Heinzel Energy
Neues Wasserkraftwerk Danzermühl nimmt Betrieb auf

Feierliche Eröffnung durch den Laakirchener Bürgermeister Fritz Feichtinger und Heinzel Energy Geschäftsführer Christoph Heinzel
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  • Feierliche Eröffnung durch den Laakirchener Bürgermeister Fritz Feichtinger und Heinzel Energy Geschäftsführer Christoph Heinzel
  • Foto: Heinzel Energy
  • hochgeladen von Kerstin Müller

Im Sommer wurde der Ersatzneubau des Wasserkraftwerks Danzermühl fertiggestellt und in Betrieb genommen. Mit diesem Nachhaltigkeitsprojekt, dessen Investitionssumme sich auf 41 Millionen Euro beläuft, werden über 10 Prozent des Eigenbedarfs der benachbarten Laakirchen Papier AG durch Wasserkraft gedeckt.

LAAKIRCHEN. Nach zweieinhalbjähriger Bauphase hat das Wasserkraftwerk vor wenigen Wochen seinen offiziellen Betrieb aufgenommen und produziert nun jährlich rund 45 Gigawattstunden nachhaltigen Strom für die direkt anliegende Laakirchener Papierfabrik. Dies entspricht einem Jahresstrombedarf von über 11.000 Haushalten. „Es liegen intensive 2,5 Jahre hinter uns. Der Ersatzneubau hat sich nicht immer einfach gestaltet, dennoch konnten wir das Kraftwerk termingerecht fertigstellen. Durch die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit allen beteiligten Firmen, sind wir den uns gestellten Herausforderungen erfolgreich begegnet“, resümiert Projektleiter Christian Hufnagel und ergänzt: „Der Probebetrieb, welcher bereits im Mai startete, ist über den Erwartungen gut verlaufen und die ersten Tests zeigten hervorragenden Leistungsergebnisse. So konnten wir rasch in den Regelbetrieb wechseln“. Das 1867 gebaute Wasserkraftwerk Danzermühl an der Traun liegt am Firmenareal der Laakirchen Papier AG und wurde in der Vergangenheit Schritt für Schritt vergrößert, erweitert und regelmäßig modernisiert. Aufgrund des altersbedingt nicht mehr optimalen Bauzustandes begann Heinzel Energy im Frühjahr 2017 mit einem Ersatzneubau zur Leistungsoptimierung des Kraftwerks.

Investition bringt 2,5-fache Strommenge

Der Ersatzneubau des Kraftwerks brachte etliche ökologische und ökonomische Verbesserungen mit sich. Zum einen brachte die Zusammenlegung der beiden Staustufen Danzermühl und Kohlwehr eine Ertragssteigerung von 150%. Die Fallhöhe des Wassers wurde durch diese Maßnahme um 2 Meter erweitert. So reduziert die beziehende Papierfabrik Laakirchen ihre CO2-Emission, gegenüber einem Bezug der gleichen Energiemenge aus einem Steinkohlekraftwerk, um 20.052 Tonnen pro Jahr. „Bei Laakirchen Papier arbeiten wir stetig daran die Papierproduktion so nachhaltig wie möglich zu gestalten. Durch die Steigerung der eigenen Energieerzeugung von erneuerbarer Energie innerhalb der Heinzel-Firmengruppe, können wir nun unsere eigenen Ressourcen nutzen und reduzieren den Bedarf an Fremdstrom aus dem öffentlichen Netz beachtlich. Mit dieser Maßnahme leisten wir einen positiven Beitrag zur Erreichung der österreichischen Klimaziele“, betont Franz Baldauf, CFO der Laakirchen Papier AG.

Nachhaltigkeit im Fokus: Ökosystem der Traun profitiert

Bei der Projektentwicklung legte Heinzel Energy ein großes Augenmerk auf ökologische Verbesserungen an der Traun. Durch die Zusammenlegung zweier Staustufen wird die freie Fließstrecke der Traun verlängert, was den Lebensraum für viele Fischarten verbessert. Ein Fischaufstieg und Fischabstieg ermöglichen den Fischen und Kleintieren eine ungehinderte Wanderung entlang der Traun. Die naturnahe Gestaltung des Unterwasserbereiches dient zudem der Verbesserung der Lebensbedingungen für die Gewässerorganismen im Kraftwerksbereich der Danzermühl.

Feierliche Eröffnung des Kraftwerks

Am Freitag, 18. Oktober, wurde das neue Traun-Kraftwerk feierlich eröffnet. Geladen waren Projektpartner, Wegbegleiter und Medienvertreter. Christoph Heinzel, Geschäftsführer Heinzel Energy, freut sich über die Eröffnung nach 2,5 Jahren Bauzeit: „Mit dem Ersatzneubau haben wir ein weiteres Zeichen gesetzt, die Zukunft unserer Unternehmen nachhaltig zu gestalten. An dieser Stelle bedanke ich mich bei allen Partnern, die dieses Projekt unterstützt haben. Sie haben alle ausgezeichnete Arbeit geleistet.“ Nach Begrüßungsworten des Laakirchener Bürgermeisters Ing. Fritz Feichtinger führte Christoph Heinzel gewohnt charmant durch die interessante Podiumsdiskussion zum Thema „Erneuerbare Energie in Österreich“ ein. Im Anschluss hatten die Gäste die Möglichkeit das Wasserkraftwerk zu besichtigen. Mit einem gemeinsamen Abendessen fand die Veranstaltung einen gelungenen Ausklang.

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