14.06.2017, 12:32 Uhr

Bürgerkapelle Bad Ischl bei Feiern zum 150-jährigen Krönungsjubiläum in Gödöllö

Georg Habsburg, zweitältester Sohn von Otto von Habsburg, der Obmann der Bürgerkapelle Josef Leithner, Stabführer Erich Bramberger, Georgs Tochter, Bürgermeister Hannes Heide und Kapellmeister Christian Binder. (Foto: Privat)
GÖDÖLLÖ. Am 8. Juni 1867 wurde der österreichische Kaiser Franz Josef zum ungarischen König gekrönt, seine Frau Elisabeth zur Königin. „Sisi“ wird heute noch in Ungarn sehr verehrt, wird ihr doch nachgesagt, einen großen Anteil zum Zustandekommen des Ausgleichs zwischen Österreich und Ungarn geleistet zu haben. In den vergangenen Tagen wurde das 150-jährige Jubiläum der Krönung mit vielen Festen und Feiern in Ungarn begangen. Zu den größten zählten die Veranstalten in Gödöllö, der ungarischen Partnerstadt von Bad Ischl. Zur Teilnahme an diesen Feierlichkeiten ist die Bürgerkapelle Bad Ischl eingeladen worden, die, begleitet von Bürgermeister Hannes Heide, einen besonderen musikalischen Beitrag leistete.

Geburtstag und Krönung – Gründe zum Feiern

Die Bad Ischler Bürgerkapelle spielte schon zu Lebzeiten von Kaiser Franz Josef anläßlich seines Geburtstages beim Kaiserfest. Heute ist die Musikkapelle Veranstalter des Kaiserfestes am 15. August und umrahmt die Festlichkeiten rund um Kaisers Geburtstag am 18. August musikalisch.
Wie in Bad Ischl Jahr für Jahr Kaisers Geburtstag gefeiert wird, feiert Gödöllö jährlich den Jahrestag der Königskrönung - im heurigen Jahr besonders aufwändig und farbenprächtig. Ein historischer Dampfzug bringt die Gäste und des Königspaar in Begleitung von Graf Andrassy nach Gödöllö. Vom Bahnhof zieht ein Festzug mit historischen Uniformen und Trachten ins königliche Schloß, wo ein vielfältiges Programm mit historischen Vorführungen gezeigt wird.

Gesamtspiel verbindet Ischl und Gödöllö

Am Abend stand in der zum stilvollen Festsaal renovierten Reithalle des Schlosses ein gemeinsames Konzert mit der Stadtkapelle Gödöllö auf dem Programm. Den absoluten Höhepunkt dabei bildete ein Gesamtspiel beider Kapellen mit über 70 Musikern. Kapellmeister Christian Binder dirigierte abwechselnd mit seinem ungarischen Kollegen Kompostionen aus der Zeit der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie. Das außergewöhnliche Klangerlebnis konnte das ungarische Publikum hellauf begeistern und den Abschluss bildete selbstverständlich der Radetzkymarsch.
„Die Bürgerkapelle hat Bad Ischl bestens vertreten und unbestritten einen bleibenden Eindruck beim ungarischen Publikum hinterlassen. Ich freue mich auch, dass damit ein weiterer Beitrag zur Lebendigkeit unserer Partnerschaft geleitstet werden konnte“, bedankt sich Bürgermeister Hannes Heide bei den Musikern, die die lange Anreise auf sich genommen haben.
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