Trotz Corona
Skigebiete im Salzkammergut rüsten sich für Skisaison 2020/21

Gemeinsam das Bergpanorama im Salzkammergut genießen – das wünschen sich derzeit viele Wintersportfans.
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  • Foto: OÖ Tourismus/Erber
  • hochgeladen von Philipp Gratzer

Die ersten Bergspitzen im Salzkammergut sind schon „angezuckert“, bei Wintersportfans steigt die Vorfreude auf die Skisaison. Die heimischen Skigebiete haben sich vor allem auf die Corona-Situation im heurigen Winter bestens vorbereitet.

SALZKAMMERGUT. "Wir arbeiten gerade das Sicherheitskonzept für den Winter aus. Wir haben schon wichtige und gute Erfahrungswerte von unseren vier Sommer-Seilbahnen Grünberg, Feuerkogel, Dachstein Krippenstein und Gosaukammbahn. Die Mannschaft wird natürlich hier eine Vorbildwirkung gegenüber dem Gast übernehmen und genau gebrieft. Dies gilt im Winter für alle Betriebe der Seilbahnholding“, so Peter Grögler, Bereichsleiter Marketing & Vertrieb bei der OÖ Seilbahnholding. Da ein Seilbahnbetrieb als Massenverkehrsmittel gilt, können Gondeln und Kabinen generell ohne Einschränkung betrieben werden. Es ist geplant, in den Pendelbahnen nur 75 Prozent der erlaubten Personenanzahl pro Fahrt zu transportieren. Bei allen Liften und Seilbahnen gilt das verpflichtende Tragen vom Mund-Nasenschutz sowie überall dort, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann – Stichwort Anstellbereich.

Kasberg hat eigenen Stauberater

Das Sicherheitskonzept am Kasberg sieht das Entzerren möglicher Ansammlungspunkte vor. Das sind etwa Abstandsregeln beim Anstellen, Ausweitung der Betriebszeiten, sowie das Pushen des Online-Ticketverkaufs. Darüber hinaus werden sogenannte Stauberater eingesetzt, die die Leute beraten und in der Gastronomie zum Tisch führen. Die Umetzung der von der Regierung vorgegebenen Bestimmungen sind ohnehin Voraussetzung, dazu gehört auch das Einhalten der Maskenpflicht, sobald der Mindestabstand von einem Meter nicht eingehalten werden kann. Auch das Personal wurde ausreichend und immer wiederkehrend geschult. Die Vorsichtsmaßnahmen werden kommuniziert, um dem Gast auch die Angst zu nehmen.

Postalm: Mehr Lifte und Gastronomieangebot

Corona stellt auch die Betreiber der Postalm vor Herausforderungen. "Eine erste Informationsveranstaltung hat bereits am 15. September mit Vertretern von Skiverleih, Skischule, Gastronomie, Mitarbeiter, Beherbergung, Vereinen und TVB stattgefunden“, erklärt Linus Pilar, Geschäftsführer der Postalm. "Ein Sicherheitskonzept wird derzeit ausgearbeitet, um rechtzeitig zum Saisonstart am 18. Dezember gewappnet zu sein“. Über 5.000 Mund-Nasenschläuche sind bestellt. Darüber hinaus wird ein Sicherheitsbeauftragter die Wartebereiche bei Kassa und Liftanlagen überwachen. "Zudem haben wir heuer zwei neue öffentliche Toilettanlagen beim Zauberteppich installiert um auch hier Wartezonen zu minimieren“, so Pilar. Die Anreise auf die Postalm erfolgt mit den eigenen Pkw über Strobl oder Abtenau. Sowohl im Tal bei der Mautstelle, als auch am Berg befinden sich Kassen mit Gucklöchern und es gibt hier keinem Indoor Wartebereich. Es werden zudem zwei weitere Kassamitarbeiter eingestellt. Weiterer Pluspunkt: "Die Liftanlagen haben keinen Indoor Wartebereich. Gondeln gibt es nicht.“ Auch ein Apres Ski gibt es nicht. Mit dem Edtlift wurde ein weiterer Lift unter anderem für Winterbiker reaktiviert, um auch im diesem Umfeld stärker aufgestellt zu sein. „Das heißt, dass dieser Lift in Spitzenzeiten auch Skifahrer – abseits vom Samstag, wo er für Winterbiker reserviert ist – befördern können."

Seilbahnholding vergibt Treuebonus

Auf Facebook gab es bereits viele Diskussionen, ob sich Skifans Saisonkarten kaufen werden, oder nicht. Bei der Seilbahnholding können Saisonkarten bereits jetzt erworben werden. Ob es eine Zurückhaltung beim Kauf gibt, kann Grögler noch nicht sagen: „Für Vergleiche mit dem Vorjahr ist es zu früh, da der stark vergünstigte Vorverkauf etwa bei der Dachstein West-Saisonkarte bis 23. November, bei der Super Ski Card sogar bis Anfang Dezember gilt und daher die meisten Kunden erst im November kaufen. Der Online-Skiticket-Shop ist auch für den Saisonkartenvorverkauf ganz wichtig. Man bestellt online auf dachstein.at – die Karte wird mit der Post nach Hause geschickt. Dieses Angebot gibt es auch für Tages-Karten, Stundenkarten oder Mehrtageskarten“, so Grögler. Kunden, die auch in der vergangenen Wintersaison eine „Dauerkarte“ hatten, bekommen heuer einen Treuebonus, der beim Kauf abgezogen wird. Dies gilt für den Online-Kauf sowie bei den Kassen. „Das ist eine Entschädigung für das vorzeigite Ende Mitte März 2020“, erklärt Grögler. Sollte es zu einem Lockdown kommen, gibt es online eine klare Übersicht, wieviel nach wieviel Betriebstagen rückerstattet wird. „Das ist wichtig für den Gast, damit wir ihm jetzt schon eine Absicherung vor dem Kauf aufzeigen.“

Saisonkarten: Verunsicherung bei Kasberg-Kunden spürbar

Am Kasberg ist eine Verunsicherung bei den Skifans zu spüren, die Sportler verhalten sich zurückhaltender, als in einer „normalen“ Saison. Auch hier wurde ein Rückvergütungs-System ins Leben gerufen. Voraussetzung für die Rückvergütung für die SunnyCard (gültig in Hinterstoder, Wurzeralm, Hochficht, Almtal-Bergbahnen/Kasberg, Hochkar und Ötscher) ist die gleichzeitige behördliche Schließung aller Skigebiete der Partnerdestinationen der SunnyCard in Ober- und Niederösterreich – und der Kunde hat die SunnyCard weniger als 15 Tage während ihrer Gültigkeit benutzt. Sollten diese beiden Umstände eintreffen, erhält zum Beispiel ein Erwachsener bei Schließung der Skiegebiete an mehr als 90 Betriebstagen 214,50 Euro zurück. Mehr Infos auf skisport.com.

Wartezeiten minimieren: Postalm empfiehlt Saisonkarte

Der Vorverkauf der Saisonkarten für die Postalm läuft gut an. "Allerdings ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Wir empfehlen dennoch eine Saisonkarte im Vorfeld anzuschaffen um Wartesituationen an der Kassa möglichst zu vermeiden“, erklärt Linus Pilar. Um die Anzahl der Wintergäste überschaubar zu halten versuche man, mit der „Kinder fahren kostenfrei“-Aktion auf frequenzschwächere Monate auszuweichen.Was Rückzahlungen bei einem corona-bedingten Ausfall der Saison anbelangt, wird man sich auf der Postalm „nach den gesetzlichen Vorgaben richten."

Gemeinsam das Bergpanorama im Salzkammergut genießen – das wünschen sich derzeit viele Wintersportfans.
Peter Grögler, Bereichsleiter Marketing & Vertrieb bei der OÖ Seilbahnholding.

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