Wilde Weltreise: Zwei Oberösterreicher auf der Suche nach Grizzlybären

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KIRCHHAM. Mit Walen zu schwimmen und Bären beim Lachsfischen zu beobachten – mit diesen Zielen haben zwei junge Oberösterreicher 2018 ihre Jobs pausiert und sind auf Weltreise aufgebrochen. Diese hat sie durch drei Kontinente, in den Dschungel, auf Vulkane und in die Tiefen des Ozeans geführt. Und sie zu leidenschaftlichen Filmemachern gemacht.

„Wir sind dieses Jahr durch Gegenden gefahren, in denen mehr Elche, als Menschen leben und haben Inseln bereist, auf denen vor nicht allzu langer Zeit Muscheln noch als Zahlungsmittel galten“, verraten die beiden. Doris Wimmer (29), gebürtige Steyrerin und Matthias Jungwirth (28) aus Kirchham im Bezirk Gmunden reisen schon seit gut zehn Jahren regelmäßig gemeinsam ans andere Ende der Welt. Mehr als zwei Rucksäcke haben sie nicht dabei. Häufig werden die beiden Abenteurer, die sonst als Grafikdesigner in Wien arbeiten, gefragt, wo ihr restliches Gepäck sei. „Man kann sich kaum vorstellen, wie wenig man für ein ganzes Jahr benötigt“, lacht Jungwirth, „die Hälfte des Platzes nimmt schon unsere Kameraausrüstung mit der Drohne ein.“ Unterwegs hätten die beiden ihre Leidenschaft fürs Filmemachen entdeckt und teilen ihre Erlebnisse online unter dem Namen „Bugs & Bears“ mit begeisterten Zuschauern.

Bisons, Bullhaie und Buckelwale

Zu den Highlights seiner bisherigen Reise zählt das Paar die Begegnung mit einer großen Herde wilder Bisons in Kanada, am Krater eines qualmenden Vulkans in Indonesien zu stehen, Buckelwalen unter Wasser zu begegnen, kalbende Gletscher in der Arktis zu beobachten, im Regenwald zu übernachten und mit Bullenhaien im Pazifik zu tauchen. Ganz ohne Käfig. „Egal auf welchem Erdteil, wir haben gelernt, dass wir Menschen eine größere Gefahr für Wildtiere darstellen, als sie für uns“, so die Oberösterreicher.

Aufregend waren ihre Wanderungen durch Bärenrevier in Alaska aber trotzdem. „Wir waren gut auf eine eventuelle Begegnung vorbereitet und hatten für den Notfall Bärenspray dabei – dennoch hatten wir großen Respekt. Bären sehen uns aber im Normalfall nicht als Beute an“, beruhigt der Kirchhamer. Filmisch festgehalten haben sie auch ihre Erfahrungen beim neu erlernten Apnoe Tauchen. Mit nur einem Atemzug, ganz ohne Tauchausrüstung, mehr als 20 Meter tief in den Ozean abzutauchen und Meeresbewohner zu beobachten sei ein sehr befreiendes Erlebnis.

Die Kurzfilme, die das Paar wöchentlich veröffentlicht, erzählen aber nicht nur von ihren Abenteuern. Sie berichten auch von Plastikverschmutzung, Regenwaldrodung und bedrohten Tierarten. „So begeistert wir von der Schönheit der Natur sind, so schockiert es uns immer wieder, menschliche Spuren auch an den abgelegensten Orten zu finden. Kilometerweit vom nächsten Strand entfernt werden uns im Meer Plastiktüten entgegen geschwemmt. Im Bus durch Borneo, einem Land mit unvergleichlicher Artenvielfalt und Heimat der Orang Utans, sind wir stundenlang nur durch Palmölplantagen gefahren. Hier Wildtiere zu finden ist inzwischen einfach. Die haben nicht mehr viel Platz, um sich zu verstecken. Das verarbeiten wir in unseren Filmen. Und stellen Menschen vor, die sich vor Ort für Tiere und Natur einsetzen.“

Die verbleibenden zwei Monate ihrer Reise führen die beiden Abenteurer noch durch Mexiko und Costa Rica. Danach freuen sie sich schon darauf, Familie und Freunde wieder in die Arme schließen zu können und Wildtiere in ihrer Heimat Österreich zu finden. Und ihr nächstes Abenteuer zu planen.

Mehr von den zwei Abenteurern gibt es hier zu sehen:
Instagram
Youtube
Homepage

Alle Fotos von bugsandbears.

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