Fachkräftemangel im Bezirk Gmunden

Den Betrieben im Bezirk Gmunden gehen die Fachkräfte aus, das AMS versucht, dem entgegen zu steuern.
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  • Foto: panthermedia.net/Goodluz
  • hochgeladen von Kerstin Müller

SALZKAMMERGUT (km). "Mittlerweile fehlen uns nicht nur die hochqualitifizerten Studienabgänger, sondern auch die Fachkräfte mit Lehrausbildungen wie etwa Schlosser, Bäcker, Koch oder Friseur. Umso wichtiger ist es, dass den Jugendlichen die Möglichkeiten und die damit verbundenen Chancen einer Lehrausbildung aufgezeigt werden", sagt AMS Gmunden-Leiterin Jacqueline Beyer. Die offenen Lehrstellen sind in den letzten Jahren um 20,7 Prozent gestiegen und die Lehrstellensuchenden um 15,5 % gesunken. 84,4 % aller offenen Lehrstellen sind beim AMS Gmunden gemeldet und rund 90 % der potenziellen Jugendlichen können vom AMS beraten werden.

Hilfsarbeiterjobs sinken

Der Blick in die Vergangenheit macht sichtbar, dass die Arbeitslosenquote von Menschen ohne Ausbildung massiv gestiegen ist. Die Prognosen sagen auch weiterhin ein Beschäftigungswachstum voraus. Allerdings nach wie vor einen Rückgang bei Hilfsabeiterstellen, die fallen der immer steigenden Digitalisierung zum Opfer. "Es ist daher umso wichtiger, den jungen Menschen aber auch Erwachsenen mit Pflichtschulabschluss einen Lehrabschluss zu ermöglichen", so Beyer. Das Team rund um Peter Plank macht pro Jahr 500 Betriebsbesuche: "Bei allen Branchen gibt es ein zentrales Thema – den Fachkräftemangel. Aktiv wird hier die Möglichkeit der arbeitsplatznahen Qualifizierung angeboten. Erwachsene haben die Möglichkeit, über das AMS Gmunden und die arbeitsplatznahe Qualifizierung einen Lehrabschluss direkt im Betrieb nachzuholen. 32 Personen haben heuer dieses Angebot angenommen. Hier ist ein enormes Potenzial bei den Firmen vorhanden", erklärt Plank. Weiters hilft die "Lehrstellenförderung für über 18-Jährige", junge Menschen zu unterstützen, damit sie auch über 18 Jahre noch einen Lehrabschluss absolvieren können und die Hilfsarbeiterentlohnung erhalten. Das AMS übernimmt die Differenz zur Lehrlingsentschädigung.

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