Zukunft Landwirtschaft 2030
Drohnen, Melkroboter und selbstfahrende Traktoren - Folgen der Digitalisierung der Landwirtschaft

Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger, Hanni Rützler, Abteilungsleiter Hubert Huber, Direktorin des ABZ Salzkammergut Barbara Mayr, Siegfried Pöchtrager
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  • Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger, Hanni Rützler, Abteilungsleiter Hubert Huber, Direktorin des ABZ Salzkammergut Barbara Mayr, Siegfried Pöchtrager
  • Foto: Land OÖ/Daniela Sternberger
  • hochgeladen von Laura Hofmann

ALTMÜNSTER. Auf Einladung von Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger füllten am 24. September 2019 mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Veranstaltungssaal im ABZ Altmünster. Bei der zweiten Station des Strategieprozesses „Zukunft Landwirtschaft 2030“ trugen die Wissenschaftlerinnen Hanni Rützler und Mahshid Sotoudeh vor. Ihre Einsichten zu Ernährungstrends und den Auswirkungen der digitalen Entwicklung auf die Landwirtschaft sorgten für rege Beteiligung und Diskussionsbedarf. „Unser Strategieprozess schafft es mit den moderierten Publikumsveranstaltungen, die betroffenen Bäuerinnen und Bauern wirklich miteinzubeziehen. Nicht umsonst haben wir diese Termine Dialogplattformen genannt. Ganz bewusst wählen wir Referentinnen aus, die nicht unmittelbar aus dem Agrarbereich kommen. So entsteht ein Dialog auch bei heiklen Themen, bei denen ansonsten oft nur übereinander geredet wird. Gestern in Altmünster haben die Bäuerinnen und Bauern im Publikum intensiv die Themen Ernährung und die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Landwirtschaft diskutiert. Die Leidenschaft und das Engagement in der Diskussion machen klar, dass die Landwirtschaft in Oberösterreich auf viele engagierte Menschen zählen kann“, so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.

Plädoyer für das Verlassen eingetretener Pfade: Vortrag von Dr. Mahshid Sotoudeh
Frau Mahshid Sotoudeh forscht im Bereich Technikfolgen-Abschätzung aufbauend auf ihrem fachlichen Hintergrund in Chemie und Verfahrenstechnik. Sie beschäftigt sich im Besonderen mit den Zusammenhängen zwischen Technologie und Nachhaltigkeit, mit partizipativen Methoden und der Vorausschau technischer Entwicklungen. Sotoudeh veranschaulichte in ihrem Vortrag die Folgen der Digitalisierung auf die Lebenswelt und Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft. Auf das Thema Nachhaltigkeit ging sie im Lichte der 17 Sustainable Development Goals der UN ein. Die Landwirtschaft hat eine wichtige Rolle bei der Erreichung dieser Ziele inne. Innovationen in der Landwirtschaft und die stetige Weiterentwicklung des Sektors sind notwendig, können aber nur im Wechselspiel mit der Zivilgesellschaft erfolgen. Während technische Weiterentwicklungen wie der Melkroboter akzeptiert werden, sieht es bei Pflanzenschutzmitteln gänzlich anders aus, um ein Beispiel zu nennen.
Dem Strategieprozess „Zukunft Landwirtschaft 2030“ gab sie mit auf den Weg, zuerst eine Vision zu entwickeln, wie die Landwirtschaft im Jahr 2030 aussehen soll und davon abzuleiten, welche Schritte heute zu setzen sind. Ihren Vortrag schloss Dr.in Sotoudeh ab, indem sie die Bedeutung derartiger Diskussionsveranstaltungen an Schulen hervorhob. Schülerinnen und Schüler müssen selbstständige und informierte Entscheidungen treffen können. Das ist die wichtigste Voraussetzung für eine positive Entwicklung.

Vorstellung der beiden Vortragenden

  • PD. DI. Dr. Mahshid Sotoudeh 

Frau Priv.-Doz.in DI.in Dr.in Mahshid Sotoudeh ist Forscherin am Institut für Technikfolgen-Abschätzung mit einem Hintergrund in Chemie und Verfahrenstechnik. Ihre Forschungsgebiete sind Technologie und Nachhaltigkeit, partizipative Methoden und partizipative Vorausschau technischer Entwicklung. Sie ist seit 2010 Dozentin im Bereich „Technikfolgenabschätzung und Nachhaltigkeit“ an der Technischen Universität Graz und unterrichtet seit 2017 auch an der TU-Wien. Ihr Fokus liegt auf einem dialogfördernden Nachhaltigkeitskonzept auf nationaler und internationaler Ebene. Unter ihren zahlreichen Publikationen ist das Buch „Technische Ausbildung für Nachhaltigkeit“ besonders erwähnenswert.

  • Mag. Hanni Rützler

Die Gründerin und Leiterin des futurefoodstudios zählt zu den führenden Foodtrend-Forscher/innen Europas. Als ausgebildete Ernährungswissenschaftlerin und Gesundheitspsychologin wird Hanni Rützler für ihren multidisziplinären Zugang sowie als Vermittlerin zwischen Theorie und Praxis der unterschiedlichen „Logiken“ von Gastronomie & Landwirtschaft, sowie von Ernährungswissenschaft & Konsumenten geschätzt. Dabei bewegt sie sich professionell zwischen den Disziplinen und versteht es, verschiedene Erkenntnisse zusammenzuführen und auf überraschende Weise fruchtbar zu machen. In ihren Studien zur Zukunft der Ernährung sowie ihrem jährlich erscheinenden Foodreport spürt sie dem Wandel der Konsumkultur und nachhaltigen Foodtrends nach. Seit 25 Jahren inspiriert sie damit Akteur/innen aus der gesamten Food & Beverages-Branche und darüber hinaus.
Informationen zum Vortrag von Mag.a Hanni Rützler sind in der Pressekonferenz-Unterlage vom 24. September 2019 zu entnehmen.

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