkanlage und mit Warndreieck abzusichern sowie das Anlegen der Warnweste nicht zu vergessen. Sollten Personen verletzt worden sein, ist es notwendig, sich um sie zu kümmern. Die Polizei bittet, den Straßenkilometer des Unfallortes anzugeben, um die Unfallstelle rasch zu finden. Für das verletzte oder verendete Wild ist der Jäger zuständig.

Wildunfälle reduziert

Laut Verkehrs-Landesrat Günther Steinkellner haben sich die Wildunfälle durch die Montage der Wildwarner im Land Oberösterreich in den letzten neun Jahren um 75 Prozent reduziert. "Durchschnittlich werden jährlich rund 30 Kilometer des oberösterreichischen Landesstraßennetzes mit optischen und akustischen Wildwarngeräten ausgerüstet und dadurch die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer deutlich erhöht“, so Steinkellner.

Das kann man als Autofahrer tun, um Kollisionen zu vermeiden:

• Warnzeichen „Achtung Wildwechsel“ beachten
• Tempo reduzieren, vorausschauend und stets bremsbereit fahren
• ausreichend Abstand zum Vorderfahrzeug einhalten
• Warnzeichen „Achtung Jagdbetrieb“ beachten, die auf Treibjagden hinweisen

Springt Wild auf die Straße:
• Gas wegnehmen
• abblenden
• abbremsen, wenn es die Verkehrssituation zulässt, riskante Ausweichmanöver oder abrupte Vollbremsungen vermeiden

Kommt es zur Kollision:
• Unfallstelle absichern, gegebenenfalls Verletzte versorgen.
• Dann Polizei oder Jägerschaft informieren.
• Bei verletzten Personen wird automatisch der Rettungsdienst gerufen.

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