Scharnsteiner siegt beim „INNOVATIONaward FH Wels 2017“

SCHARNSTEIN. Vor mehr als 300 Gästen wurde im Minoritenkloster der „INNOVATIONaward FH Wels“ vergeben. Mit dem vom FH-Förderverein Wels gestifteten Preis wurden bereits zum 14. Mal Diplom- und Masterarbeiten, die konkrete industrielle Problemstellungen mit besonders innovativen Ideen lösen, ausgezeichnet. Verliehen wurden die Preise von Landeshauptmann-Stellvertreter Thomas Stelzer, dem Welser Bürgermeister Andreas Rabl, der die Räumlichkeiten in den Minoriten zur Verfügung stellte, dem Fördervereins-Obmann Günter Rübig, dem Sparkassen-Generaldirektor Michael Rockenschaub, dem IV-Präsident Axel Greiner und dem WK OÖ-Vizepräsident Clemens Malina-Altzinger.

Der aus Scharnstein kommende Ronald Holzleitner ist Absolvent des Studienganges Mechatronik/Wirtschaft. Er entschied die Kategorie Wirtschaft & Innovation mit einem strategischen Modell zur Markteinführung radikaler Innovationen für sich. Die in Gmunden wohnhafte Innovations- und Produktmanagement-Absolventin Kristiana Pavlova belegte mit ihrer Masterarbeit den hervorragenden zweiten Platz. Sie befasste sich mit der Bedeutung von externen Experten im Innovations-Prozess.

11.500 Euro Preisgeld ausgeschüttet

Die hochdotierten Zuwendungen für die 12 prämierten Diplom- und Masterarbeiten und den ForschungsassistentInnen wurden vom FH-Förderverein Wels gesponsert. Der jeweilige Kategorie-Gewinner kann sich über einen Scheck in der Höhe von 1.500 Euro freuen, der Zweite und der Dritte erhalten je 500 Euro.

„Ich bin stolz auf die Leistungen der Absolventen, die beim INNOVATIONaward der FH OÖ in Wels ausgezeichnet werden. Diese jungen Köpfe haben mit ihrem technischen Know-how und ihrer Kreativität innovative Ideen und Lösungen für und mit heimischen Unternehmen entwickelt. Die Absolventen der FH OÖ sind ein wichtiger Innovationsmotor für Oberösterreich. Dazu möchte ich ihnen ganz herzlich gratulieren“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Thomas Stelzer. „Es freut mich besonders, dass bei den Studien- und Forschungsprogrammen in Wels jene Themen im Mittelpunkt stehen, die seitens des Landes Oberösterreich im Wirtschafts- und Forschungsprogramm 'Innovatives OÖ 2020' Priorität haben“, so Stelzer weiter.

Industrie und FH-Förderverein Wels bemüht sich um Nachwuchs

„Wir wollen mehr technische Studierende nach Wels holen. Die FH Oberösterreich in Wels erbringt Spitzenleistungen in Lehre und Forschung. Mit dem INNOVATIONaward FH Wels wollen wir – der FH-Förderverein Wels – die innovativsten Diplom- und Masterarbeiten und ForschungsassistentInnen der Welser FH vor den Vorhang holen und so der Öffentlichkeit zeigen, wie spannend ein technisch-naturwissenschaftliches Studium sein kann“, sagt FH-Fördervereins-Obmann Günter Rübig.

1. Platz Kategorie Wirtschaft & Innovation

Ing. DI (FH) Ronald Holzleitner MSc / Studiengang: Mechatronik / Wirtschaft
Wohnhaft: 4644 Scharnstein / Alter: 32 Jahre
Auftraggeber: Fronius International GmbH

Strategisches Modell zur Markteinführung radikaler Innovationen
Die Automobilindustrie zählt zu den dynamischsten Märkten in der heutigen Wirtschaft. Obwohl diese Industrie als technologiegetrieben und innovativ wahrgenommen wird, gestaltet sich die Einführung neuer Produkte und Radikaler Innovationen sehr langwierig und zeitintensiv.

Ronald Holzleitner hat in seiner Masterarbeit ein strategisches Modell zur Markteinführung von radikalen Innovation in der Automobil-Zulieferindustrie entwickelt. Durch radikale Innovation entstehen neuartige Produkte und bisher unbekannte Geschäftsmodelle. Dabei ist wichtig einerseits die Unternehmen selbst aber auch den Markt auf die Einführung solcher Innovationen vorzubereiten.

„Im ersten Teil habe ich ein grundlegendes theoretisches Fundament gelegt. Relevante Faktoren, welche die Produkteinführung, die Akzeptanz bzw. das Käuferverhalten in Industriegütermärkte beeinflussen, habe ich erarbeitet und anschließend bei 7 Auto-Zulieferbetrieben in einer qualitativen Marktstudien abgefragt“, berichtet der Scharnsteiner. „Aus der Kombination aus theoretischen und empirischen Ergebnissen habe ich dann das strategische Prozessmodell abgeleitet, welches die Planung und die Produkteinführung beschreibt. Die einzelnen Prozessschritte werden mit praxisrelevanten Aktivitäten und Werkzeugen ergänzt.“

Das Prozessmodell wird bei Fronius International bereits im Rahmen von zwei Pilotprojekten angewendet. „Bei der TPS/i Schweißgeräteserie und vor allem bei der Oberflächenbehandlung mit Atmosphärendruckplasma, welche sich parallel zur Produktentwicklung derzeit in einer frühen Markttestphase und Geschäftsmodellentwicklung befindet. Das Modell kann auch als allgemeingültiges Referenzmodell für Technologieunternehmen herangezogen werden“, freut sich Holzleitner.

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