13.06.2018, 02:20 Uhr

Warum hat Frau keine Lust?

Für die männliche Welt ist es bisher immer so gewesen, dass die Frauen mehr über fehlende Lustlosigkeit am Sex klagen. Häufig war es so, der Mann hatte Lust, die Partnerin lehnte ein erneutes Liebesspiel ab, weil sie Migräne bekam. Der Mann sah dies dann als Bestrafung an. Darunter litt die Beziehung, weil sich der Mann plötzlich nicht mehr geliebt fühlte oder sein Ego angekratzt war.

Das menschliche Leben ist ganz ohne Frage auch darauf ausgerichtet, dass die Lust auf Liebe besteht. Der Reiz auf Zweisamkeit wird schon von der Unterhaltungsindustrie propagiert mit Filmen, Musik und Romanen, die Sex als das Ziel aller Wünsche angibt. Trotzdem wächst heutzutage die Zahl der Frauen und Männer, die keine Lust am Sex mehr empfinden.

Welche Faktoren spielen eine Rolle für sexuelle Lustlosigkeit?

Es kann aber viele Gründe haben, die das Interesse an Sex zurückgehen lassen wie zum Beispiel

- Stress

- Schmerzen beim Sex

- Geschlechtskrankheiten

- Schwangerschaft

- Medikamente

Ein ganz wichtiger Faktor für sexuelle Unlust ist in der heutigen Zeit Stress. Arbeit, finanzielle Sorgen, Unstimmigkeiten in der Familie und Probleme in der Partnerschaft sind sogenannte „Sexkiller“. Er verursacht einen Rückgang der Hormonproduktion im weiblichen Organismus und verursacht das verringerte Interesse an Sex. Frauen ziehen sich zurück und vermeiden körperliche Nähe. In manchen Fällen verursacht Sex auch körperliche Schmerzen, die nicht nur organischen Ursprungs sein müssen. Die Wechseljahre verändern bei der Frau die Elastizität der Vagina. Die Wände der Scheide werden glatter und dünner. Die Öffnung der Scheide wird enger. Daneben ist auch eine trockenere Scheidenschleimhaut zu beobachten durch den niedrigeren Östrogenspiegel.

Es kann aber auch psychische Ursachen haben, dass die Lust am Sex weniger wird. Ein weiterer Grund ist eine Schwangerschaft, die eine sexuelle Lustlosigkeit bedingen kann, denn die Körper schüttet während dieser Zeit das Hormon Prolaktin aus, das für die Milchproduktion beim Stillen notwendig ist, aber gleichzeitig die Lust am Sex drosselt. Medikamente, die aufgrund von Erkrankungen oder gesundheitlichen Probleme genommen werden müssen, beeinträchtigen das Sexualleben. Eine Verminderung der Lust auf Sex wird bei Medikamenten gegen Arthritis, Herzerkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck, Depressionen oder Krebs festgestellt. Hier sind insbesondere die Medikamente gegen Depressionen im Vordergrund, die eine sexuelle Lustlosigkeit verursachen.

Erotikprodukte können helfen

Ganz wichtig ist aber, dass sich Paare, die über Probleme im Sexualleben klagen, darüber unterhalten und dabei auch ganz offen sein. Noch so unangenehme Themen sollten unbedingt angesprochen werden, damit die Beziehung nicht am Unausgesprochenen scheitert. Die Schnelllebigkeit unserer heutigen Gesellschaft lässt eine ungestörte Zweisamkeit oft nicht mehr zu. Allerdings könnte ein Lösungsansatz auch im Bereich von Erotikprodukten zu finden sein. Insbesondere junge Paare haben angesichts eines überaus hohen Angebotes an Erotika kein Interesse mehr daran, eigene Lösungen zu finden, um ihre Sexualität in der Partnerschaft erfüllt zu sehen.
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