Historie der Salinen Austria AG
Hundert Jahre mit einer Prise Salz

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EBENSEE. Von der kaiserlichen Tafel in jedermanns Küche: Salz wandelte sich vom Luxusprodukt zu einem leistbaren Lebensmittel. So war das 1903 erstmals hergestellte „Bad Ischler Tafelsalz“ dem Kaiser vorbehalten, heute ist es – ganz demokratisch – in allen Supermärkten erhältlich.
Die Produktionssteigerung machte 1904 eine technische Meisterleistung möglich: Vakuumanlagen, mit denen gereinigte Sole in Salz verwandelt wird, lösten die Pfannen ab. Nur so konnte das Volumen auf bis zu 1,2 Millionen Tonnen Salz (2018) erhöht werden.
Der Anschluss 1938 stellte auch die Salinen vor eine neue Situation, da sie im Deutschen Reich mit billigeren Steinsalzherstellern konkurrieren mussten. Eine Schließung konnte verhindert werden, auch weil nach dem Krieg personalintensive Leitbetriebe gebraucht wurden.
1957 schlug die Geburtsstunde für das „Bad Ischler Gesundheitssalz“, das bis heute unter dem Namen „Bad Ischler Kristallsalz“ erfolgreich am Markt ist.
Ebensee, aus dem das Salz seit gut 300 Jahren nicht wegzudenken ist, erlebte mit der neuen Saline am Standort Steinkogel 1979 einen Aufschwung. Den Großteil der Produktion machte nun nicht mehr Speise-, sondern Industriesalz aus.
1995 fiel mit dem Beitritt Österreichs zur EU das Monopol, zwei Jahre später erfolgte die Privatisierung.
Mit 136 Millionen Euro Umsatz, 55 Prozent Exportquote und 520 Mitarbeitern behauptet sich die Salinen Austria AG mit ihrem 7.000-jährigen Know-how im Salzabbau am internationalen Markt. Heute setzt man wieder verstärkt auf wertvolle Salzspezialitäten – natürlich made in Salzkammergut wie anno dazumal.

Autor:

Philipp Gratzer aus Salzkammergut

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